Hitzlsperger

Schwerer Einstand in Rom

dpa, veröffentlicht am 08.02.2010
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Rom - Thomas Hitzlspergers Einstand in Italien ist total daneben gegangen. "Wie ein Fisch auf dem Trockenen. Vielleicht wäre es besser gewesen, sein Debüt zu verschieben", befand "La Gazzetta dello Sport" am Montag zur Leistung des deutschen Fußball-Nationalspielers, dessen neuer Club Lazio Rom nach der 0:1-Heimpleite gegen Catania Calcio zum ersten Mal seit 21 Jahren in der Serie A sogar auf einen Abstiegsplatz abgerutscht ist. Auch der selbst immer mehr in die Kritik geratene Trainer Davide Ballardini ließ kein gutes Haar an "The Hammer", wie der Millionen-Einkauf vom VfB Stuttgart genannt wird. "Wir hätten eine andere Art Mittelfeldspieler gebraucht als Hitzlsperger, einen, der am Ball besser ist", nörgelte Ballardini an dem Auftritt des Deutschen herum.

"Der Wechsel in die Serie A soll für mich ein Neubeginn werden", begründet der Nationalspieler auf seiner Homepage den Transfer in die "Ewige Stadt". Er verbindet damit die Hoffnung, als Stammspieler bei Lazio seine Chancen auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika zu erhöhen. Doch nachdem ihn Ballardini kurz nach dem entscheidenden Gegentor durch Maxi Lopez (64.) auswechselte, droht ihm ein ähnliches Los wie zuletzt als VfB-Edelreservist. Zumal "La Gazzetta" den 27-Jährigen zu den Schwächsten im allerdings insgesamt enttäuschenden Hauptstadt-Team zählte. Und während Stadtrivale AS Rom auch ohne Luca Toni auf Rang 2 vorrückte, steckt Lazio nach nur vier Siegen aus 23 Punktspielen als Tabellen-18. in akuter Abstiegsgefahr.

Nach Spielende hagelte es daher heftige Proteste der enttäuschten Fans. Sie richteten sich gegen den selbstgefälligen Clubchef Claudio Lotito und den erfolglosen Coach Ballardini. Die Entlassung des 46- Jährigen sei nur noch eine Frage von Tagen, vielleicht sogar nur von Stunden, glaubt "La Gazzetta dello Sport". Der Trainer habe mit der Hereinnahme aller drei Wintereinkäufe "für noch mehr Konfusion in einer Mannschaft gesorgt, die ohnehin Probleme genug damit hat, Ordnung zu finden", fasste die "Gazzetta" dessen Fehler zusammen. Als möglicher Nachfolger wird bereits Giancarlo Camolese gehandelt. Trotz allem: Von sich aus will Ballardini jedenfalls nicht zurücktreten. "Ich übernehme die Verantwortung, aber ich bin nicht für alles verantwortlich", betonte er. "Und ich weiß, wie wir da rauskommen."
 

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