Ausschuss-Bericht zu Winnenden
Konsequenzen aus dem Amoklauf
dpa/lsw, veröffentlicht am 09.03.2010
Stuttgart - Mehr Schulpsychologen und Beratungslehrer sollen einen Amoklauf wie den von Winnenden an Südwest-Schulen unwahrscheinlicher machen. Ganz ausschließen könne man eine solche Bluttat aber nie, sagte der Vorsitzende des Sonderausschusses des Landtags zu den Konsequenzen aus dem Amoklauf, Christoph Palm (CDU), am Dienstag in Stuttgart. "Es gibt keinen Königsweg." Er präsentierte den fast 900 Seiten starken Bericht des Abgeordneten-Gremiums, der rund 70 Vorschläge des Expertengremiums der Landesregierung aufgreift und sie um 39 weitere ergänzt.
Gefordert werden etwa 250 zusätzliche Stellen für Beratungslehrer und Gewaltpräventionsberater sowie eine Verdopplung der Zahl der Schulpsychologen auf 200. Ein verbindliches Anti-Gewalt-Programm soll Kindern und Jugendlichen an allen Schulen helfen, sich aufgehoben und unterstützt zu fühlen.
Würden alle Vorschläge umgesetzt, müsste das Land 30 Millionen Euro zahlen, davon den größten Teil jährlich. Palm sagte, die Finanzierung über einen Nachtragshaushalt sei bereits für dieses Jahr gesichert. Der Landtag stimmt über die Vorschläge an diesem Donnerstag ab, an dem sich der Amoklauf in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) und Wendlingen (Kreis Esslingen) mit 16 Toten jährt.
Meinungsunterschiede zwischen den Fraktionen, die den Ausschuss gemeinsam eingesetzt hatten, ergaben sich bei den Themen Schulsozialarbeit und Waffenrecht. Die oppositionellen Grünen und die SPD fordern, dass das Land die derzeit von den Kommunen getragene Schulsozialarbeit wieder mitfinanziert. Die Grünen wollen die Zahl der Schulsozialarbeiter mittelfristig auf 2500 verfünffachen. Beim Waffenrecht dringt die SPD auf ein Verbot großkalibriger Waffen in Privatbesitz; die Grünen wollen die Amnestie für die Abgabe von Waffen von Privatleuten verlängern.
Gefordert werden etwa 250 zusätzliche Stellen für Beratungslehrer und Gewaltpräventionsberater sowie eine Verdopplung der Zahl der Schulpsychologen auf 200. Ein verbindliches Anti-Gewalt-Programm soll Kindern und Jugendlichen an allen Schulen helfen, sich aufgehoben und unterstützt zu fühlen.
Würden alle Vorschläge umgesetzt, müsste das Land 30 Millionen Euro zahlen, davon den größten Teil jährlich. Palm sagte, die Finanzierung über einen Nachtragshaushalt sei bereits für dieses Jahr gesichert. Der Landtag stimmt über die Vorschläge an diesem Donnerstag ab, an dem sich der Amoklauf in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) und Wendlingen (Kreis Esslingen) mit 16 Toten jährt.
Meinungsunterschiede zwischen den Fraktionen, die den Ausschuss gemeinsam eingesetzt hatten, ergaben sich bei den Themen Schulsozialarbeit und Waffenrecht. Die oppositionellen Grünen und die SPD fordern, dass das Land die derzeit von den Kommunen getragene Schulsozialarbeit wieder mitfinanziert. Die Grünen wollen die Zahl der Schulsozialarbeiter mittelfristig auf 2500 verfünffachen. Beim Waffenrecht dringt die SPD auf ein Verbot großkalibriger Waffen in Privatbesitz; die Grünen wollen die Amnestie für die Abgabe von Waffen von Privatleuten verlängern.
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