Konvent für Deutschland Konservativ-liberaler Beraterkreis

StZ, veröffentlicht am 13.03.2010

Konvent


Die Gründung des Konvents für Deutschland 2003 geht auf die Initiative von Hans-Olaf Henkel, Roland Berger (Berater) und Manfred Pohl (Unternehmenshistoriker) zurück. Vorsitzender ist Altbundespräsident Roman Herzog. Zum Konventkreis gehören unter anderem Jutta Limbach und Erwin Teufel.


Geldgeber


Der Konvent gilt als konservativ-liberales Beratungsgremium wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Zu den Geldgebern gehören Unternehmen wie die Deutsche Bank, RWE und die Bank of America.

Autor


Henkels jüngstes Buch "Die Abwracker – Wie Zocker und Politiker unsere Zukunft verspielen" ist im November 2009 erschienen und steht auf den Bestsellerlisten.


Kommentare (3)
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Landauer ,
14.03.2010
Dieser neokapitalistische Lobby-Club,
vorneweg ein Herr Henkel, wird nicht müde, immer wieder seine wie in Gebetsmühlen wiederholten Thesen marktschreierisch zu verkünden:


1. Deutschland ist international nicht konkurrenzfähig - aber weshalb sind wir Exportweltmeister nach China! So dumm kann doch niemand sein, dass er einen Henkelschen Schwachsinn glaubt.

2. Deutschland kann sich die sozialen Lasten nicht mehr leisten - ja wenn die Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe bestimmter Kreise nicht da wären, die sich volkswirtschaftlich verheerend schädlich auswirken!

3. die Lohnnebenkosten sind zu hoch - Deshalb wird die asoziale FDP-Kopfpauschale anvisiert. Beitrag der Putzfrau des Herrn Henkel gleich hoch wie beim Prinzipal.

4. die Löhne sind zu hoch - dann am besten € 1.-Jobber, Schlecker bezahlt ja schon zuviel!! Und sich wundern, dass keine Mehrwertsteuer in die Staatskassen kommt, nichts an die Sozialkassen fließt. Die miese Binnenkonjunktur zeigt doch die ganze Misere einer solchen "Politik"

5. die Steuern für Unternehmen sind zu hoch - deswegen laufen die Milliardenbetrügerein am Finanzamt vorbei. Merke: es bleiben Betrüger, die auch ihr eigenes Personal betrügen!

6. die Kräfte des Marktes regeln alles ohne staatliche Eingriffe besser - diese penetrante Dummheit von Lobby- Meinungsproduzenten hat sich in der Zockerei der Banken als restlos verlogen herausgestellt. Jetzt müssen doch die dummen Bürger für die Hochstapler und iedologischen Freunde Henkels einspringen.

7. Privatisierung staatlicher Unternehmen schaffen ein besseres Preisleistungsverhältnis und besseren Service - weshalb wohl kaufen Städte ihre aus Dummheit verscherbelten kommunalen Einrichtungen teuer zurück? Die angestrebte Privatisierung der Bahn ist doch das deutlichste Rot-Signal, wie man einen guten Betrieb krankschrumpfen kann. Henkels Freund Mehdorn hat's geschafft!

8. Deutschland erstickt an seiner Bürokratie - die aber brutalstmöglich ausgenützt wird von cleveren Wirtschaftsanwälten und -juristen der Unternehmen ausgenützt wird. Subventionen lassen herzlich grüßen.

Dann war da noch die Sache mit der “eigenen Meinung”, in der Henkel allzu sehr darauf hindeutet, dass es zu viele Menschen gibt, die gar keine Meinung und schon gar keine “eigene” haben.

An die Think Tanks und an Herrn Henkel zum Schluss meine Meinung:
Wenn du einen Menschen zum Schweigen gebracht hast, hast du ihn noch lange nicht von deiner Meinung überzeugt.

Pfüat di, Herr Henkel. Bis gestern!