Nach Protesten der Verbraucherschützer Google gibt Datenpanne zu
apn, veröffentlicht am 15.05.2010
San Francisco - Der Internet-Konzern Google hat eingeräumt, in den vergangenen vier Jahren rund 600 Gigabyte an Daten aus WLAN-Netzen weltweit abgegriffen zu haben. Das Unternehmen entschuldigte sich am Freitag auf seiner Website für die Erfassung der Daten, die unabsichtlich erfolgt sei. Man sei auf das Problem erst durch eine entsprechende Anfrage des deutschen Verbraucherschutzministeriums aufmerksam geworden, erklärte der Konzern.
Das Bundesverbraucherministerium hatte Google Ende April aufgefordert offenzulegen, welche Daten bei der Erstellung des umstrittenen Programms Street View gesammelt würden. Anlass waren Beschwerden von Datenschützern, der Konzern filme nicht nur Straßenansichten, sondern kartografiere sämtliche WLAN-Netze von Unternehmen und Haushalten. Google hat dies bereits eingeräumt. Neu ist aber das Eingeständnis des Konzerns, dass dabei auch über die WLAN-Netze gesendete Daten erfasst wurden. Diese sollen nun mit Einverständnis der Regierungen der 30 betroffenen Länder gelöscht werden, wie Google erklärte.
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