Kritik an VfB und DFB
Babbel macht seinem Ärger Luft
dpa/lsw, veröffentlicht am 03.02.2010
Stuttgart - Ein Eingeständnis der eigenen Überforderung und Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB): Markus Babbel hat die Doppelbelastung aus der Arbeit in der Bundesliga und dem Trainerlehrgang in Köln in zwei Interviews erstmals als Grund für sein Scheitern beim VfB Stuttgart genannt und in diesem Zusammenhang DFB-Sportdirektor Matthias Sammer angegriffen. "Man sollte als heute Verantwortlicher nie vergessen, welche Annehmlichkeiten man selbst in der Ausbildung wahrgenommen hat. Begründete Ausnahmen sollten immer möglich sein", sagte Babbel der "Bild"-Zeitung.
Sammer war einst die elfmonatige Trainerausbildung in Köln wie anderen verdienten Ex-Nationalspielern erlassen worden. Eine solche Ausnahmeregelung hatte er Babbel jedoch verweigert.
Der erklärte nun, ihm sei es nicht möglich gewesen, die Arbeit auf dem Platz mit den Stuttgarter Profis und den Unterricht für die Trainerlizenz an der Sporthochschule Köln parallel zu bewältigen. "Ich kann mich nicht auf zwei Dinge hundertprozentig konzentrieren." Sein Gefühl für die Mannschaft sei "nicht mehr hundertprozentig" dagewesen. Die Kurse hätten unheimlich viel Energie gekostet, er habe "ausgesehen wie eine weiße Wand".
Bei Babbels letztem Spiel auf der VfB-Bank, dem 1:1 gegen den VfL Bochum am 5. Dezember, habe er gemerkt, "dass ich zur Belastung werde". Tags darauf wurde er beim VfB entlassen. In der Phase davor, als der Vorjahres-Dritte und Champions-League-Teilnehmer in der Bundesliga auf Rang 16 abrutschte, sei er "leer" gewesen. "Ich konnte nicht mehr." Die Wende schaffte erst sein Nachfolger Christian Gross.
Zudem zieht Babbel die Transferpolitik beim VfB in Zweifel. Nach den Erfolgen wie der Meisterschaft 2007 und dem dritten Platz in der vergangenen Saison habe die Anspannung der Spieler nachgelassen. Man hätte das Team daher im Sommer auf fünf, sechs Positionen verändern, zugleich aber den zum FC Bayern München gewechselten Nationalstürmer Mario Gomez halten sollen, sagte Babbel der "Sport Bild".
Kein gutes Haar ließ er an Ex-Nationalspieler Guido Buchwald, der Ende Oktober unter anderem die Verpflichtungen von Alexander Hleb und Pawel Pogrebnjak sowie die Abgänge junger VfB-Profis zu 1899 Hoffenheim kritisiert hatte. Das Verhalten Buchwalds sei "unterste Schublade" gewesen, betonte Babbel. Eines VfB-Ehrenspielführers "unwürdig".
Die Freiheiten, die er Routinier Jens Lehmann gewährte, verteidigte Babbel. Der Ex-Nationalkeeper musste nach den Spielen nicht zum Auslaufen kommen. Es sei ihm "immer noch zu billig", dass einige Profis ein Problem damit gehabt hätten. Stattdessen kritisierte er in der "Sport Bild" einige Spieler, ohne Namen zu nennen, für ihren mangelnden Ehrgeiz: "Sie sind es nicht gewohnt, sich ständig weiterzuentwickeln."
Sammer war einst die elfmonatige Trainerausbildung in Köln wie anderen verdienten Ex-Nationalspielern erlassen worden. Eine solche Ausnahmeregelung hatte er Babbel jedoch verweigert.
Der erklärte nun, ihm sei es nicht möglich gewesen, die Arbeit auf dem Platz mit den Stuttgarter Profis und den Unterricht für die Trainerlizenz an der Sporthochschule Köln parallel zu bewältigen. "Ich kann mich nicht auf zwei Dinge hundertprozentig konzentrieren." Sein Gefühl für die Mannschaft sei "nicht mehr hundertprozentig" dagewesen. Die Kurse hätten unheimlich viel Energie gekostet, er habe "ausgesehen wie eine weiße Wand".
Bei Babbels letztem Spiel auf der VfB-Bank, dem 1:1 gegen den VfL Bochum am 5. Dezember, habe er gemerkt, "dass ich zur Belastung werde". Tags darauf wurde er beim VfB entlassen. In der Phase davor, als der Vorjahres-Dritte und Champions-League-Teilnehmer in der Bundesliga auf Rang 16 abrutschte, sei er "leer" gewesen. "Ich konnte nicht mehr." Die Wende schaffte erst sein Nachfolger Christian Gross.
Zudem zieht Babbel die Transferpolitik beim VfB in Zweifel. Nach den Erfolgen wie der Meisterschaft 2007 und dem dritten Platz in der vergangenen Saison habe die Anspannung der Spieler nachgelassen. Man hätte das Team daher im Sommer auf fünf, sechs Positionen verändern, zugleich aber den zum FC Bayern München gewechselten Nationalstürmer Mario Gomez halten sollen, sagte Babbel der "Sport Bild".
Kein gutes Haar ließ er an Ex-Nationalspieler Guido Buchwald, der Ende Oktober unter anderem die Verpflichtungen von Alexander Hleb und Pawel Pogrebnjak sowie die Abgänge junger VfB-Profis zu 1899 Hoffenheim kritisiert hatte. Das Verhalten Buchwalds sei "unterste Schublade" gewesen, betonte Babbel. Eines VfB-Ehrenspielführers "unwürdig".
Die Freiheiten, die er Routinier Jens Lehmann gewährte, verteidigte Babbel. Der Ex-Nationalkeeper musste nach den Spielen nicht zum Auslaufen kommen. Es sei ihm "immer noch zu billig", dass einige Profis ein Problem damit gehabt hätten. Stattdessen kritisierte er in der "Sport Bild" einige Spieler, ohne Namen zu nennen, für ihren mangelnden Ehrgeiz: "Sie sind es nicht gewohnt, sich ständig weiterzuentwickeln."
Kommentare
Kanngießer Karin,
05.02.2010 14:46
Babbel hat vorher gewußt, daß es schwer wird mit der Doppelbelastung. Training und Lehrgang. Außerdem die ständige Rotiererei und er ist schuld, daß Hitzelsperger gegangen ist, denn er hat ihn schon hinausgeschmissen. Den DFB kann man sowieso vergessen.
Michaela,
04.02.2010 20:07
Babbel hat recht - finde ich gut dass er seinen Mund aufmacht. Und Herr Sammer...das ist ja eh der letzte....
Der Babbel findet sicher noch einen guten Verein, der ihn als Trainer nimmt. Ich drücke ihm die Daumen
Ein BabbelFan
Der Babbel findet sicher noch einen guten Verein, der ihn als Trainer nimmt. Ich drücke ihm die Daumen
Ein BabbelFan
Peter,
04.02.2010 08:41
Doppelbelastung?? Der Mann hat als Trainer in einem Jahr mehr verdient, als der Normalverdiener in seinem gesamten Berufsleben. Und jetzt besitzt er die Dreistigkeit alle anderen für sein Versagen verantwortlich zu machen. Wenn das alles so schlimm war, dann frage ich mich, warum er so lange an seinem Posten hing. Wenn er für dieses Geschäft nicht geeignet ist, muß er eben auf das Geld verzichten und einen aus seiner Sicht weniger stressigen Beruf ergreifen.
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