Honda CR-Z
Flitzer mit grünem Herz
Gundel Jacobi, veröffentlicht am 23.05.2010
Mit dem CR-Z hat Honda nicht nur lange nach dem legendären CR-X wieder ein kleines, sportliches Coupé im Programm. Der Hersteller bietet auch gleichzeitig ein erschwingliches Hybridfahrzeug an. Rein elektrisch kann der Zweitürer aber nicht fahren.
Wer in den 1980er Jahren einen heißen Reifen fahren und nicht sein gesamtes Vermögen ausgeben wollte, griff gern zu einem Honda CR-X. Dieses flotte Coupé sprach aber nicht nur den Junior mit frisch erworbenem Führerschein oder den reiferen Familienvater mit juckendem Gasfuß an, der CR-X galt auch als Sekretärinnen-Porsche - aber nicht nur Frauen erlagen dem Reiz des schnittigen Japaners. Diese Zeiten möchte Honda mit dem Nachfahren des Heißsporns von damals nun wieder aufleben lassen: Der CR-Z weckt Erinnerungen und ist doch ganz anders. Denn der kleine Sportler zeigt sich mit seinem Hybridantrieb recht innovativ.
Männer locken und Frauen nicht verprellen ist heutzutage gar nicht so einfach, da der mahnende Finger des Umweltschützers über allem wacht. Die Honda-Verkaufsstrategen haben sich dazu etwas einfallen lassen: Einerseits ist die gesamte Leistung aus Benzin- und Elektromotor von 91 kW (124 PS) nicht jenseits von Gute und Böse, andererseits spielt der CR-Z in der Liga politisch korrekter Hybridmodelle - ein cleverer Schachzug.
Honda-Pressesprecher Alexander Heintzel macht zudem keinen Hehl daraus, dass "niemand dieses Modell allein deshalb kauft, um einen sparsamen Hybriden zu fahren. Der Elektromotor soll zusätzlichen Schub geben." Und genau dies tut die 10 kW (14 PS) starke E-Maschine. Das heißt: Rein elektrisch fahren kann man mit dem CR-Z nicht. Der Stromantrieb ist einzig dazu da, um den 1,5 Liter großen Benziner wie mit einem kleinen Turbolader zusätzlich zu befeuern.
Trotzdem ist der zackig gezeichnete CR-Z keine Mogelpackung, im Gegenteil: Mittels Tastendruck darf der Mensch am Steuer zwischen drei Fahrdynamikstufen entscheiden, die unmittelbar zu besonders sparsamem über normales bis hin zu heißspornigem Fahrverhalten führen können. Grundsätzlich startet der CR-Z im Normal-Modus, Gasannahme und Lenkunterstützung sind dann in einem ausgewogenen Verhältnis. Honda baut übrigens denselben Elektromotor wie in seinem Hybridmodell Insight ein und weist wie in jenem durch Farbveränderungen im Tachometer auf den Fahrstil hin: Im Normal-Modus scheint es bläulich, wird die Sport-Taste gedrückt, reagiert die Gasannahme direkter, der Elektromotor steigert seine Unterstützung. Das Drehmoment nimmt spürbar zu, und die Lenkung reagiert schärfer. Rotlicht zeigt unmissverständlich, dass es nicht grün zugeht wie im Econ-Programm - jetzt werden Drehzahl und Leistung sofort zurückgenommen, man spürt förmlich den Gasentzug. Diese Stufe eignet sich vor allem für dichten Verkehr, wenn forsches Draufhalten sowieso keinen Sinn macht. Eine Start-Stopp-Automatik sorgt in allen Fahrstufen für absolute Ruhe im Stand, sofern ausgekuppelt wird.
Normalerweise arbeitet bei Hybridmodellen eine ausgeklügelte Automatik für die sparsamsten Drehzahlbereiche. Der CR-Z hingegen ist für muntere Schalternaturen ausgelegt, wobei man die Übersetzungen des Sechsganggetriebes ausgesprochen präzise wechseln kann. Zugegebenermaßen entsteht in Verbindung mit dem straff ausgelegten Fahrwerk ein fröhliches Gefühl auf gewundenen Landstraßen, ohne Kurvenhatz betreiben zu müssen. Der Normverbrauch, der bei den entsprechenden Messzyklen im Normal-Modus gemessen wurde, beträgt glatte fünf Liter Super. Da bestimmt der Fahrer einmal mehr per Tastendruck samt Gasfuß, in welchen Abständen ein Tankstopp stattfindet.
Im Innenraum geht es denkbar eng zu, offiziell ist der CR-Z ein 2+2-Sitzer, mit gutem Gewissen kann man aber hinten nur Kleinkinder platzieren. Der Gepäckraum dürfte mit seinen 225 Litern ebenso wenig wie die hohe Ladekante das Begehren von Käufern kleiner Coupés im Zaum halten. Und wer dieses Auto wirklich haben will, lässt sich auch von der völlig unzureichenden Sicht nach hinten nicht abschrecken.
