Bewegte Bilder über eine bewegte Geschichte
Artikel aus der NECKAR vom 23.04.2010
Karl Kurz ist ein Ur-Sommerrainer und fast so alt wie das Quartier, in dem er seit seiner Geburt lebt. Sein Haus hatten damals die Großeltern gekauft, und Karl Kurz sah in den vergangenen 74 Jahren keinen Anlass, die eigenen vier Wände zu verlassen. Gelernt hat er in Cannstatt, beruflich verschlug es ihn allerdings schließlich als Ingenieur nach Kirchheim/Teck. Trotzdem ist Kurz ein Sommerrainer geblieben, 37 Jahre tat er seinen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Deshalb hat der Hobbyfilmer aus Passion auch nicht gezögert, als vor einigen Monaten das Organisationsteam "75 Jahre Sommerrain" zu ihm kam, mit der Bitte, seine Fähigkeiten in den Dienst seines Quartiers zu stellen. Einen Film über die vergangenen 75 Jahre im Sommerrain plante die Mannschaft um den Feuerwehrkommandanten Hans-Peter Abt und Helmut Dikel vom örtlichen Sicherheitsbeirat. "Eine Festschrift wäre wesentlich teurer geworden, und ein Film ist auch viel zeitgemäßer", sagt Dikel.
Monatelang haben die Sommerrainer, beraten vom Cannstatter Historiker Olaf Schulze, Bilder, Akten und Urkunden ausgewertet, und ein Manuskript ausgearbeitet. Karl Kurz hat anschließend Bild, Ton und Musik in seinem kleinen Studio unter dem Dach an zwei breiten Computerbildschirmen zusammengesetzt. Noch vor ein paar Tagen hat Kurz am Ende des 39 Minuten langen Films herumgeschnitten, bis er sich irgendwann sagte: "Jetzt ist Schluss." Nun ist der Streifen fertig und wird morgen auf dem Festakt uraufgeführt.
Während seiner Arbeit hat Kurz eine Menge Neues gelernt über den Sommerrain. Er wusste bisher nicht, dass das Quartier seine Existenz der Geschäftstüchtigkeit von rund einem Dutzend Stuttgarter Handwerksbetrieben verdankt, die 1933 die Schwäbische Siedlungsgesellschaft gründeten und den Neubau von Häusern im Sommerrain vermarkteten. 1935 wurden die ersten Häuser bezogen, das Heim von Karl Kurz gehörten zu den ersten, die gebaut worden waren. Ins selbe Jahr fiel auch die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, die jetzt ebenfalls 75 Jahre alt ist.
"Es war aber auch eine Zeitreise in meine eigene Geschichte", sagt Kurz. Er erinnerte sich zum Beispiel an die vielen angsterfüllten Stunden im Luftschutzkeller, als draußen während des Weltkrieges die Bomben fielen und drinnen der kleine Karl ausharren musste, die kaputte Modellbahnlokomotive, sein liebstes Stück, in der Hand. Ihm war einmal beim Rennen der Rucksack vom Rücken gerutscht, die kleine Lokomotive hatte es nicht überstanden.
Die DVD mit dem Film, in dem viele Sommerrainer zu Wort kommen, ist voll mit Geschichten aus dem Quartier. Auch wenn der eigentliche Film fertig ist, arbeitet Karl Kurz immer noch an seinem Schnittplatz. Zurzeit bastelt er die zahllosen digitalisierten Dokumente aus der Sommerrainer Geschichte zu einem kleinen Archiv zusammen, das später einmal ebenfalls auf der DVD zu finden sein wird. Auf diese elegante Weise wird auch ein Problem gelöst, mit dem die Macher die ganze Zeit zu kämpfen hatten: "Es war so viel Material", sagt Kurz, "und eigentlich ist der Film schon viel zu lang geworden." Im Sommer soll dann die komplette DVD mit Film und Hintergrundinformationen fertig sein.
Deshalb hat der Hobbyfilmer aus Passion auch nicht gezögert, als vor einigen Monaten das Organisationsteam "75 Jahre Sommerrain" zu ihm kam, mit der Bitte, seine Fähigkeiten in den Dienst seines Quartiers zu stellen. Einen Film über die vergangenen 75 Jahre im Sommerrain plante die Mannschaft um den Feuerwehrkommandanten Hans-Peter Abt und Helmut Dikel vom örtlichen Sicherheitsbeirat. "Eine Festschrift wäre wesentlich teurer geworden, und ein Film ist auch viel zeitgemäßer", sagt Dikel.
Monatelang haben die Sommerrainer, beraten vom Cannstatter Historiker Olaf Schulze, Bilder, Akten und Urkunden ausgewertet, und ein Manuskript ausgearbeitet. Karl Kurz hat anschließend Bild, Ton und Musik in seinem kleinen Studio unter dem Dach an zwei breiten Computerbildschirmen zusammengesetzt. Noch vor ein paar Tagen hat Kurz am Ende des 39 Minuten langen Films herumgeschnitten, bis er sich irgendwann sagte: "Jetzt ist Schluss." Nun ist der Streifen fertig und wird morgen auf dem Festakt uraufgeführt.
Während seiner Arbeit hat Kurz eine Menge Neues gelernt über den Sommerrain. Er wusste bisher nicht, dass das Quartier seine Existenz der Geschäftstüchtigkeit von rund einem Dutzend Stuttgarter Handwerksbetrieben verdankt, die 1933 die Schwäbische Siedlungsgesellschaft gründeten und den Neubau von Häusern im Sommerrain vermarkteten. 1935 wurden die ersten Häuser bezogen, das Heim von Karl Kurz gehörten zu den ersten, die gebaut worden waren. Ins selbe Jahr fiel auch die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, die jetzt ebenfalls 75 Jahre alt ist.
"Es war aber auch eine Zeitreise in meine eigene Geschichte", sagt Kurz. Er erinnerte sich zum Beispiel an die vielen angsterfüllten Stunden im Luftschutzkeller, als draußen während des Weltkrieges die Bomben fielen und drinnen der kleine Karl ausharren musste, die kaputte Modellbahnlokomotive, sein liebstes Stück, in der Hand. Ihm war einmal beim Rennen der Rucksack vom Rücken gerutscht, die kleine Lokomotive hatte es nicht überstanden.
Die DVD mit dem Film, in dem viele Sommerrainer zu Wort kommen, ist voll mit Geschichten aus dem Quartier. Auch wenn der eigentliche Film fertig ist, arbeitet Karl Kurz immer noch an seinem Schnittplatz. Zurzeit bastelt er die zahllosen digitalisierten Dokumente aus der Sommerrainer Geschichte zu einem kleinen Archiv zusammen, das später einmal ebenfalls auf der DVD zu finden sein wird. Auf diese elegante Weise wird auch ein Problem gelöst, mit dem die Macher die ganze Zeit zu kämpfen hatten: "Es war so viel Material", sagt Kurz, "und eigentlich ist der Film schon viel zu lang geworden." Im Sommer soll dann die komplette DVD mit Film und Hintergrundinformationen fertig sein.
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