New York, I love you
Mehr als die Stadt lieben die Leute einander
Ruprecht Skasa-Weiß, veröffentlicht am 28.01.2010
Filmbeschreibung
Das rote Herz, dazu die Lettern NY: ein Aufkleber, den jeder kennt, samt etlichen Varianten der Metropolenverehrung. Dass die Idee serieller Cityvermarktung schließlich auch aufs Kino überspringen würde, war zu erwarten - und der rührige Produzent und Drehbuchautor Emmanuel Benbihy, der vier Jahre nach der Kreation seines filmischen Paris-Bäppers nun elf Filmemacher zu einem ähnlichen Blick auf New York animiert hat, denkt bereits weiter: "Rio, I love you", "Shanghai, I love you" sollen, wie zu hören ist, bald folgen.
Ob sie uns den Geist der jeweiligen Welthauptstadt besonders nahebringen, das allerdings ist die Frage. New Yorker Lebensart blitzt in dem cineastischen Omnibusprojekt höchstens kurzfristig auf, in kleinen Taxistreitereien oder in den bordsteinnahen Disputen zweier Zigarettenpausen-Existenzen - der filmische Rest hat mit New York nicht viel zu tun, er benutzt die Stadt (vielmehr Stadtteile: Central Park, Upper East & West Side, Greenwich Village, Soho, Chinatown) nur als Kulisse.
Immerhin sind die Kurzfilme relativ unterhaltsam, und was die teils wohl-, teils ziemlich unbekannten Filmemacher sich alles einfallen ließen an kurzen, knappen Leinwandsketchen, an Minidramen und amourösen Grotesken, macht Spaß. Es geht um Mann-Frau-Geschichten, nichts sonst, um Liebe in unterschiedlichster Spielart, um erste Liebe, letzte Liebe, schnelle Liebe, gewährte Liebe, versagte Liebe, unauslöschliche Liebe - doch manche der Liebenden scheinen mehr dem Filmolymp als dem realen Alltagsleben entstiegen. Egal, den Kinogänger wird's freuen, Stars zu begegnen wie Orlando Bloom, Christina Ricci, Andy Garcia, Julie Christie, Ethan Hawke, James Caan, Natalie Portman, und da die Filme nicht durch Titel getrennt, sondern ineinander verwoben sind, kann man sich lange Zeit zudem mit heiterem Regisseurraten vergnügen.
Apropos: von Fatih Akin stammt die zarte Chinatown-Fabel vom Maler, den die Schüchternheit seines Modells tötet; unfähig, sie aus der Erinnerung zu malen, stirbt er, doch das Mädchen wird sein Bild lebendig werden lassen, indem es die eigenen Augen (aus einem Foto) ins vorskizzierte Konterfei hineinklebt. Ein berührend poetischer Film. Nochmals berührender - und fast schon spukhaft poetisch - ist Shekhar Kapurs surreale Story um eine alte Operndiva im Nobelhotel. Das Hotel steht an der Upper East Side, aber wesentlich für die Story ist dieser Standort mitnichten: es könnte überall stehen ... Alsdann - Madrid, Rom, Mumbai, London, I love you.
Ob sie uns den Geist der jeweiligen Welthauptstadt besonders nahebringen, das allerdings ist die Frage. New Yorker Lebensart blitzt in dem cineastischen Omnibusprojekt höchstens kurzfristig auf, in kleinen Taxistreitereien oder in den bordsteinnahen Disputen zweier Zigarettenpausen-Existenzen - der filmische Rest hat mit New York nicht viel zu tun, er benutzt die Stadt (vielmehr Stadtteile: Central Park, Upper East & West Side, Greenwich Village, Soho, Chinatown) nur als Kulisse.
Immerhin sind die Kurzfilme relativ unterhaltsam, und was die teils wohl-, teils ziemlich unbekannten Filmemacher sich alles einfallen ließen an kurzen, knappen Leinwandsketchen, an Minidramen und amourösen Grotesken, macht Spaß. Es geht um Mann-Frau-Geschichten, nichts sonst, um Liebe in unterschiedlichster Spielart, um erste Liebe, letzte Liebe, schnelle Liebe, gewährte Liebe, versagte Liebe, unauslöschliche Liebe - doch manche der Liebenden scheinen mehr dem Filmolymp als dem realen Alltagsleben entstiegen. Egal, den Kinogänger wird's freuen, Stars zu begegnen wie Orlando Bloom, Christina Ricci, Andy Garcia, Julie Christie, Ethan Hawke, James Caan, Natalie Portman, und da die Filme nicht durch Titel getrennt, sondern ineinander verwoben sind, kann man sich lange Zeit zudem mit heiterem Regisseurraten vergnügen.
Apropos: von Fatih Akin stammt die zarte Chinatown-Fabel vom Maler, den die Schüchternheit seines Modells tötet; unfähig, sie aus der Erinnerung zu malen, stirbt er, doch das Mädchen wird sein Bild lebendig werden lassen, indem es die eigenen Augen (aus einem Foto) ins vorskizzierte Konterfei hineinklebt. Ein berührend poetischer Film. Nochmals berührender - und fast schon spukhaft poetisch - ist Shekhar Kapurs surreale Story um eine alte Operndiva im Nobelhotel. Das Hotel steht an der Upper East Side, aber wesentlich für die Story ist dieser Standort mitnichten: es könnte überall stehen ... Alsdann - Madrid, Rom, Mumbai, London, I love you.
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