Leonberger Kreiszeitung
Winterschäden
Schlaglöcher machen den Gemeinden Sorgen
Von Daniela Holzer, veröffentlicht am 26.02.2010
Der Schnee ist weg und an vielen Stellen kommen nun wahre Schlaglochpisten zum Vorschein. Wohl am Schlimmsten hat es im Altkreis Leonberg die Renninger Industriestraße erwischt. Die Hauptzufahrt zum örtlichen Gewerbegebiet gleicht einer Kraterlandschaft. Besonders pikant dabei: eigentlich sollte die Industriestraße schon vor Jahren gründlich saniert werden. Doch das geht erst, wenn die S 60 auf dem Gleis ist - und der Bau der neuen S-Bahn-Linie verschiebt sich seit Jahren. Jetzt stehen die Renninger vor einem Dilemma. Die völlig kaputte Straße müsste eigentlich sofort gerichtet werden. Doch die S 60 rückt inzwischen näher. Um nun kein Geld in den Sand zu setzen, sollen jetzt nur die schlimmsten Stellen provisorisch geflickt werden - immerhin haben sich die Straßenschäden in diesem Winter in Renningen im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht, rechnet der Stadtbaumeister Christof Dustmann vor.
Während die Renninger die Schlaglöcher immerhin gelassen hinnehmen, sehen viele Leonberger in ihren Straßenkratern ein Ärgernis. Obwohl die 577 Straßen mit einer Gesamtlänge von 130 Kilometern laut Pressesprecherin Undine Binder-Farr in einem "relativ guten" Zustand sind, gebe es Kritik. Vor allem der steile Anstieg der Straße Am Schlossberg in Höfingen sehen viele Pendler als Marterstrecke für ihre Stoßdämpfer. Immerhin: Einige langjährige Schwerpunkte wie die Stuttgarter Straße sind frisch saniert.
Auch in Rutesheim sind die Hauptstraßen weit gehend in einem gutem Zustand, betont Stephan Kimmerling vom Tiefbauamt. Anders sei die Situation in einigen Wohnstraßen, die in den sechziger und siebziger Jahren gebaut wurden. Hier haben sich Risse gebildet, die durch den Wechsel von Tauwetter und Nachtfrost regelrecht aufgesprengt werden. Die Stadt rechnet mit Kosten zwischen 500 und 5000 Euro pro Straße. Ganz anders sieht die Lage in Heimsheim aus. Mit Ausnahme der Wartmauerstraße seien die Wohnstraßen laut Hauptamtsleiter Paul Moch weniger stark beschädigt. In einem schlechten Zustand befänden sich vielmehr die Landesstraßen, vor allem die Verbindungen zwischen Heimsheim und Friolzheim sowie zwischen Heimsheim und Perouse. Diese zu reparieren sei allerdings Aufgabe des Landes. Und die Landesbehörden stellten lieber Schilder auf mit der Aufschrift "Achtung Straßenschäden", berichtet der Hauptamtsleiter halb lachend, halb verärgert.
In Weil der Stadt gibt es in allen Stadtteilen Straßen, die eine neue Asphaltdecke benötigen. Betroffen sind dort vor allem die Panoramastraße, Teile der Hermann-Hesse-Straße, die Alte Renninger Straße, sowie Hindenburgstraße, Aispelstraße und die Industriestraße, berichtet der Kämmerer Reinhard Gaiser. Ähnlich stellt sich die Lage in Weissach dar. "Bei uns gibt es schon ein paar Ecken, in denen man dringend etwas machen müsste", weiß der stellvertretende Ortsbaumeister Wolfgang Schuller. Die Eichenstraße in Weissach sei solch ein Punkt, ebenso die Friedensstraße und die Friedhofstraße in Flacht.
Dem gestiegenen Bedarf an Straßenarbeiten stehen aufgrund der prekären finanziellen Situation der Kommunen vielerorts gekürzte Budgets gegenüber. Nur wenige versuchen ihre Haushaltsposten für die Straßenreparatur zu halten oder gar zu erhöhen. Rund 868 000 Euro seien in den letzten Jahren in Leonberg pro Jahr für Straßensanierungen ausgegeben worden. Werde für die Ausbesserung der Straßen noch weniger Geld eingeplant, so spiele man mit der Substanz, betont Undine Binder-Farr. "Was das bedeutet, konnte man in der ehemaligen DDR beobachten", ergänzt sie.
