Triff die Elisabeths!
Die sind nicht von hier
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 30.12.2009
Filmbeschreibung
Ich habe nichts gegen Fremde, aber diese Fremden da sind nicht von hier. Mit diesem wunderbar paranoiden Sentiment aus dem unbezwingbaren kleinen gallischen Dorf von Asterix und Obelix ist auch schon die Haltung jener netten Chalet-Vermieter in einem edlen französischen Wintersportgebiet beschrieben, die in der Komödie "Triff die Elisabeths" ein peinliches Buchungsproblem entdecken. Sie haben nämlich eine Familie vor der Tür stehen, die einen ganz akzeptablen Namen hat. Aber nun, im Fleische, hautnah, großfamiliär trubelig, entpuppt sich, Gott steh' dem armen Frankreich bei: diese Urlauber haben schwarze Haut.
Einer landet dort, wo er nicht hingehört und wo er nicht einmal gelitten ist. Dieses alte Komödienrezept spitzt der Regisseur Lucien Jean-Baptiste, der hier auch den Vater der Urlauberfamilie spielt, ein wenig zu. Keiner aus dieser Einwandererfamilie aus Martinique glaubt so recht daran, dass ihnen ein buchstäblich weißer Urlaub, einer im Schnee also, zusteht.
Die Reise ist eine Trotzreaktion des Vaters, ein Aufbäumen dagegen, dass er seinen Lieben so viel weniger bieten kann als in der Gesellschaft um ihn her normal zu sein scheint. In "Triff die Elisabeths" geht es also um soziale Schranken. So zugänglich, ja, manchmal gutmütig diese Komödie daherkommt, sie ist alles andere als naiv. Sie erzählt von sozialer Ungleichheit und von einer Gesellschaft, in der die Kluften sich weiten. Rassismus ist gar nicht so sehr ihr Thema. Die schwarze Haut, die ist nur ein praktisch deutliches Signal, dass die Elizabeths anders sind als der Mittelstand, an den sie geraten.
Von Bitterkeit und Pessimismus allerdings ist hier keine Spur zu finden. Vater Elisabeth ruiniert zwar flink das Auto, das er sich für die Urlaubsfahrt von einem blechtuningfetischistischen Kumpel ausgeliehen hat, und auch sonst geht allerlei schief. Aber was dann tatsächlich in Gang kommt, sind die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die anfangs misstrauischen Vermieter erleben durch die lauten und lauteren, ungeschickten und fröhlichen Gäste eine Revitalisierung. Aus Trott wird Tanz, der Luxus der Umgebung wird wieder als Freude erfahren, und vor allem fällt den in Besitz und Gewohnheiten Eingeigelten wieder auf, wie schön es ist, etwas weitergeben und etwas teilen zu können.
Einer landet dort, wo er nicht hingehört und wo er nicht einmal gelitten ist. Dieses alte Komödienrezept spitzt der Regisseur Lucien Jean-Baptiste, der hier auch den Vater der Urlauberfamilie spielt, ein wenig zu. Keiner aus dieser Einwandererfamilie aus Martinique glaubt so recht daran, dass ihnen ein buchstäblich weißer Urlaub, einer im Schnee also, zusteht.
Die Reise ist eine Trotzreaktion des Vaters, ein Aufbäumen dagegen, dass er seinen Lieben so viel weniger bieten kann als in der Gesellschaft um ihn her normal zu sein scheint. In "Triff die Elisabeths" geht es also um soziale Schranken. So zugänglich, ja, manchmal gutmütig diese Komödie daherkommt, sie ist alles andere als naiv. Sie erzählt von sozialer Ungleichheit und von einer Gesellschaft, in der die Kluften sich weiten. Rassismus ist gar nicht so sehr ihr Thema. Die schwarze Haut, die ist nur ein praktisch deutliches Signal, dass die Elizabeths anders sind als der Mittelstand, an den sie geraten.
Von Bitterkeit und Pessimismus allerdings ist hier keine Spur zu finden. Vater Elisabeth ruiniert zwar flink das Auto, das er sich für die Urlaubsfahrt von einem blechtuningfetischistischen Kumpel ausgeliehen hat, und auch sonst geht allerlei schief. Aber was dann tatsächlich in Gang kommt, sind die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die anfangs misstrauischen Vermieter erleben durch die lauten und lauteren, ungeschickten und fröhlichen Gäste eine Revitalisierung. Aus Trott wird Tanz, der Luxus der Umgebung wird wieder als Freude erfahren, und vor allem fällt den in Besitz und Gewohnheiten Eingeigelten wieder auf, wie schön es ist, etwas weitergeben und etwas teilen zu können.
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