Nintendo DSi XL Der neue Kleine ist etwas größer
Steffen Haubner, veröffentlicht am 04.03.2010
Stuttgart - Immer kleiner - so hieß jahrelang die Devise der Hardwarehersteller. Nun scheint es in die andere Richtung zu gehen. Nach Apples iPad, das im Grunde ein überdimensionales iPhone ist, verpasst nun auch Nintendo seiner Spielkonsole DS (für Double Screen) neue Maße. Mit einer Bilddiagonalen von 4,2 Zoll (10,7 Zentimeter) sind die beiden Bildschirme nun fast doppelt so groß wie die des DS lite.
Da die Auflösung der mobilen Nintendo-Konsolen mit 256 x 192 Pixeln eher gering ist, befürchtete man beim Hersteller zunächst, dass sich das neue Format negativ auf die Bildqualität auswirken werde. Doch dem ersten Anschein nach ist diese Sorge unberechtigt. Weder bei dem beliebten "Mario Kart" noch beim aktuellen Zelda-Abenteuer "Spirit Tracks" leidet der grafische Gesamteindruck. Dafür hat der Spieler jetzt mehr Überblick über das Geschehen, das Spielen ist weniger anstrengend für die Augen. Bei anderen Titeln, wie etwa den Gehirn-Jogging-Spielen von Dr. Kawashima, ist die Grafik ohnehin von untergeordnetem Interesse.
Doch was steckt tatsächlich hinter der Vergrößerung des Formats? Neue Titel wie die Anfang März erscheinende "Bibliothek der klassischen Bücher" legen den Verdacht nahe, Nintendo wolle nun auf den Spuren von Apple in den E-Book-Markt einsteigen. Das weist man aber bei Nintendo auf Nachfrage weit von sich: Man wolle bei seiner Kernkompetenz bleiben, nämlich Spiele sowohl für Viel- als auch für Gelegenheitsspieler anzubieten.
Unter letzteren gibt es wiederum zwei Zielgruppen, denen das neue Gerätedesign besonders entgegenkommt: Kinder und ältere Menschen. Der DS hat sich mittlerweile auch als Lernkonsole etabliert. Titel wie Mathematiktrainer oder Vokabellernprogramme profitieren von den großzügigeren Bildschirmen.
In den vergangenen Monaten konnte Nintendo auch immer mehr Fans unter den über 45-Jährigen gewinnen. Sogar mancher Senior jenseits der 60 greift mittlerweile zum DS, um Sudokus zu lösen oder sich anderweitig geistig auf Trab zu halten. Dank der besseren Lesbarkeit dürften nun noch einige hinzukommen. Darüber hinaus macht der neue Eingabestift in Form eines Kugelschreibers die Eingabe komfortabler.
Natürlich sind mit den Bildschirmen auch die Außenmaße größer geworden. Für all jene, die den DS gar nicht primär auf Reisen, sondern vor allem daheim verwenden, ist das aber kein Nachteil. Wer bereits einen DSi besitzt, hat indessen kaum einen Grund, auf die XL-Version umzusteigen. Denn technisch hat sich so gut wie nichts geändert, der DSi XL kann nichts, was sein kleiner Bruder nicht auch kann.
Widersprüchliche Angaben macht Nintendo zur Akkulaufzeit. Mit maximal 17 Stunden halte der Neuzugang länger durch als das ältere Modell. Beim Vergleich der von Hersteller angegebenen technischen Details zeigt sich jedoch ein gegenteiliges Bild. Ob bei minimaler oder maximaler Helligkeit: das Gerät mit dem größeren Bildschirmen macht, wie eigentlich auch zu erwarten, ein bis zwei Stunden früher schlapp. Doch letztlich wäre auch eine durchschnittliche Betriebszeit von 15 Stunden ein sehr guter Wert.
