Nissan Cube
Bulldogge trifft auf Jacuzzi
Barbara Wais, veröffentlicht am 26.01.2010
Man stelle sich einen See vor, die Wasseroberfläche ruhig und glatt. Auf diesen Spiegel aus H2O fällt ein Regentropfen und löst eine kreisförmige Wellenbewegung aus ... Dieses Bild hatten die Designer des Nissan Cube - zu Deutsch: Würfel - vor Augen, als sie das Interieur des Stadtflitzers gestalteten. Das kreisförmige Muster findet sich an Lautsprechern, Becherhaltern und einigen Schaltern. Ebenfalls in Wellen gelegt sind das Armaturenbrett, das Panorama-Glasdach und die Ziernähte der Sitzbezüge. Auch Instrumente, Lüftungsdüsen oder Türgriffe präsentieren sich von kugelrund bis oval. Kurven, wohin das Auge blickt - überraschend für das von außen so kantige Würfel-Auto.
Nach eigenen Aussagen wollten die Innendesigner eine ähnlich entspannte Atmosphäre wie in einem Whirlpool, auch Jacuzzi genannt, schaffen - daher das Wasserthema. Wie in einem warm sprudelnden Wasserbecken fühlt es sich zwar nicht an, wenn man im Cube sitzt - bequem ist es dennoch. Dafür sorgen weich gefederte, sofaartige Sitze und das außergewöhnliche Platzangebot. Fahrer und Beifahrer haben genügend Beinfreiheit und für langbeinige Passagiere im Fond lässt sich die Sitzbank bis zu 24 Zentimeter nach hinten verschieben. Auch oberhalb des Kopfes bietet der knapp 1,70 Meter hohe Cube genügend Platz. Optisch unterstützt wird das offene Raumgefühl durch großformatige Fenster und ein riesiges Panorama-Glasdach.
Noch extravaganter präsentiert sich der Cube mit aufpreispflichtigen Accessoires: Ein Fusselpad auf dem Armaturenbrett etwa hält Stifte und Schlüssel am Platz, farbige Gummiringe an der Türarmlehne fixieren Kinokarten und Geldscheine, und eine LED-Beleuchtung lässt auf Knopfdruck Fußraum und Becherhalter in neun Nuancen erstrahlen - von Magenta über Grasgrün bis Ozeanblau. Nicht nur stylish, sondern auch praktisch kommt der japanische Cityflitzer daher: Getränke- oder Flaschenhalter und Fächer für jede Menge Kleinkram finden sich zuhauf.
Das Außendesign des Cube soll - so der Hersteller - von vorn an eine Bulldogge mit Sonnenbrille erinnern, das Heck orientiert sich angeblich an Jennifer Lopez' Allerwertestem. Doch um das zu erkennen, braucht es Fantasie. Zumindest seinem Namen macht der Cube von außen alle Ehre: Die hohe Karosserie und fast senkrechte Flanken erinnern an einen Würfel - allerdings mit soft gerundeten Kanten. Diese Symmetrie unterbricht die Heckscheibe ganz bewusst. Sie wurde rechts um die C-Säule herumgezogen und geht scheinbar nahtlos in das Seitenfenster über. Diese ungewöhnliche Optik zieht nicht nur alle Blicke auf sich, sondern erleichtert zudem Spurwechsel und Einparken. Die Asymmetrie unterstützt auch die seitlich angeschlagene Heckklappe, die an eine Kühlschranktür erinnern soll. Wem diese extravagante Optik noch nicht auffällig genug ist, der kann seinen Cityflitzer zusätzlich mit Spoilern und Chrom-Elementen dekorieren.
In Japan wird der Cube seit 1998 erfolgreich verkauft, die dritte Generation ist erstmals weltweit erhältlich. In Europa gibt es das Würfel-Auto ab März: Als 1.6-l-Benziner mit 81 kW (110 PS) und wahlweise 5-Gang-Schaltgetriebe oder Automatik und als Diesel 1.5 dCi mit 81 kW (110 PS) und sechs Gängen. Ab Werk verfügt der Cube unter anderem über ESP, Klimaanlage, Tempomat, sechs Airbags und Panorama-Glasdach. Der Preis liegt zwischen 18.000 und 22.600 Euro.
