Gegen Bundestrend
Mehr Badetote im Südwesten
dpa/lsw, veröffentlicht am 11.03.2010
Stuttgart - Die Zahl der Badetoten ist in Baden-Württemberg 2009 entgegen dem Bundestrend deutlich gestiegen. 61 Menschen verloren im Wasser ihr Leben, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Hannover bekanntgab. 2008 waren es 47. Bundesweit blieb die Zahl mit 474 Ertrunkenen nahezu stabil. Unter den Bundesländern belegte der Südwesten im vergangenen Jahr den dritten Platz nach Bayern und Niedersachsen und vor Nordrhein-Westfalen. Unter den Badetoten waren 43 Männer und 18 Frauen. Mit 29 ertranken die meisten in Bächen und Flüssen. 25 Schwimmer starben in Seen und Teichen. Der Rest entfällt auf Unfälle in Schwimmbädern und Gartenteichen.
"Die meisten Binnengewässer sind unbewacht, Schwimmer und Badegäste gehen dort ein hohes Risiko ein", sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens der Mitteilung zufolge. Zugleich setzte sich 2009 der Trend fort, dass immer mehr ältere Badegäste ertrinken. In Baden- Württemberg bezahlten 24 Menschen ab 61 Jahren den Badespaß mit dem Leben. 2008 waren es 11. Als Gründe dafür nannte Wilkens mangelnde Schwimmfähigkeit der Senioren. In einer repräsentativen Studie hätten bundesweit nur 44 Prozent der über 60-Jährigen angegeben, dass sie schwimmen können.
Auch die Zahl tödlich verunglückter Kleinkinder hat weiter zugenommen. Im vergangenen Jahr ertranken in Baden-Württemberg fünf Kinder im Alter bis zu fünf Jahren im Vergleich zu zwei im Jahr 2008. Dazu trägt aus Sicht der DLRG mangelnde Aufsichtspflicht bei, denn viele der Vorschulkinder könnten noch nicht schwimmen. Die Organisation will künftig vermehrt auch Kindergartenpersonal zu Rettungsschwimmern ausbilden und als Schwimmlehrer qualifizieren.
www.dlrg.de
"Die meisten Binnengewässer sind unbewacht, Schwimmer und Badegäste gehen dort ein hohes Risiko ein", sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens der Mitteilung zufolge. Zugleich setzte sich 2009 der Trend fort, dass immer mehr ältere Badegäste ertrinken. In Baden- Württemberg bezahlten 24 Menschen ab 61 Jahren den Badespaß mit dem Leben. 2008 waren es 11. Als Gründe dafür nannte Wilkens mangelnde Schwimmfähigkeit der Senioren. In einer repräsentativen Studie hätten bundesweit nur 44 Prozent der über 60-Jährigen angegeben, dass sie schwimmen können.
Auch die Zahl tödlich verunglückter Kleinkinder hat weiter zugenommen. Im vergangenen Jahr ertranken in Baden-Württemberg fünf Kinder im Alter bis zu fünf Jahren im Vergleich zu zwei im Jahr 2008. Dazu trägt aus Sicht der DLRG mangelnde Aufsichtspflicht bei, denn viele der Vorschulkinder könnten noch nicht schwimmen. Die Organisation will künftig vermehrt auch Kindergartenpersonal zu Rettungsschwimmern ausbilden und als Schwimmlehrer qualifizieren.
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