Friedensschlag
Mit geballter Faust zurück ins Leben
Ina Hochreuther, veröffentlicht am 15.04.2010
Filmbeschreibung
Treten und schlagen, bis sich der andere nicht mehr rührt: immer öfter schrecken uns Berichte über Jugendgewalt auf, die aus Nichtigkeiten hervorbricht. Für die Ursachen der Verrohung bekommt man auch in Gerardo Milszteins Dokumentarfilm "Friedensschlag" keine Erklärung, man lernt aber fünf perspektivlose, gewaltbereite junge Männer und ein bemerkenswertes Projekt kennen. Die Produzenten der erfolgreichen Dokumentation "Rhythm is it!" widmen sich hier wieder dem Thema Bildung für Außenseiter.
Eftal, Marco, Josef, Denis und Juan sind Schlägertypen mit einem langen Vorstrafenregister. Sie haben die Chance, sich ein Jahr lang bei der Münchner Work & Box Company zu bewähren, statt in den Knast zu wandern. Vor acht Jahren initiierten der Unternehmer Rupert Voss und der Familientherapeut Werner Makella diese privat organisierte Resozialisierungsmaßnahme.
Der Name "Work & Box" ist Programm: Beim Boxtraining geht es weniger ums Dampfablassen als darum, Regeln zu lernen und eigenen Ängsten und Schwächen ins Auge zu sehen. Im Schreinereibetrieb werden Erfahrungen mit der Arbeitswelt gesammelt, wobei die konkrete Unterstützung bei der Suche nach einem Job wichtiger Bestandteil ist. Die Erfolgsquote beeindruckt: Laut Filmabspann schaffen achtzig Prozent der Delinquenten den Weg aus Orientierungslosigkeit und blinder Wut in gesellschaftliche Normalität.
Der Regisseur Gerardo Milsztein verhehlt denn auch nicht seine Bewunderung für die coolen, energischen und höchst engagierten Projektverantwortlichen. Stellenweise mutet "Friedensschlag" mit seinen ästhetisierenden Bildern fast wie ein Imagefilm der Work & Box Company an. Nicht immer wird klar, wann diese Dokumentation ihre Szenen inszeniert und wann der auch die Kamera führende Filmemacher einfach Glück hatte, eine bestimmte Situation einzufangen. Immerhin, es geht um eine sinnvolle Sache, die ein wenig Werbung verdient hat.
Eftal, Marco, Josef, Denis und Juan sind Schlägertypen mit einem langen Vorstrafenregister. Sie haben die Chance, sich ein Jahr lang bei der Münchner Work & Box Company zu bewähren, statt in den Knast zu wandern. Vor acht Jahren initiierten der Unternehmer Rupert Voss und der Familientherapeut Werner Makella diese privat organisierte Resozialisierungsmaßnahme.
Der Name "Work & Box" ist Programm: Beim Boxtraining geht es weniger ums Dampfablassen als darum, Regeln zu lernen und eigenen Ängsten und Schwächen ins Auge zu sehen. Im Schreinereibetrieb werden Erfahrungen mit der Arbeitswelt gesammelt, wobei die konkrete Unterstützung bei der Suche nach einem Job wichtiger Bestandteil ist. Die Erfolgsquote beeindruckt: Laut Filmabspann schaffen achtzig Prozent der Delinquenten den Weg aus Orientierungslosigkeit und blinder Wut in gesellschaftliche Normalität.
Der Regisseur Gerardo Milsztein verhehlt denn auch nicht seine Bewunderung für die coolen, energischen und höchst engagierten Projektverantwortlichen. Stellenweise mutet "Friedensschlag" mit seinen ästhetisierenden Bildern fast wie ein Imagefilm der Work & Box Company an. Nicht immer wird klar, wann diese Dokumentation ihre Szenen inszeniert und wann der auch die Kamera führende Filmemacher einfach Glück hatte, eine bestimmte Situation einzufangen. Immerhin, es geht um eine sinnvolle Sache, die ein wenig Werbung verdient hat.
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