Der Schulbauernhof wächst
Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 05.01.2010
Unablässig dreht das Windrad seine Runden. Auf der nahen Autobahn rauschen dumpf Autos und Lastwagen am Grünen Heiner vorbei. Die gewendeten Ackerschollen ruhen unter trübem Himmel. Da durchbricht ein Hammerklopfen die Szenerie. In der großen ehemaligen Scheune nahe dem Gleis der Strohgäubahn am Lotterberg bei Korntal entsteht aus einem alten Holzbau das zentrale Haus des Schulbauernhofs der Brüdergemeinde. Hier sollen vom September an die ersten Kinder Erfahrung in Landwirtschaft und Viehzucht, Ökologie und praktischer Bewahrung der Schöpfung sammeln. Das Verwaltungs- und das Unterkunftshaus für die Gäste stehen schon im Rohbau.
Aus der Scheune wird die Arche, das künftige Zentrum der neuen pädagogischen Einrichtung. So etwas ähnliches wie ein Schullandheim soll es werden, erläutert Manuel Liesenfeld von der Brüdergemeinde. Die 1,7 Millionen Euro Baukosten werden von Sponsoren, Spendern und aus Stiftungsmitteln bestritten. Im Frühjahr noch waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, das Projekt aus finanziellen Gründen nur in zwei Bauabschnitten realisieren zu können. Nun aber, so Liesenfeld, habe man eine unerwartete Großspende erhalten und könne das Ganze auf einen Rutsch bauen. Die alte Feldscheune war schon gepachtet gewesen, nun habe man noch einige Felder in der Nachbarschaft dazu genommen. Im Herbst sollen die ersten Schüler kommen.
Das Ganze ist geplant als Wochenkurs für komplette Schulklassen - "das soll Aktivunterricht sein, kein Streichelzoo", sagt der Sprecher der Brüdergemeinde. Die Kinder sollen lernen, wie der Mensch vom Naturkreislauf abhängig ist und wie Lebensmittel erzeugt werden. Durch Mitarbeit in der Landwirtschaft sollen sie sehen, wie Kühe, Ziegen, Hühner und Schweine richtig gehalten werden, wie für deren Futter gesorgt wird. Und dabei kommen sie auch mit den Produkten in Kontakt, machen Käse und Mehl, backen Brot oder verarbeiten Zwetschgen, Kirschen und Äpfel zu Kompott oder Saft- je nach Jahreszeit.
Stadtkinder zwischen elf und 15 Jahren sind die Zielgruppe, 3000 Schulen aus dem Großraum Stuttgart das Einzugsgebiet. Der pädagogische Leiter ist ein Realschullehrer, dazu sind landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Mitarbeiter vorgesehen. Die ersten ernstzunehmenden Anfragen gebe es schon, berichtet Liesenfeld, für Unterkunft und Verpflegung seien "keine exorbitant hohen Beiträge" geplant.
Kooperationen gibt es auch mit dem Obst- und Gartenbauverein in Korntal, dessen Mitglieder dieser Tage auch eine der Grundlagen gelegt haben: 19 junge Obstbäume wurden gepflanzt. Darunter sind alte Apfelsorten wie Gewürzluiken, Kaiser Wilhelm, Berlepsch oder Boskoop, aber auch Zwetschgen, Birnen und Kirschen. Beim Pflanzen soll es nicht bleiben, es sind auch Schnittkurse und andere Lernschritte mit den Bäumen respektive deren Früchten mit den Mitgliedern des Obstbauvereins geplant - zum Beispiel das Mosten.
Aus der Scheune wird die Arche, das künftige Zentrum der neuen pädagogischen Einrichtung. So etwas ähnliches wie ein Schullandheim soll es werden, erläutert Manuel Liesenfeld von der Brüdergemeinde. Die 1,7 Millionen Euro Baukosten werden von Sponsoren, Spendern und aus Stiftungsmitteln bestritten. Im Frühjahr noch waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, das Projekt aus finanziellen Gründen nur in zwei Bauabschnitten realisieren zu können. Nun aber, so Liesenfeld, habe man eine unerwartete Großspende erhalten und könne das Ganze auf einen Rutsch bauen. Die alte Feldscheune war schon gepachtet gewesen, nun habe man noch einige Felder in der Nachbarschaft dazu genommen. Im Herbst sollen die ersten Schüler kommen.
Das Ganze ist geplant als Wochenkurs für komplette Schulklassen - "das soll Aktivunterricht sein, kein Streichelzoo", sagt der Sprecher der Brüdergemeinde. Die Kinder sollen lernen, wie der Mensch vom Naturkreislauf abhängig ist und wie Lebensmittel erzeugt werden. Durch Mitarbeit in der Landwirtschaft sollen sie sehen, wie Kühe, Ziegen, Hühner und Schweine richtig gehalten werden, wie für deren Futter gesorgt wird. Und dabei kommen sie auch mit den Produkten in Kontakt, machen Käse und Mehl, backen Brot oder verarbeiten Zwetschgen, Kirschen und Äpfel zu Kompott oder Saft- je nach Jahreszeit.
Stadtkinder zwischen elf und 15 Jahren sind die Zielgruppe, 3000 Schulen aus dem Großraum Stuttgart das Einzugsgebiet. Der pädagogische Leiter ist ein Realschullehrer, dazu sind landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Mitarbeiter vorgesehen. Die ersten ernstzunehmenden Anfragen gebe es schon, berichtet Liesenfeld, für Unterkunft und Verpflegung seien "keine exorbitant hohen Beiträge" geplant.
Kooperationen gibt es auch mit dem Obst- und Gartenbauverein in Korntal, dessen Mitglieder dieser Tage auch eine der Grundlagen gelegt haben: 19 junge Obstbäume wurden gepflanzt. Darunter sind alte Apfelsorten wie Gewürzluiken, Kaiser Wilhelm, Berlepsch oder Boskoop, aber auch Zwetschgen, Birnen und Kirschen. Beim Pflanzen soll es nicht bleiben, es sind auch Schnittkurse und andere Lernschritte mit den Bäumen respektive deren Früchten mit den Mitgliedern des Obstbauvereins geplant - zum Beispiel das Mosten.
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