Kuriosum am Bodensee
Zugvögel im Rückwärtsgang
dpa/lsw, veröffentlicht am 11.03.2010
Konstanz - Der strenge Winter hat zu einem Kuriosum am Bodensee geführt: Etliche Zugvögel haben auf dem Weg zu ihren Brutplätzen im Norden wieder kehrtgemacht und bevölkern nun die Bodenseeregion. "Vögel haben die Fähigkeit, die Notbremse zu ziehen und den Rückwärtsgang einzulegen", sagte der Konstanzer Vogelschutzexperte Harald Jacoby am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht des "Südkuriers". Andere Tiere haben ihre Reise in den Norden oder Nordosten gleich abgebrochen und warten am Bodensee auf den Frühling. Das Gebiet um den 536 Quadratkilometer großen See ist bedeutender Rastplatz und Winterquartier für bis zu 250.000 Vögel.
Zu diesem sogenannten Umkehrzug der Vögel auf ihrem Weg aus Südeuropa oder Nordafrika nach Nordeuropa haben nach Jacobys Angaben die höheren Schneemengen im Norden und der orkanartige Nordostwind der vergangenen Tage beigetragen. Gegen den Sturm zu fliegen hätte zu viel Energie erfordert. Und auf den hartgefrorenen Böden im Norden finden sie kaum Nahrung. Dass sich die Zugvögel je nach Temperatur wieder zurückziehen, gehöre zu ihrer Überlebensstrategie. "Aber in dieser Heftigkeit ist es wirklich sehr selten", meinte der Experte der Naturschutzorganisation Nabu.
So sind auf den verschneiten Wiesen und in Gärten am Bodensee Vogelarten anzutreffen, die sonst in der ersten Märzhälfte längst wieder in der Heimat sind und ihre Jungen aufziehen. Dazu gehören die Singdrosseln, die Feldlerchen und vor allem die Kiebitze.
Zu diesem sogenannten Umkehrzug der Vögel auf ihrem Weg aus Südeuropa oder Nordafrika nach Nordeuropa haben nach Jacobys Angaben die höheren Schneemengen im Norden und der orkanartige Nordostwind der vergangenen Tage beigetragen. Gegen den Sturm zu fliegen hätte zu viel Energie erfordert. Und auf den hartgefrorenen Böden im Norden finden sie kaum Nahrung. Dass sich die Zugvögel je nach Temperatur wieder zurückziehen, gehöre zu ihrer Überlebensstrategie. "Aber in dieser Heftigkeit ist es wirklich sehr selten", meinte der Experte der Naturschutzorganisation Nabu.
So sind auf den verschneiten Wiesen und in Gärten am Bodensee Vogelarten anzutreffen, die sonst in der ersten Märzhälfte längst wieder in der Heimat sind und ihre Jungen aufziehen. Dazu gehören die Singdrosseln, die Feldlerchen und vor allem die Kiebitze.
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