Bürger retten Alberta mit 15000 Euro
Artikel aus der vom 11.01.2010
Hans Reichenmiller von der Sillenbucher Kirchengemeinde Sankt Michael kann es immer noch nicht fassen. 15 000 Euro sind allein im vergangenen Dezember für das Schülercafé Alberta zusammengekommen. 15 000 Euro, die Bürger für den beliebten Kindertreff an der Schemppstraße gespendet haben. Wie die Dinge stehen, helfen die privaten Gönner dem Schülercafé damit aus seiner Finanzmisere. Zumindest vorläufig.
Dass die stattliche Summe ausgerechnet im Dezember aufs Alberta-Konto überwiesen worden ist, passt. Der Dezember war der Monat, in dem der Stuttgarter Gemeinderat den Haushalt für die nächsten beiden Jahre beschlossen hat. Und seither sind die Befürchtungen der katholischen Kirchengemeinde - als Alberta-Träger - amtliche Wirklichkeit: Die fürs Riedenberger Alberta und den Heumadener Ableger Wilde 13 beantragten 22 000 Euro gehören nicht zu den genehmigten Ausgaben. Es bleibt beim städtischen Zuschuss von 86 000 Euro. Das entspricht immerhin beinahe 75 Prozent der Gesamtkosten.
22 000 Euro ist der Betrag, der den beiden Einrichtungen von Anfang nächsten Jahres an fehlt. Der Grund: Die Adele-Winter-Stiftung hatte das Schülercafé Alberta im vergangenen Jahrzehnt mit 14 000 Euro jährlich unterstützt. Dieser Zuschuss ist seit Anfang Januar Geschichte. Der Stifter hatte sich nämlich darauf besonnen, dass mit dem Träger ursprünglich eine Anschub- und keine Dauerfinanzierung vereinbart worden war. Die Eröffnung der Wilden 13 im September 2008 war offenbar der Anlass für die Geldgeber, die Unterlagen hervorzukramen. Für die Wilde 13 gab es einmalig 8000 Euro.
Die von Bürgern gespendeten 15 000 Euro garantieren dem Schülercafé Alberta das Überleben über 2010 hinaus. Das laufende Jahr sei sowieso finanziell gesichert, das versicherte Hans Reichenmiller vom Förderverein Café Alberta immer wieder. Die Fragezeichen standen bisher beim Jahr 2011, nachdem die hartnäckigen Bemühungen um einen neuen Dauerspender erfolglos geblieben sind.
Gut fürs Alberta, aber trotzdem schlecht für die Wilde 13. Denn für den Heumadener Kindertreff sieht die Zukunft nach wie vor düster aus. Der Förderverein für die Einrichtung an der Bildäckerstraße hatte nicht dasselbe Spendenglück. "Wir hoffen, dass sich ein Stifter findet, der uns einen ständigen Zuschuss zukommen lässt", sagt Gerlinde Henn vom Förderverein. Klappt das nicht, "muss wohl am ehesten die Wilde 13 dran glauben". Stimmt, sagt Reichenmiller. So leid es ihm täte. Doch im Gegensatz zum Riedenberger Treff "ist die Wilde 13 ohne das Schülercafé Alberta nicht lebensfähig", sagt Reichenmiller.
Ende Januar werden sich die Verantwortlichen der Fördervereine zusammensetzen, um die missliche Lage zu beraten. Auch, wenn sich Reichenmiller über den dezemberlichen Geldsegen freut, lösen die 15 000 Euro nicht das Problem, sondern verschieben es nur. "Wir haben uns eingesetzt, in jede Richtung." Dass sich trotz all des Engagements kein Stifter gefunden hat, "darüber bin ich sehr enttäuscht". Schließlich sei bekannt, wie wichtig die Einrichtungen im Stadtbezirk sind. Zumal sich dort vor allem Kinder treffen, deren Eltern ausländischer Abstammung sind. Nun ist Reichenmiller froh, dass wenigstens Privatpersonen die Not erkannt haben.
Dass die stattliche Summe ausgerechnet im Dezember aufs Alberta-Konto überwiesen worden ist, passt. Der Dezember war der Monat, in dem der Stuttgarter Gemeinderat den Haushalt für die nächsten beiden Jahre beschlossen hat. Und seither sind die Befürchtungen der katholischen Kirchengemeinde - als Alberta-Träger - amtliche Wirklichkeit: Die fürs Riedenberger Alberta und den Heumadener Ableger Wilde 13 beantragten 22 000 Euro gehören nicht zu den genehmigten Ausgaben. Es bleibt beim städtischen Zuschuss von 86 000 Euro. Das entspricht immerhin beinahe 75 Prozent der Gesamtkosten.
22 000 Euro ist der Betrag, der den beiden Einrichtungen von Anfang nächsten Jahres an fehlt. Der Grund: Die Adele-Winter-Stiftung hatte das Schülercafé Alberta im vergangenen Jahrzehnt mit 14 000 Euro jährlich unterstützt. Dieser Zuschuss ist seit Anfang Januar Geschichte. Der Stifter hatte sich nämlich darauf besonnen, dass mit dem Träger ursprünglich eine Anschub- und keine Dauerfinanzierung vereinbart worden war. Die Eröffnung der Wilden 13 im September 2008 war offenbar der Anlass für die Geldgeber, die Unterlagen hervorzukramen. Für die Wilde 13 gab es einmalig 8000 Euro.
Die von Bürgern gespendeten 15 000 Euro garantieren dem Schülercafé Alberta das Überleben über 2010 hinaus. Das laufende Jahr sei sowieso finanziell gesichert, das versicherte Hans Reichenmiller vom Förderverein Café Alberta immer wieder. Die Fragezeichen standen bisher beim Jahr 2011, nachdem die hartnäckigen Bemühungen um einen neuen Dauerspender erfolglos geblieben sind.
Gut fürs Alberta, aber trotzdem schlecht für die Wilde 13. Denn für den Heumadener Kindertreff sieht die Zukunft nach wie vor düster aus. Der Förderverein für die Einrichtung an der Bildäckerstraße hatte nicht dasselbe Spendenglück. "Wir hoffen, dass sich ein Stifter findet, der uns einen ständigen Zuschuss zukommen lässt", sagt Gerlinde Henn vom Förderverein. Klappt das nicht, "muss wohl am ehesten die Wilde 13 dran glauben". Stimmt, sagt Reichenmiller. So leid es ihm täte. Doch im Gegensatz zum Riedenberger Treff "ist die Wilde 13 ohne das Schülercafé Alberta nicht lebensfähig", sagt Reichenmiller.
Ende Januar werden sich die Verantwortlichen der Fördervereine zusammensetzen, um die missliche Lage zu beraten. Auch, wenn sich Reichenmiller über den dezemberlichen Geldsegen freut, lösen die 15 000 Euro nicht das Problem, sondern verschieben es nur. "Wir haben uns eingesetzt, in jede Richtung." Dass sich trotz all des Engagements kein Stifter gefunden hat, "darüber bin ich sehr enttäuscht". Schließlich sei bekannt, wie wichtig die Einrichtungen im Stadtbezirk sind. Zumal sich dort vor allem Kinder treffen, deren Eltern ausländischer Abstammung sind. Nun ist Reichenmiller froh, dass wenigstens Privatpersonen die Not erkannt haben.
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