Super Bowl
Viele Stars sehen den Saints-Sieg
dpa, veröffentlicht am 08.02.2010
Die mehmalige Grammy-Gewinnerin Carrie Underwood sang vor dem Super Bowl zwischen den Indianapolis Colts und den New Orleans Saints die amerikanische Nationalhymne.
Miami - Die Spieler tanzten ausgelassen über den Rasen, ihre begeisterten Fans läuteten spontan und neun Tage früher Mardi Gras ein, den berühmten Straßenkarneval ihrer Heimatstadt New Orleans - und das mitten in Miami. Mit dem 31:17 im Super Bowl gegen die favorisierten Indianapolis Colts schrieben die Saints aus der Mississippi-Metropole am Montagmorgen deutscher Zeit Sportgeschichte und holten erstmals den Titel der National Football League (NFL) in ihre Stadt.
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Nach dem Aufstieg der "Heiligen" in den "Football-Himmel" wird das French Quarter in New Orleans nun tagelang die größte Party-Meile Amerikas sein, die Menschen der geschundenen Stadt haben viereinhalb Jahre nach der Verwüstung durch Hurrikan Katrina ihren Stolz zurückgewonnen. "New Orleans und der gesamte Bundesstaat Louisiana sind wieder da", brüllte Teambesitzer Tom Benson, als ihm NFL-Chef Roger Goodell auf dem Podium am Mittelkreis die Vince-Lombardi-Trophy überreichte. "Wir haben an uns geglaubt und gewusst, dass eine ganze Stadt, vielleicht sogar ein ganzes Land hinter uns steht", ergänzte Quarterback Drew Brees, der zum "wertvollsten Spieler" (MVP) des Endspiels gewählt wurde.
Von Connecticut bis Kalifornien schlug den Saints Sympathie entgegen - sie gelten in Zeiten der Weltwirtschaftskrise als Mutmacher für ganz Amerika. Selbst US- Präsident Barack Obama hatte betont, dass er die Colts zwar favorisiere, die Saints jedoch sehr möge. "Vor allem weil New Orleans seit Katrina eine harte Zeit erlebt hat", sagte Obama.
Dass die Saints letztlich feiern konnten, lag vor allem am neben Louis Armstrong wohl berühmtesten Sohn der Stadt: Peyton Manning, dem in New Orleans geborenen und aufgewachsenen Quarterback der Colts, unterlief 3:24 Minuten vor Ende beim Stand von 24:17 für die Saints ein folgenschwerer Fehlpass. Ausgerechnet im wichtigsten Spiel der Saison fehlte dem besten Spieler der Spielzeit die nötige Präzision beim Passen.
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Der Saints-Verteidiger Tracy Porter fing den für Colts-Passempfänger Reggie Wayne gedachten Ball an der eigenen 25 Yard-Linie ab und trug ihn unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Fans zum vorentscheidenden Touchdown in die Endzone (31:17). "Das hat er großartig gemacht. Reggie und ich spielen diesen Spielzug sehr oft. Aber Porter war diesmal besser", lobte Manning, der von einem verdienten Saints-Sieg sprach. "Ich weiß, wie groß die Freude in New Orleans ist. Aber als Colts-Spieler bin ich enttäuscht", sagte der 33-Jährige.
Mannings Team hatte nach dem ersten Viertel 10:0 geführt und lag zur Pause mit 10:6 vorn. Und als Joseph Addai in der 39. Minute ein Touchdown zum 17:13 für die Colts gelang, jubelten in der VIP-Loge auch Mannings Vater Archie und Bruder Eli. Manning Senior war von 1971 bis 1982 Quarterback der Saints und hatte trotz seiner Liebe zum Verein betont, seinem Sohn die Daumen zu drücken. Eli Manning gewann mit den New York Giants 2008 den Super Bowl, ein Jahr nachdem Peyton mit den Colts triumphiert hatte.
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Doch diesmal verließ der Superstar fluchtartig die Manege in Miami und vergaß dabei sogar den obligatorischen Handschlag mit Pendant Brees. Den störte das freilich wenig. "Dieser Titel bedeutet alles für unsere Stadt. Wir sind hier, weil New Orleans so stark ist und sich durchgekämpft hat. Unsere Fans haben uns immer fantastisch unterstützt. Wir waren ihnen diesen Sieg schuldig", sagte Brees.
