Wir haben es ja schon immer geahnt: Es ist äußerst fahrlässig gewesen, die Taxi-Einheitsfarbe aufzugeben. Denn würde noch immer für alle der Elfenbeinton gelten, wäre zwei Männern in der Nacht auf Dienstag ein folgenschweres Missgeschick wohl nicht unterlaufen. So aber nahm das Unheil seinen Lauf, als sie offenbar außer Stande waren, einen blau-silbernen Vito-Polizeiwagen von einem Taxi zu unterscheiden.
Ist ja bei Dunkelheit und mit ein paar Gläschen intus auch ein schwierig Ding. Möglich ist auch, dass es den beiden mutmaßlichen Dieben – denn um solche handelt es sich – an Kernkompetenzen mangelte, die offenbar auch in ihrem Job nicht zu vernachlässigen sind. Lesen zum Beispiel. Die Wörter "Taxi" und "Polizei" sind eben schwer auseinander zu halten, dass muss man akzeptieren.
Die Geschichte jedenfalls trug sich wie folgt zu: Die 45 und 49 Jahre alten Leonberger waren auf noch ungeklärte Weise ins Pflegeheim an der Seestraße gelangt – und zwar nicht, um sich frühzeitig über das Angebot der Einrichtung zu informieren. Ihr Interesse war materieller Natur: Ein Flachbild-Fernseher, ein Videorecorder und ein DVD-Spieler fanden ihren Zuspruch. Blöderweise hatten sie durch ihr unbefugtes Betreten des Heims einen stillen Alarm ausgelöst, so dass der Pflegedienst die Polizei alarmieren konnte.
Dennoch entwischte das Duo, bevor die erste Streife eintraf. Nach getaner Arbeit war es den Männern aber offenbar zu beschwerlich, ihr mühsam ergaunertes Gut nach Hause zu tragen. Wiegt ja auch was, so ein Fernseher, und ist obendrein sperrig, bei 106 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Kurzerhand bestellten sich die Herren ein Taxi und postierten sich in der Arndtstraße, um auf selbiges zu warten. Inzwischen allerdings waren auch einige Fahndungsstreifen im Einsatz, von denen eine just die Arndtstraße entlang fuhr, kaum eine viertel Stunde nach dem Alarm. Und da entdeckten die Beamten zwei Gestalten am Straßenrand, und auf einem Mauersockel neben ihnen allerlei Gerätschaften, einen Fernseher beispielsweise, einen Videorecorder und einen DVD-Spieler.
Doch angesichts des nahenden Polizei-Autos suchten die Männer nicht etwa das Weite – wie man vermuten könnte. Ganz im Gegenteil: Sie schienen hoch erfreut zu sein, winkten und gestikulierten, auf dass das Fahrzeug anhalte und sie ihre Ware einladen konnten. Selbst als alles verstaut war und sie selbst im Auto saßen, schienen sie noch nicht zu realisieren, dass Taxifahrer mittlerweile Uniformen tragen, die denen der Polizei verdächtig ähnlich sind. Erst das Klicken der Handschellen machte ihnen die grausame Realität bewusst.
Während Frank Natterer, Sprecher der Polizeidirektion Böblingen, vornehm formuliert, die Beamten hätten "sicherlich innerlich geschmunzelt", ist dem Leonberger Revierleiter Markus Geistler klar: "Da lachen sich die Kollegen kaputt." Außerdem werde es der Polizei oft genug schwer gemacht, findet Geistler. Da sei es nur fair, dass es auch solche Fälle gebe. "Wir fordern mehr dumme Diebe", könnte für die Beamten da eine Schlussfolgerung aus den Erlebnissen von Montagnacht sein.
Dass sie für so viel Heiterkeit sorgen, wird die zwei dummdreisten Diebe indes kaum amüsieren. Vermutlich ist es ihnen auch kein Trost, dass sie ihre Taxifahrt nicht einmal bezahlen mussten – und dass das georderte Taxi tatsächlich noch kam. Immerhin ist das einschlägig vorbestrafte Duo nach seiner Freifahrt zum Revier wieder auf freiem Fuß – und wartet auf Post von der Staatsanwaltschaft. In der Hoffnung, dass es die dann auch lesen kann.
Die Geschichte jedenfalls trug sich wie folgt zu: Die 45 und 49 Jahre alten Leonberger waren auf noch ungeklärte Weise ins Pflegeheim an der Seestraße gelangt – und zwar nicht, um sich frühzeitig über das Angebot der Einrichtung zu informieren. Ihr Interesse war materieller Natur: Ein Flachbild-Fernseher, ein Videorecorder und ein DVD-Spieler fanden ihren Zuspruch. Blöderweise hatten sie durch ihr unbefugtes Betreten des Heims einen stillen Alarm ausgelöst, so dass der Pflegedienst die Polizei alarmieren konnte.
Dennoch entwischte das Duo, bevor die erste Streife eintraf. Nach getaner Arbeit war es den Männern aber offenbar zu beschwerlich, ihr mühsam ergaunertes Gut nach Hause zu tragen. Wiegt ja auch was, so ein Fernseher, und ist obendrein sperrig, bei 106 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Kurzerhand bestellten sich die Herren ein Taxi und postierten sich in der Arndtstraße, um auf selbiges zu warten. Inzwischen allerdings waren auch einige Fahndungsstreifen im Einsatz, von denen eine just die Arndtstraße entlang fuhr, kaum eine viertel Stunde nach dem Alarm. Und da entdeckten die Beamten zwei Gestalten am Straßenrand, und auf einem Mauersockel neben ihnen allerlei Gerätschaften, einen Fernseher beispielsweise, einen Videorecorder und einen DVD-Spieler.
Doch angesichts des nahenden Polizei-Autos suchten die Männer nicht etwa das Weite – wie man vermuten könnte. Ganz im Gegenteil: Sie schienen hoch erfreut zu sein, winkten und gestikulierten, auf dass das Fahrzeug anhalte und sie ihre Ware einladen konnten. Selbst als alles verstaut war und sie selbst im Auto saßen, schienen sie noch nicht zu realisieren, dass Taxifahrer mittlerweile Uniformen tragen, die denen der Polizei verdächtig ähnlich sind. Erst das Klicken der Handschellen machte ihnen die grausame Realität bewusst.
Während Frank Natterer, Sprecher der Polizeidirektion Böblingen, vornehm formuliert, die Beamten hätten "sicherlich innerlich geschmunzelt", ist dem Leonberger Revierleiter Markus Geistler klar: "Da lachen sich die Kollegen kaputt." Außerdem werde es der Polizei oft genug schwer gemacht, findet Geistler. Da sei es nur fair, dass es auch solche Fälle gebe. "Wir fordern mehr dumme Diebe", könnte für die Beamten da eine Schlussfolgerung aus den Erlebnissen von Montagnacht sein.
Dass sie für so viel Heiterkeit sorgen, wird die zwei dummdreisten Diebe indes kaum amüsieren. Vermutlich ist es ihnen auch kein Trost, dass sie ihre Taxifahrt nicht einmal bezahlen mussten – und dass das georderte Taxi tatsächlich noch kam. Immerhin ist das einschlägig vorbestrafte Duo nach seiner Freifahrt zum Revier wieder auf freiem Fuß – und wartet auf Post von der Staatsanwaltschaft. In der Hoffnung, dass es die dann auch lesen kann.
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