In Rutesheim dagegen werden 2010 wohl 10 000 Euro weniger für den Unterhalt der Gemeindestraßen zur Verfügung stehen als im Jahr 2009, in dem das Unterhaltungsbudget noch 125 000 Euro betrug. "Wir werden versuchen, mit dem Haushaltsansatz zurechtzukommen", sagt Stephan Kimmerling. Sehe man nach dem Ende des Winters allerdings, dass die Schäden größer als befürchtet sind, müsse man die Sanierungsarbeiten über den Nachtragshaushalt finanzieren.
"Reparaturen müssen selbstverständlich durchgeführt werden", steht in Renningen fest. Wegen der Finanzkrise müsse das Budget, das in den vergangenen Jahren um die 450 000 Euro betragen habe, etwas zurück gefahren werden, bedauert Christof Dustmann. Ganz anders stellt sich die Lage in Mönsheim dar. Dort stehen für Reparaturarbeiten 35 000 Euro zur Verfügung, 10 000 Euro mehr als im Jahr zuvor. Begründet wird die Aufstockung des Etatsdamit, dass an verschiedenen Stellen Schäden bekannt sind, die repariert werden müssen. Als Beispiel nennt der Kämmerer Andreas Scheytt die Mängel an der Stützmauer in der Spreuerbergstraße. Kürzungen beim Sanierungsbudget hält er für wenig sinnvoll. "Wir müssen reparieren. Wenn wir Straßen wegen Schäden sperren müssten, hätten wir auch nichts davon."
In Heimsheim werde man im noch nicht verabschiedeten Haushaltsplan wahrscheinlich die gleiche Summe ansetzen wie in den letzten Jahren auch, sagt der Kämmerer Andreas Bastl. Wird diese Summe akzeptiert, so stehen der Stadt rund 100 000 Euro zur Verfügung. In Weissach ist man derweil in der glücklichen Lage, für Reparaturarbeiten an den Straßen in diesem Jahr mehr Geld zur Verfügung stellen zu können. Etwa 200 000 Euro will die Gemeinde für die Reparatur bereits bekannter Schäden ausgeben, dazu sollen noch einmal etwa 100 000 Euro kommen, die für die Beseitigung der erwarteten Winterschäden angemeldet wurden. Ob die angemeldete Summe aber auch zur Verfügung stehen wird, muss Ende Februar der Gemeinderat in der Haushaltsdebatte entscheiden.
In Weil der Stadt dagegen werde man nur das notwendigste machen, sagt der Kämmerer Reinhard Gaiser. Einige Arbeiten, wie beispielsweise die Sanierung der Hindenburgstraße, die eigentlich für dieses Jahr geplant waren, könne man sich einfach nicht leisten. Für die dringend notwendige Sanierung der Industriestraße in Merklingen sind im noch nicht verabschiedeten Haushalt rund 100 000 Euro vorgesehen. Hinzu kommen noch einmal etwa 265 000 Euro für die Sanierung von Straßen, Pflasterbelägen und Treppenanlagen. Damit bewegt man sich damit etwa in dem Bereich der Ausgaben der letzten Jahre. "Ich würde gerne weniger brauchen aber ich kann nicht", bedauert Gaiser.
Auch in Rutesheim sind die Hauptstraßen weit gehend in einem gutem Zustand, betont Stephan Kimmerling vom Tiefbauamt. Anders sei die Situation in einigen Wohnstraßen, die in den sechziger und siebziger Jahren gebaut wurden. Hier haben sich Risse gebildet, die durch den Wechsel von Tauwetter und Nachtfrost regelrecht aufgesprengt werden. Die Stadt rechnet mit Kosten zwischen 500 und 5000 Euro pro Straße. Ganz anders sieht die Lage in Heimsheim aus. Mit Ausnahme der Wartmauerstraße seien die Wohnstraßen laut Hauptamtsleiter Paul Moch weniger stark beschädigt. In einem schlechten Zustand befänden sich vielmehr die Landesstraßen, vor allem die Verbindungen zwischen Heimsheim und Friolzheim sowie zwischen Heimsheim und Perouse. Diese zu reparieren sei allerdings Aufgabe des Landes. Und die Landesbehörden stellten lieber Schilder auf mit der Aufschrift "Achtung Straßenschäden", berichtet der Hauptamtsleiter halb lachend, halb verärgert.