"Es gibt keine Worte, um zu beschreiben, was dieser Erfolg für New Orleans bedeutet. Ich stamme aus Louisiana. Das alles ist einfach großartig", jubelte Porter. Nach seinem Touchdown-Lauf über 74 Yards zur Vorentscheidung gab es bereits einen Vorgeschmack auf die Meister-Parade in New Orleans. Aus den Lautsprechern dröhnte der Gospel-Klassiker "When the Saints go marching in". Unter den 74 000 Zuschauern im Stadion war reichlich Prominenz, unter anderen die Schauspieler Tom Cruise und Adam Sandler, die Musikgruppe Black Eyed Peas und die Tennisspielerin Serena Williams.
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Nach dem Aufstieg der "Heiligen" in den "Football-Himmel" wird das French Quarter in New Orleans nun tagelang die größte Party-Meile Amerikas sein, die Menschen der geschundenen Stadt haben viereinhalb Jahre nach der Verwüstung durch Hurrikan Katrina ihren Stolz zurückgewonnen. "New Orleans und der gesamte Bundesstaat Louisiana sind wieder da", brüllte Teambesitzer Tom Benson, als ihm NFL-Chef Roger Goodell auf dem Podium am Mittelkreis die Vince-Lombardi-Trophy überreichte. "Wir haben an uns geglaubt und gewusst, dass eine ganze Stadt, vielleicht sogar ein ganzes Land hinter uns steht", ergänzte Quarterback Drew Brees, der zum "wertvollsten Spieler" (MVP) des Endspiels gewählt wurde.
Von Connecticut bis Kalifornien schlug den Saints Sympathie entgegen - sie gelten in Zeiten der Weltwirtschaftskrise als Mutmacher für ganz Amerika. Selbst US- Präsident Barack Obama hatte betont, dass er die Colts zwar favorisiere, die Saints jedoch sehr möge. "Vor allem weil New Orleans seit Katrina eine harte Zeit erlebt hat", sagte Obama.
Dass die Saints letztlich feiern konnten, lag vor allem am neben Louis Armstrong wohl berühmtesten Sohn der Stadt: Peyton Manning, dem in New Orleans geborenen und aufgewachsenen Quarterback der Colts, unterlief 3:24 Minuten vor Ende beim Stand von 24:17 für die Saints ein folgenschwerer Fehlpass. Ausgerechnet im wichtigsten Spiel der Saison fehlte dem besten Spieler der Spielzeit die nötige Präzision beim Passen.
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Der Saints-Verteidiger Tracy Porter fing den für Colts-Passempfänger Reggie Wayne gedachten Ball an der eigenen 25 Yard-Linie ab und trug ihn unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Fans zum vorentscheidenden Touchdown in die Endzone (31:17). "Das hat er großartig gemacht. Reggie und ich spielen diesen Spielzug sehr oft. Aber Porter war diesmal besser", lobte Manning, der von einem verdienten Saints-Sieg sprach. "Ich weiß, wie groß die Freude in New Orleans ist. Aber als Colts-Spieler bin ich enttäuscht", sagte der 33-Jährige.
Mannings Team hatte nach dem ersten Viertel 10:0 geführt und lag zur Pause mit 10:6 vorn. Und als Joseph Addai in der 39. Minute ein Touchdown zum 17:13 für die Colts gelang, jubelten in der VIP-Loge auch Mannings Vater Archie und Bruder Eli. Manning Senior war von 1971 bis 1982 Quarterback der Saints und hatte trotz seiner Liebe zum Verein betont, seinem Sohn die Daumen zu drücken. Eli Manning gewann mit den New York Giants 2008 den Super Bowl, ein Jahr nachdem Peyton mit den Colts triumphiert hatte.
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Doch diesmal verließ der Superstar fluchtartig die Manege in Miami und vergaß dabei sogar den obligatorischen Handschlag mit Pendant Brees. Den störte das freilich wenig. "Dieser Titel bedeutet alles für unsere Stadt. Wir sind hier, weil New Orleans so stark ist und sich durchgekämpft hat. Unsere Fans haben uns immer fantastisch unterstützt. Wir waren ihnen diesen Sieg schuldig", sagte Brees.
"Es gibt keine Worte, um zu beschreiben, was dieser Erfolg für New Orleans bedeutet. Ich stamme aus Louisiana. Das alles ist einfach großartig", jubelte Porter. Nach seinem Touchdown-Lauf über 74 Yards zur Vorentscheidung gab es bereits einen Vorgeschmack auf die Meister-Parade in New Orleans. Aus den Lautsprechern dröhnte der Gospel-Klassiker "When the Saints go marching in". Unter den 74 000 Zuschauern im Stadion war reichlich Prominenz, unter anderen die Schauspieler Tom Cruise und Adam Sandler, die Musikgruppe Black Eyed Peas und die Tennisspielerin Serena Williams.
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