Zum Preis von rund 180 Euro - das sind 25 bis 30 Euro mehr als für den DSi - erhält der Käufer zusätzlich drei vorinstallierte Programme: "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging für zwischendurch: Wortspiele", "Wörterbuch 6 in 1 mit Kamerafunktion" und den DSi-Browser zum Surfen im Internet. Der DSi XL erscheint in den Farben Dunkelbraun und Bordeauxrot.
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Da die Auflösung der mobilen Nintendo-Konsolen mit 256 x 192 Pixeln eher gering ist, befürchtete man beim Hersteller zunächst, dass sich das neue Format negativ auf die Bildqualität auswirken werde. Doch dem ersten Anschein nach ist diese Sorge unberechtigt. Weder bei dem beliebten "Mario Kart" noch beim aktuellen Zelda-Abenteuer "Spirit Tracks" leidet der grafische Gesamteindruck. Dafür hat der Spieler jetzt mehr Überblick über das Geschehen, das Spielen ist weniger anstrengend für die Augen. Bei anderen Titeln, wie etwa den Gehirn-Jogging-Spielen von Dr. Kawashima, ist die Grafik ohnehin von untergeordnetem Interesse.
Doch was steckt tatsächlich hinter der Vergrößerung des Formats? Neue Titel wie die Anfang März erscheinende "Bibliothek der klassischen Bücher" legen den Verdacht nahe, Nintendo wolle nun auf den Spuren von Apple in den E-Book-Markt einsteigen. Das weist man aber bei Nintendo auf Nachfrage weit von sich: Man wolle bei seiner Kernkompetenz bleiben, nämlich Spiele sowohl für Viel- als auch für Gelegenheitsspieler anzubieten.
Unter letzteren gibt es wiederum zwei Zielgruppen, denen das neue Gerätedesign besonders entgegenkommt: Kinder und ältere Menschen. Der DS hat sich mittlerweile auch als Lernkonsole etabliert. Titel wie Mathematiktrainer oder Vokabellernprogramme profitieren von den großzügigeren Bildschirmen.
Immer mehr Senioren greifen zum Nintendo
In den vergangenen Monaten konnte Nintendo auch immer mehr Fans unter den über 45-Jährigen gewinnen. Sogar mancher Senior jenseits der 60 greift mittlerweile zum DS, um Sudokus zu lösen oder sich anderweitig geistig auf Trab zu halten. Dank der besseren Lesbarkeit dürften nun noch einige hinzukommen. Darüber hinaus macht der neue Eingabestift in Form eines Kugelschreibers die Eingabe komfortabler.
Natürlich sind mit den Bildschirmen auch die Außenmaße größer geworden. Für all jene, die den DS gar nicht primär auf Reisen, sondern vor allem daheim verwenden, ist das aber kein Nachteil. Wer bereits einen DSi besitzt, hat indessen kaum einen Grund, auf die XL-Version umzusteigen. Denn technisch hat sich so gut wie nichts geändert, der DSi XL kann nichts, was sein kleiner Bruder nicht auch kann.
Widersprüliche Angaben zur Akkulaufzeit
Widersprüchliche Angaben macht Nintendo zur Akkulaufzeit. Mit maximal 17 Stunden halte der Neuzugang länger durch als das ältere Modell. Beim Vergleich der von Hersteller angegebenen technischen Details zeigt sich jedoch ein gegenteiliges Bild. Ob bei minimaler oder maximaler Helligkeit: das Gerät mit dem größeren Bildschirmen macht, wie eigentlich auch zu erwarten, ein bis zwei Stunden früher schlapp. Doch letztlich wäre auch eine durchschnittliche Betriebszeit von 15 Stunden ein sehr guter Wert.
Zum Preis von rund 180 Euro - das sind 25 bis 30 Euro mehr als für den DSi - erhält der Käufer zusätzlich drei vorinstallierte Programme: "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging für zwischendurch: Wortspiele", "Wörterbuch 6 in 1 mit Kamerafunktion" und den DSi-Browser zum Surfen im Internet. Der DSi XL erscheint in den Farben Dunkelbraun und Bordeauxrot.
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