Leonberger Kreiszeitung
Leonberg/Böblingen
Schneenot im Landkreis BB - vor allem für Brummis
Anja Tröster, veröffentlicht am 13.02.2010
Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen ist das tägliche Geschäft der Busfahrer. Doch seit immer weniger Salz gestreut wird, weil die Vorräte erschöpft sind, wird auf schneebedeckten Straßen offenbar jeder Stopp zum Wagnis.
Zittern mussten deshalb Fahrer und Passagiere eines Gelenkbusses, der gestern morgen vom Leonberger Bahnhof aus zur Fahrt nach Stuttgart aufgebrochen war. Schon an der Haltestelle gegenüber des Bauamtes geriet der Bus ins Rutschen und krachte gegen eine Ampel. Bei dem Rempler entstand ein Schaden von 1500 Euro, es wurde niemand verletzt. Doch der festgefahrene Bus habe die Kollegen über Stunden beschäftigt, sagte ein Polizeisprecher. Kritisch wurde es in dieser Zeit immer dann, wenn ein Kollege sich an dem liegen gebliebenen Bus vorbei zwängen musste. Ein 24-jähriger Busfahrer blieb bei diesem Manöver kurze Zeit ebenfalls hängen. Beide Busse blockierten die Fahrbahn.
Auch mehrere Lastwagen taten sich mit den Schneeverhältnissen schwer. So kippte gestern morgen gegen zehn Uhr ein Lastwagen, der auf der Landesstraße von Waldenbuch nach Schönaich unterwegs war, bei der Kläranlage in den Straßengraben. Die Reifen des mit Lebensmitteln beladenen Lasters hatten sich in den unbefestigten Straßenrand gegraben. Der Fahrer blieb unverletzt, doch für die Bergung seines Geräts musste die Straße zeitweise voll gesperrt werden. Der Schaden wurde von der Polizei auf 5000 Euro beziffert.
Auch am Donnerstagabend war ein 44-jähriger Lastwagenfahrer auf der Böblinger Hulb an der eigentlich nur mäßigen Steigung der Schickhardtstraße, kurz vor der Kreuzung beim Tierheim gescheitert. Nicht nur der Lastwagen, sondern auch die folgenden Berufspendler steckten von etwa 17 bis 19 Uhr fest. Dann kam ein Räumfahrzeug ihnen zu Hilfe. Am gleichen Abend ist ein 51-jähriger Lastwagenfahrer, der von Süden kommend, am Autobahnkreuz Stuttgart Richtung München auf die A8 abbiegen wollte, am Fahrbahnteiler durch die Leitplanke gedonnert. Laut Polizei ist er wohl zu schnell gefahren. Die Zugmaschine verkeilte sich in den Planken, der Anhänger blieb auf der Straße stehen. Fünf Fahrzeuge waren nötig, um ihn zu bergen. Der Schaden betrug 80000 Euro.
Ob der Schnee auch daran schuld war, dass sich gestern Mittag in Weil der Stadt ein geparkter Linienbus selbständig machte und über die Max-Caspar-Straße auf eine Ampel rutschte, muss noch geklärt werden. Von den Schülern, die noch im Bus gewesen sind, als der Fahrer ihn parkte, fehlte bei Eintreffen der Polizei jede Spur. Es entstand ein Schaden von 8000 Euro.
{Überschrift}Den liegen gebliebenen Linienbus (rechts) und das Gefährt des Kollegen trennen hier nur zwei Zentimeter.Foto: factum
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Auch mehrere Lastwagen taten sich mit den Schneeverhältnissen schwer. So kippte gestern morgen gegen zehn Uhr ein Lastwagen, der auf der Landesstraße von Waldenbuch nach Schönaich unterwegs war, bei der Kläranlage in den Straßengraben. Die Reifen des mit Lebensmitteln beladenen Lasters hatten sich in den unbefestigten Straßenrand gegraben. Der Fahrer blieb unverletzt, doch für die Bergung seines Geräts musste die Straße zeitweise voll gesperrt werden. Der Schaden wurde von der Polizei auf 5000 Euro beziffert.
Auch am Donnerstagabend war ein 44-jähriger Lastwagenfahrer auf der Böblinger Hulb an der eigentlich nur mäßigen Steigung der Schickhardtstraße, kurz vor der Kreuzung beim Tierheim gescheitert. Nicht nur der Lastwagen, sondern auch die folgenden Berufspendler steckten von etwa 17 bis 19 Uhr fest. Dann kam ein Räumfahrzeug ihnen zu Hilfe. Am gleichen Abend ist ein 51-jähriger Lastwagenfahrer, der von Süden kommend, am Autobahnkreuz Stuttgart Richtung München auf die A8 abbiegen wollte, am Fahrbahnteiler durch die Leitplanke gedonnert. Laut Polizei ist er wohl zu schnell gefahren. Die Zugmaschine verkeilte sich in den Planken, der Anhänger blieb auf der Straße stehen. Fünf Fahrzeuge waren nötig, um ihn zu bergen. Der Schaden betrug 80
Ob der Schnee auch daran schuld war, dass sich gestern Mittag in Weil der Stadt ein geparkter Linienbus selbständig machte und über die Max-Caspar-Straße auf eine Ampel rutschte, muss noch geklärt werden. Von den Schülern, die noch im Bus gewesen sind, als der Fahrer ihn parkte, fehlte bei Eintreffen der Polizei jede Spur. Es entstand ein Schaden von 8000 Euro.
{Überschrift}Den liegen gebliebenen Linienbus (rechts) und das Gefährt des Kollegen trennen hier nur zwei Zentimeter.
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