In Weil der Stadt gibt es in allen Stadtteilen Straßen, die eine neue Asphaltdecke benötigen. Betroffen sind dort vor allem die Panoramastraße, Teile der Hermann-Hesse-Straße, die Alte Renninger Straße, sowie Hindenburgstraße, Aispelstraße und die Industriestraße, berichtet der Kämmerer Reinhard Gaiser. Ähnlich stellt sich die Lage in Weissach dar. "Bei uns gibt es schon ein paar Ecken, in denen man dringend etwas machen müsste", weiß der stellvertretende Ortsbaumeister Wolfgang Schuller. Die Eichenstraße in Weissach sei solch ein Punkt, ebenso die Friedensstraße und die Friedhofstraße in Flacht.
Dem gestiegenen Bedarf an Straßenarbeiten stehen aufgrund der prekären finanziellen Situation der Kommunen vielerorts gekürzte Budgets gegenüber. Nur wenige versuchen ihre Haushaltsposten für die Straßenreparatur zu halten oder gar zu erhöhen. Rund 868 000 Euro seien in den letzten Jahren in Leonberg pro Jahr für Straßensanierungen ausgegeben worden. Werde für die Ausbesserung der Straßen noch weniger Geld eingeplant, so spiele man mit der Substanz, betont Undine Binder-Farr. "Was das bedeutet, konnte man in der ehemaligen DDR beobachten", ergänzt sie.
In Rutesheim dagegen werden 2010 wohl 10 000 Euro weniger für den Unterhalt der Gemeindestraßen zur Verfügung stehen als im Jahr 2009, in dem das Unterhaltungsbudget noch 125 000 Euro betrug. "Wir werden versuchen, mit dem Haushaltsansatz zurechtzukommen", sagt Stephan Kimmerling. Sehe man nach dem Ende des Winters allerdings, dass die Schäden größer als befürchtet sind, müsse man die Sanierungsarbeiten über den Nachtragshaushalt finanzieren.
"Reparaturen müssen selbstverständlich durchgeführt werden", steht in Renningen fest. Wegen der Finanzkrise müsse das Budget, das in den vergangenen Jahren um die 450 000 Euro betragen habe, etwas zurück gefahren werden, bedauert Christof Dustmann. Ganz anders stellt sich die Lage in Mönsheim dar. Dort stehen für Reparaturarbeiten 35 000 Euro zur Verfügung, 10 000 Euro mehr als im Jahr zuvor. Begründet wird die Aufstockung des Etatsdamit, dass an verschiedenen Stellen Schäden bekannt sind, die repariert werden müssen. Als Beispiel nennt der Kämmerer Andreas Scheytt die Mängel an der Stützmauer in der Spreuerbergstraße. Kürzungen beim Sanierungsbudget hält er für wenig sinnvoll. "Wir müssen reparieren. Wenn wir Straßen wegen Schäden sperren müssten, hätten wir auch nichts davon."
In Heimsheim werde man im noch nicht verabschiedeten Haushaltsplan wahrscheinlich die gleiche Summe ansetzen wie in den letzten Jahren auch, sagt der Kämmerer Andreas Bastl. Wird diese Summe akzeptiert, so stehen der Stadt rund 100 000 Euro zur Verfügung. In Weissach ist man derweil in der glücklichen Lage, für Reparaturarbeiten an den Straßen in diesem Jahr mehr Geld zur Verfügung stellen zu können. Etwa 200 000 Euro will die Gemeinde für die Reparatur bereits bekannter Schäden ausgeben, dazu sollen noch einmal etwa 100 000 Euro kommen, die für die Beseitigung der erwarteten Winterschäden angemeldet wurden. Ob die angemeldete Summe aber auch zur Verfügung stehen wird, muss Ende Februar der Gemeinderat in der Haushaltsdebatte entscheiden.
In Weil der Stadt dagegen werde man nur das notwendigste machen, sagt der Kämmerer Reinhard Gaiser. Einige Arbeiten, wie beispielsweise die Sanierung der Hindenburgstraße, die eigentlich für dieses Jahr geplant waren, könne man sich einfach nicht leisten. Für die dringend notwendige Sanierung der Industriestraße in Merklingen sind im noch nicht verabschiedeten Haushalt rund 100 000 Euro vorgesehen. Hinzu kommen noch einmal etwa 265 000 Euro für die Sanierung von Straßen, Pflasterbelägen und Treppenanlagen. Damit bewegt man sich damit etwa in dem Bereich der Ausgaben der letzten Jahre. "Ich würde gerne weniger brauchen aber ich kann nicht", bedauert Gaiser.
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