Nicht nur entspannt sitzen, sondern auch entspannt durch die City cruisen kann man im Cube, denn Lenkung und Fahrwerk sind auf Komfort getrimmt. Der lange Radstand (2,53 Meter bei einer Gesamtlänge von 3,98 Metern) kommt ebenfalls dem Innenraum zugute. Dank hoher Sitzposition, kurzer Haube, großer Fenster und üppig bemessener Seitenspiegel hat der Fahrer eine prächtige Rundumsicht. Mit 10,6 Meter kleinem Wendekreis ist Rangieren kein Problem. Im Kofferraum ist durch die verschiebbare Rückbank jede Menge Platz für Einkäufe (260 bis 410 Liter). Seine bullige Statur macht den Cube nicht gerade aerodynamisch. Hat man die 120 km/h überschritten, steigt die Geräuschkulisse deutlich; mehr als 170 km/h sind nicht drin. Aber eigentlich steht nicht die Motorisierung im Fokus, sondern das pfiffige Design des Japaners. Die kastige, asymmetrische Optik ist ein Hingucker: auffallend, frech - aber auch polarisierend, wie die erstaunten Blicke mancher Passanten verraten.
Das Auto Nissan Cube 1,5 l dCi Die Fakten:Motor Turbodiesel-Direkteinspritzer, 4 Zylinder, 1461 cm3 Hubraum
Leistung 81 kW (110 PS) bei 4000/min
Drehmoment 240 Nm bei 1750/min
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
Beschleunigung 0 bis 100 km/h 11,9 s
Getriebe 6-Gang-Schaltung
Abmessungen 3980 x 1695 x 1670 mm
Kofferraumvolumen 260-410 l (je nach Position der längs verschiebbaren Rücksitzbank)
Leergewicht 1375 kg
Zuladung max. 445 kg
Tankvolumen 52 l
Verbrauch laut Hersteller 5,2 l/100 km
CO2-Ausstoß 135 g/km
Grundpreis 20.000 Euro
Lob und Tadel Die extravagante Optik - würfelartig und gleichzeitig asymmetrisch - zieht alle Blicke auf sich. Genau das Richtige für Autofahrer, die lieber auffallen, als in der grauen Masse unterzugehen.
Jede Menge pfiffige Design-Details und Individualisierungsmöglichkeiten machen den Innenraum des Cube zur Erlebniswelt.
Das riesige Panorama-Glasdach sorgt für ein luftiges Raumgefühl und super Ausblicke nach oben.
Durch die Würfelform wird im Innenraum kein Platz verschenkt. Insassen haben jede Menge Kopf- und Beinfreiheit. Bei umgeklappter Rückbank ist für den gesamten Wocheneinkauf plus ein paar Umzugskisten Platz.
Dank kompakter Abmessungen und der guten Rundumsicht ist der Cube prädestiniert für den Stadtverkehr.
Durch seine bullige Statur ist der Cube kaum aerodynamisch.
Im Vergleich zu anderen Kleinwagen erschreckt der hohe Einstiegspreis.
Die hohe Ladekante des Kofferraums erschwert das Einladen.
Nach eigenen Aussagen wollten die Innendesigner eine ähnlich entspannte Atmosphäre wie in einem Whirlpool, auch Jacuzzi genannt, schaffen - daher das Wasserthema. Wie in einem warm sprudelnden Wasserbecken fühlt es sich zwar nicht an, wenn man im Cube sitzt - bequem ist es dennoch. Dafür sorgen weich gefederte, sofaartige Sitze und das außergewöhnliche Platzangebot. Fahrer und Beifahrer haben genügend Beinfreiheit und für langbeinige Passagiere im Fond lässt sich die Sitzbank bis zu 24 Zentimeter nach hinten verschieben. Auch oberhalb des Kopfes bietet der knapp 1,70 Meter hohe Cube genügend Platz. Optisch unterstützt wird das offene Raumgefühl durch großformatige Fenster und ein riesiges Panorama-Glasdach.
Noch extravaganter präsentiert sich der Cube mit aufpreispflichtigen Accessoires: Ein Fusselpad auf dem Armaturenbrett etwa hält Stifte und Schlüssel am Platz, farbige Gummiringe an der Türarmlehne fixieren Kinokarten und Geldscheine, und eine LED-Beleuchtung lässt auf Knopfdruck Fußraum und Becherhalter in neun Nuancen erstrahlen - von Magenta über Grasgrün bis Ozeanblau. Nicht nur stylish, sondern auch praktisch kommt der japanische Cityflitzer daher: Getränke- oder Flaschenhalter und Fächer für jede Menge Kleinkram finden sich zuhauf.
