Ohne Zulassung praktiziert
Falscher Arzt festgenommen
Birgit Klein, veröffentlicht am 08.02.2010
Aspach/München - Die Polizei hat einen 26-Jährigen verhaftet, der sich als Mediziner ausgegeben und schon in verschiedenen Krankenhäusern praktiziert hat. Der Mann aus Aspach (Rems-Murr-Kreis) soll auf seinem Computer eine Zulassungsurkunde mit Wappen und einer fingierten Unterschrift hergestellt haben. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wirft ihm Urkundenfälschung und Betrug vor.
Die Approbationsurkunde soll täuschend echt aussehen, sagt Klaus Hinderer, Sprecher der Polizeidirektion Waiblingen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte sie angeblich ausgestellt. Tatsächlich aber hat sie der Tatverdächtige am Computer entworfen. Dem mutmaßlichen Jungmediziner ging als erstes eine Agentur auf den Leim, die speziell Ärzte an Krankenhäuser vermittelt. Von August bis Dezember vergangenen Jahres arbeitete er in einer Münchner Klinik als Assistenzarzt in der Anästhesie. Dort muss der 26-Jährige seine Sache offenbar gut gemacht zu haben. Von Klagen weiß Polizeisprecher Hinderer nichts.
"Die Einsätze sind einwandfrei verlaufen"
Seit Januar tat der ledige Mann seinen Dienst in einem Krankenhaus in Horb (Kreis Freudenstadt). Weil ihn die Liebe nach Aspach verschlagen hatte, bemühte er sich um eine Stelle in Backnang. Seit Herbst 2009 war er auch als Helfer vor Ort im Ortsverein Aspach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aktiv. Die Gruppe wird in Notfällen zeitgleich mit dem Rettungsdienst verständigt. "Die Einsätze sind einwandfrei verlaufen", betont der Aspacher DRK-Vorsitzende. Der Neue, der bei seinen Einsätzen mit Notarztjacke und Arztkoffer kam, sei "sehr engagiert" gewesen.
Aber erst sein Übereifer entlarvte den Möchtegern-Mediziner. Er hatte sich in DRK-interne Meinungsverschiedenheiten eingemischt und einen drei Seiten langen, mit Fehlern gespickten Brief an den Kreisverband geschickt. In dem Brief ging es um die Alarmierung der ehrenamtlichen Helfer in Aspach.
Als man beim Kreisverband das Schreiben mit der Bewerbung des Mannes als externer Notarzt für die Rems-Murr-Kliniken abglich, stießen die Verantwortlichen auf Ungereimtheiten - und nahmen seinen Lebenslauf unter die Lupe. Dabei flog der Schwindel auf und der Mann gestand den Betrug. Nicht nur das: Der Wahl-Aspacher mit falschem Nachnamen war bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. - vor allem wegen Betrugsdelikten. Der 26-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft.
Die Approbationsurkunde soll täuschend echt aussehen, sagt Klaus Hinderer, Sprecher der Polizeidirektion Waiblingen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte sie angeblich ausgestellt. Tatsächlich aber hat sie der Tatverdächtige am Computer entworfen. Dem mutmaßlichen Jungmediziner ging als erstes eine Agentur auf den Leim, die speziell Ärzte an Krankenhäuser vermittelt. Von August bis Dezember vergangenen Jahres arbeitete er in einer Münchner Klinik als Assistenzarzt in der Anästhesie. Dort muss der 26-Jährige seine Sache offenbar gut gemacht zu haben. Von Klagen weiß Polizeisprecher Hinderer nichts.
"Die Einsätze sind einwandfrei verlaufen"
Seit Januar tat der ledige Mann seinen Dienst in einem Krankenhaus in Horb (Kreis Freudenstadt). Weil ihn die Liebe nach Aspach verschlagen hatte, bemühte er sich um eine Stelle in Backnang. Seit Herbst 2009 war er auch als Helfer vor Ort im Ortsverein Aspach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aktiv. Die Gruppe wird in Notfällen zeitgleich mit dem Rettungsdienst verständigt. "Die Einsätze sind einwandfrei verlaufen", betont der Aspacher DRK-Vorsitzende. Der Neue, der bei seinen Einsätzen mit Notarztjacke und Arztkoffer kam, sei "sehr engagiert" gewesen.
Aber erst sein Übereifer entlarvte den Möchtegern-Mediziner. Er hatte sich in DRK-interne Meinungsverschiedenheiten eingemischt und einen drei Seiten langen, mit Fehlern gespickten Brief an den Kreisverband geschickt. In dem Brief ging es um die Alarmierung der ehrenamtlichen Helfer in Aspach.
Als man beim Kreisverband das Schreiben mit der Bewerbung des Mannes als externer Notarzt für die Rems-Murr-Kliniken abglich, stießen die Verantwortlichen auf Ungereimtheiten - und nahmen seinen Lebenslauf unter die Lupe. Dabei flog der Schwindel auf und der Mann gestand den Betrug. Nicht nur das: Der Wahl-Aspacher mit falschem Nachnamen war bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. - vor allem wegen Betrugsdelikten. Der 26-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft.
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