Kommentar zur Cebit Vernetzt und sicher
Judith Weber, veröffentlicht am 06.03.2010
Hannover - Wir leben zweifelsohne in einer vernetzten Welt, wenn auch nicht in dem Maße, in dem es die Aussteller auf der größten Computermesse der Welt, der Cebit, suggerieren wollen. Dennoch: der Großteil der Bürger surft täglich durch das Internet, viele Verbraucher sind dank Netbook oder Smartphone auch unterwegs immer und überall zu erreichen. Wir telefonieren via Skype oder hinterlassen Nachrichten auf den virtuellen Pinnwänden sozialer Netzwerke.
Jeder vierte Deutsche würde sich laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom sogar einen Computerchip unter die Haut setzen lassen, wenn dieser es ihm ermöglichen würde, schneller einzukaufen oder Einlasskontrollen bei der Discothek einfacher passieren zu können.
So viel Bereitschaft zur totalen Vernetzung erschreckt, wenngleich die IT-Unternehmen nicht müde werden, die Vorteile zu betonen. Beispiel Medizintechnik: mit der digitalen Gesundheitskarte ließen sich wichtige Patienteninformationen gebündelt speichern und an Ärzte weiterleiten. Das könnte letztlich die medizinische Diagnose und Behandlung erleichtern.
Deshalb spielt auch das Thema E-Health in diesem Jahr wieder eine Rolle auf der Cebit. Banken und Finanzdienstleister könnten Versandkosten sparen, wenn es ihnen rechtlich möglich wäre, die Kunde über Kontostände oder Policeänderungen per Handy oder E-Mail zu informieren - von den Einsparpotenzialen bei Kommunen ganz zu schweigen. Auch der Mittelständler könnte seine Finanzlage verbessern, indem er auf den Serverpark im eigenen Haus verzichtet und die komplette IT-Infrastruktur in die Hände großer Konzerne wie Microsoft, T-Systems oder Amazon legte.
Sie stellen dafür riesige Rechenzentren mit gigantischen Kapazitäten bereit und präsentierten auf der Cebit das "Cloud Computing" als einen der Höhepunkte 2010.
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So viel Bereitschaft zur totalen Vernetzung erschreckt, wenngleich die IT-Unternehmen nicht müde werden, die Vorteile zu betonen. Beispiel Medizintechnik: mit der digitalen Gesundheitskarte ließen sich wichtige Patienteninformationen gebündelt speichern und an Ärzte weiterleiten. Das könnte letztlich die medizinische Diagnose und Behandlung erleichtern.
Die Vorhaben sind von gestern
Deshalb spielt auch das Thema E-Health in diesem Jahr wieder eine Rolle auf der Cebit. Banken und Finanzdienstleister könnten Versandkosten sparen, wenn es ihnen rechtlich möglich wäre, die Kunde über Kontostände oder Policeänderungen per Handy oder E-Mail zu informieren - von den Einsparpotenzialen bei Kommunen ganz zu schweigen. Auch der Mittelständler könnte seine Finanzlage verbessern, indem er auf den Serverpark im eigenen Haus verzichtet und die komplette IT-Infrastruktur in die Hände großer Konzerne wie Microsoft, T-Systems oder Amazon legte.
Sie stellen dafür riesige Rechenzentren mit gigantischen Kapazitäten bereit und präsentierten auf der Cebit das "Cloud Computing" als einen der Höhepunkte 2010.
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