Das Außendesign des Cube soll - so der Hersteller - von vorn an eine Bulldogge mit Sonnenbrille erinnern, das Heck orientiert sich angeblich an Jennifer Lopez' Allerwertestem. Doch um das zu erkennen, braucht es Fantasie. Zumindest seinem Namen macht der Cube von außen alle Ehre: Die hohe Karosserie und fast senkrechte Flanken erinnern an einen Würfel - allerdings mit soft gerundeten Kanten. Diese Symmetrie unterbricht die Heckscheibe ganz bewusst. Sie wurde rechts um die C-Säule herumgezogen und geht scheinbar nahtlos in das Seitenfenster über. Diese ungewöhnliche Optik zieht nicht nur alle Blicke auf sich, sondern erleichtert zudem Spurwechsel und Einparken. Die Asymmetrie unterstützt auch die seitlich angeschlagene Heckklappe, die an eine Kühlschranktür erinnern soll. Wem diese extravagante Optik noch nicht auffällig genug ist, der kann seinen Cityflitzer zusätzlich mit Spoilern und Chrom-Elementen dekorieren.
In Japan wird der Cube seit 1998 erfolgreich verkauft, die dritte Generation ist erstmals weltweit erhältlich. In Europa gibt es das Würfel-Auto ab März: Als 1.6-l-Benziner mit 81 kW (110 PS) und wahlweise 5-Gang-Schaltgetriebe oder Automatik und als Diesel 1.5 dCi mit 81 kW (110 PS) und sechs Gängen. Ab Werk verfügt der Cube unter anderem über ESP, Klimaanlage, Tempomat, sechs Airbags und Panorama-Glasdach. Der Preis liegt zwischen 18.000 und 22.600 Euro.
Nicht nur entspannt sitzen, sondern auch entspannt durch die City cruisen kann man im Cube, denn Lenkung und Fahrwerk sind auf Komfort getrimmt. Der lange Radstand (2,53 Meter bei einer Gesamtlänge von 3,98 Metern) kommt ebenfalls dem Innenraum zugute. Dank hoher Sitzposition, kurzer Haube, großer Fenster und üppig bemessener Seitenspiegel hat der Fahrer eine prächtige Rundumsicht. Mit 10,6 Meter kleinem Wendekreis ist Rangieren kein Problem. Im Kofferraum ist durch die verschiebbare Rückbank jede Menge Platz für Einkäufe (260 bis 410 Liter). Seine bullige Statur macht den Cube nicht gerade aerodynamisch. Hat man die 120 km/h überschritten, steigt die Geräuschkulisse deutlich; mehr als 170 km/h sind nicht drin. Aber eigentlich steht nicht die Motorisierung im Fokus, sondern das pfiffige Design des Japaners. Die kastige, asymmetrische Optik ist ein Hingucker: auffallend, frech - aber auch polarisierend, wie die erstaunten Blicke mancher Passanten verraten.
Das Auto Nissan Cube 1,5 l dCi Die Fakten:Motor Turbodiesel-Direkteinspritzer, 4 Zylinder, 1461 cm3 Hubraum
Leistung 81 kW (110 PS) bei 4000/min
Drehmoment 240 Nm bei 1750/min
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
Beschleunigung 0 bis 100 km/h 11,9 s
Getriebe 6-Gang-Schaltung
Abmessungen 3980 x 1695 x 1670 mm
Kofferraumvolumen 260-410 l (je nach Position der längs verschiebbaren Rücksitzbank)
Leergewicht 1375 kg
Zuladung max. 445 kg
Tankvolumen 52 l
Verbrauch laut Hersteller 5,2 l/100 km
CO2-Ausstoß 135 g/km
Grundpreis 20.000 Euro
Lob und Tadel Die extravagante Optik - würfelartig und gleichzeitig asymmetrisch - zieht alle Blicke auf sich. Genau das Richtige für Autofahrer, die lieber auffallen, als in der grauen Masse unterzugehen.
Jede Menge pfiffige Design-Details und Individualisierungsmöglichkeiten machen den Innenraum des Cube zur Erlebniswelt.
Das riesige Panorama-Glasdach sorgt für ein luftiges Raumgefühl und super Ausblicke nach oben.
Durch die Würfelform wird im Innenraum kein Platz verschenkt. Insassen haben jede Menge Kopf- und Beinfreiheit. Bei umgeklappter Rückbank ist für den gesamten Wocheneinkauf plus ein paar Umzugskisten Platz.
Dank kompakter Abmessungen und der guten Rundumsicht ist der Cube prädestiniert für den Stadtverkehr.
Durch seine bullige Statur ist der Cube kaum aerodynamisch.
Im Vergleich zu anderen Kleinwagen erschreckt der hohe Einstiegspreis.
Die hohe Ladekante des Kofferraums erschwert das Einladen.
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