Flach, breit, kurz und wendig möchte der CR-Z sein, dessen praktischer Nutzen steht nicht im Vordergrund; einem alltäglichen Einsatz für Laptop-Transport und Wochenendgepäck hält er allemal stand. Er steht bei den Händlern ab 5. Juni und in der Preisliste ab 21.990 Euro.
Wer in den 1980er Jahren einen heißen Reifen fahren und nicht sein gesamtes Vermögen ausgeben wollte, griff gern zu einem Honda CR-X. Dieses flotte Coupé sprach aber nicht nur den Junior mit frisch erworbenem Führerschein oder den reiferen Familienvater mit juckendem Gasfuß an, der CR-X galt auch als Sekretärinnen-Porsche - aber nicht nur Frauen erlagen dem Reiz des schnittigen Japaners. Diese Zeiten möchte Honda mit dem Nachfahren des Heißsporns von damals nun wieder aufleben lassen: Der CR-Z weckt Erinnerungen und ist doch ganz anders. Denn der kleine Sportler zeigt sich mit seinem Hybridantrieb recht innovativ.
Männer locken und Frauen nicht verprellen ist heutzutage gar nicht so einfach, da der mahnende Finger des Umweltschützers über allem wacht. Die Honda-Verkaufsstrategen haben sich dazu etwas einfallen lassen: Einerseits ist die gesamte Leistung aus Benzin- und Elektromotor von 91 kW (124 PS) nicht jenseits von Gute und Böse, andererseits spielt der CR-Z in der Liga politisch korrekter Hybridmodelle - ein cleverer Schachzug.
Honda-Pressesprecher Alexander Heintzel macht zudem keinen Hehl daraus, dass "niemand dieses Modell allein deshalb kauft, um einen sparsamen Hybriden zu fahren. Der Elektromotor soll zusätzlichen Schub geben." Und genau dies tut die 10 kW (14 PS) starke E-Maschine. Das heißt: Rein elektrisch fahren kann man mit dem CR-Z nicht. Der Stromantrieb ist einzig dazu da, um den 1,5 Liter großen Benziner wie mit einem kleinen Turbolader zusätzlich zu befeuern.
Trotzdem ist der zackig gezeichnete CR-Z keine Mogelpackung, im Gegenteil: Mittels Tastendruck darf der Mensch am Steuer zwischen drei Fahrdynamikstufen entscheiden, die unmittelbar zu besonders sparsamem über normales bis hin zu heißspornigem Fahrverhalten führen können. Grundsätzlich startet der CR-Z im Normal-Modus, Gasannahme und Lenkunterstützung sind dann in einem ausgewogenen Verhältnis. Honda baut übrigens denselben Elektromotor wie in seinem Hybridmodell Insight ein und weist wie in jenem durch Farbveränderungen im Tachometer auf den Fahrstil hin: Im Normal-Modus scheint es bläulich, wird die Sport-Taste gedrückt, reagiert die Gasannahme direkter, der Elektromotor steigert seine Unterstützung. Das Drehmoment nimmt spürbar zu, und die Lenkung reagiert schärfer. Rotlicht zeigt unmissverständlich, dass es nicht grün zugeht wie im Econ-Programm - jetzt werden Drehzahl und Leistung sofort zurückgenommen, man spürt förmlich den Gasentzug. Diese Stufe eignet sich vor allem für dichten Verkehr, wenn forsches Draufhalten sowieso keinen Sinn macht. Eine Start-Stopp-Automatik sorgt in allen Fahrstufen für absolute Ruhe im Stand, sofern ausgekuppelt wird.
Normalerweise arbeitet bei Hybridmodellen eine ausgeklügelte Automatik für die sparsamsten Drehzahlbereiche. Der CR-Z hingegen ist für muntere Schalternaturen ausgelegt, wobei man die Übersetzungen des Sechsganggetriebes ausgesprochen präzise wechseln kann. Zugegebenermaßen entsteht in Verbindung mit dem straff ausgelegten Fahrwerk ein fröhliches Gefühl auf gewundenen Landstraßen, ohne Kurvenhatz betreiben zu müssen. Der Normverbrauch, der bei den entsprechenden Messzyklen im Normal-Modus gemessen wurde, beträgt glatte fünf Liter Super. Da bestimmt der Fahrer einmal mehr per Tastendruck samt Gasfuß, in welchen Abständen ein Tankstopp stattfindet.
Im Innenraum geht es denkbar eng zu, offiziell ist der CR-Z ein 2+2-Sitzer, mit gutem Gewissen kann man aber hinten nur Kleinkinder platzieren. Der Gepäckraum dürfte mit seinen 225 Litern ebenso wenig wie die hohe Ladekante das Begehren von Käufern kleiner Coupés im Zaum halten. Und wer dieses Auto wirklich haben will, lässt sich auch von der völlig unzureichenden Sicht nach hinten nicht abschrecken.
Flach, breit, kurz und wendig möchte der CR-Z sein, dessen praktischer Nutzen steht nicht im Vordergrund; einem alltäglichen Einsatz für Laptop-Transport und Wochenendgepäck hält er allemal stand. Er steht bei den Händlern ab 5. Juni und in der Preisliste ab 21.990 Euro.
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