The Stepfather
Ein Mörder im Haus
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 30.12.2009
Filmbeschreibung
Die Kamera geht durchs morgendliche Bürgerhaus, zusammen mit einem Mann, der auf dem Weg zur Arbeit sein könnte. In der Küche lässt er sich noch einen Kaffee aus der Maschine. Aber irgendetwas stimmt nicht. Es gibt, das suggeriert die Kamera sehr gut zu Beginn von Nelson McCormicks Thriller "Stepfather", eine kühle Distanz zwischen Bewohner und Umgebung. Als der Mann das Haus verlässt, zeigt die Kamera uns etwas, das vorher außerhalb des Blickfelds blieb. Im Haus liegen die Leichen Ermordeter.
"Stepfather" ist ein Remake von Joseph Rubens gleichnamigem Film aus dem Jahr 1987, der auf einem Drehbuch des Krimimeisters Donald E. Westlake basierte. In beiden Filmen schleicht und schmeichelt sich ein Psychopath (den nun Dylan Walsh spielt) in vaterlose Familien ein, tritt erst als nett und rücksichtsvoll auf, wird dann tyrannisch und am Ende zum Killer. Im Remake kommt es in der aktuellen Opferfamilie zu Spannungen mit dem Sohn, das Original hat die Spannungen mit einer Tochter durchgespielt. In vielen Einzelheiten ist "Stepfather" solide inszeniert, ein weiterer Thriller, der vom großen Bedrohungsgefühl erzählt. Jede Kontaktaufnahme kann tödlich sein. Insgesamt aber wirkt McCormicks "Stepfather" mechanischer als die Fassung von Ruben, zu versessen auf Showdown-Momente, zu großzügig gegenüber nützlicher Unlogik, zu routiniert im Umgang mit dem Mörder. McCormick kann nicht verbergen, dass er seine Hauptfigur als Genremöbel begreift, nicht als erzählerische Herausforderung.
"Stepfather" ist ein Remake von Joseph Rubens gleichnamigem Film aus dem Jahr 1987, der auf einem Drehbuch des Krimimeisters Donald E. Westlake basierte. In beiden Filmen schleicht und schmeichelt sich ein Psychopath (den nun Dylan Walsh spielt) in vaterlose Familien ein, tritt erst als nett und rücksichtsvoll auf, wird dann tyrannisch und am Ende zum Killer. Im Remake kommt es in der aktuellen Opferfamilie zu Spannungen mit dem Sohn, das Original hat die Spannungen mit einer Tochter durchgespielt. In vielen Einzelheiten ist "Stepfather" solide inszeniert, ein weiterer Thriller, der vom großen Bedrohungsgefühl erzählt. Jede Kontaktaufnahme kann tödlich sein. Insgesamt aber wirkt McCormicks "Stepfather" mechanischer als die Fassung von Ruben, zu versessen auf Showdown-Momente, zu großzügig gegenüber nützlicher Unlogik, zu routiniert im Umgang mit dem Mörder. McCormick kann nicht verbergen, dass er seine Hauptfigur als Genremöbel begreift, nicht als erzählerische Herausforderung.
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