Stuttgarter Zeitung online | Zeitungsgruppe Stuttgart |  Sonntag, 12. Februar 2012

Stuttgart, Region & Land


Verzögerung Hochwasserschutz am Oberrhein

Andreas Müller, veröffentlicht am 01.02.2010

Vorlauf



Seit vielen Jahren wird um den Hochwasserschutz am Oberrhein gerungen. Inzwischen laufen die Bauarbeiten für den ersten kleinen Abschnitt eines großen Rückhalteraumes zwischen Weil und Breisach, der rheinabwärts Überflutungen verhindern soll. Auf insgesamt 450 Hektar wird das Flussvorland dazu ausgebaggert und tiefergelegt, danach soll dort wieder ein Auwald entstehen.

Vorbild


Hochwasserschutz werde so auf umweltverträgliche Weise gewährleistet, lobt Umweltministerin Tanja Gönner. "Leitbild und Lehrmeister" sei die Natur. Der Rückhalteraum ist der größte noch zu bauende im Rahmen des sogenannten Integrierten Rhein-Programms. Auch der ausgebaggerte Kies soll umweltfreundlich verwendet werden: als Füllmaterial, in der Fachsprache "Geschiebe", im Rhein unterhalb der Schleuse Iffezheim, wo die Flusssohle durch das abfließende Wassers erodiert.

Verzögerung


Seit zwei Jahren verzögert das Land jedoch eine dafür notwendige Vereinbarung mit dem Bund. Das hat auch für den Hochwasserschutz Konsequenzen: Die Planungen für den weiteren Ausbau des Rückhalteraumes Weil-Breisach können laut Umweltministerium erst vorangehen, wenn Verwertung und Transport des Kieses sichergestellt sind. mül


Kommentare (1)
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Andreas Müller,
01.02.2010
Hochwasserschutz am Oberrhein
Würde mich nicht wundern, wenn die KVG Mitglied der ISTE ist und gemeinsam mit den Fachbehörden des Landes Baden-Württemberg erarbeitet, wie Eingriffe - z.B. beim Kiesabbau - behandelt werden. Dass der Bock zum Gärtner gemacht wird ist ja hinlänglich bekannt, dass er dafür zahlt ist auch nicht mehr so neu.

Nachfolgend eine Kopie (Teil) der ISTE-Eingangsseite:

Minister Peter Hauk erklärt Schirmherrschaft für das Modellvorhaben Ökokonto
(Villingen-Schwenningen – 11.09.2007)

Der badenwürttembergische Naturschutzminister Peter Hauk unterzeichnete am 11. September 2007 zusammen mit dem Präsidenten des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE), Hans-Martin Peter, und dem Regionalverbandsvorsitzenden Jürgen Guse eine Vereinbarung für das Modellvorhaben Ökokonto in der Region Schwarzwald - Baar - Heuberg (SBH).

Hauk lobte die bisherige Zusammenarbeit mit dem ISTE im Rahmen vorangegangener Projekte im Naturschutzbereich und unterstützt neue inno-vative Ansätze wie das Modellvorhaben Ökokonto. Der Minister spricht für eine notwendige Flexibilisierung, Praktikabilität und Handhabbarkeit des Instruments. ISTE - Präsident Peter begrüßt die Einführung des Ökokontos im Außenbereich und fordert eine Vereinfachung und Flexibilität der Eingriffsregelung. Der ISTE sei überzeugt von der Flächenbevorratung, dem Handel mit Ökopunkten und deren Verzinsung. Im Ökokonto wird eine Chance gesehen, die genutzt werden sollte und biete die Aussicht auf eine landesweite Einsetzbarkeit.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund € 50.000,00, die sich die Projektpartner teilen. Durchgeführt wird das Projekt von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen.


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