Stuttgarter Zeitung online | Zeitungsgruppe Stuttgart |  Samstag, 11. Februar 2012

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Neue Geräte steigern den Spiel-Spaß

Artikel aus der Nord-Rundschau, S-Innenstadt vom 28.05.2010

Weilimdorf steht im Vergleich zu anderen Stadtteilen relativ gut da", sagte Günther Hertfelder vom Garten-, Forst- und Friedhofsamt, als er in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats über die Situation der Spielflächen im Stadtbezirk berichtete. Giebel und Bergheim seien dagegen unterversorgt. "Die Versorgungsrate ist aber nicht leicht zu erhöhen, da die Flächen nicht so einfach erweitert werden können oder neue hinzuzubekommen sind." Wichtig sei daher, dass die bestehenden Plätze in gutem Zustand und bespielbar seien. Grundsätzlich müsse ein Spielplatz etwa alle zehn bis zwölf Jahre saniert werden. "Von über 500 Spielplätzen in Stuttgart müssen zirka 50 jedes Jahr erneuert werden", berichtete Hertfelder. Welcher Platz saniert wird, entscheide ein Punktesystem. "Es gibt 100 Punkte, alle Spielplätze unter 45 Punkten müssen saniert werden", erklärte der Leiter des Bezirks Nord. Seine Kollegin Angela Eckel zog eine positive Bilanz: "Es ist insgesamt ein gutes Level erreicht. Wir haben nicht mehr eine so lange Reparaturliste wie noch vor fünf, sechs Jahren."

Für den Stadtbezirk Weilimdorf stehen im aktuellen Jahr 83 700 Euro für die Sanierung von Spielplätzen zur Verfügung. Die Höhe des Betrages variiere von Jahr zu Jahr, "mal bekommt der eine Stadtbezirk mehr, mal ein anderer", sagte Hertfelder. Bereits realisiert wurden Maßnahmen in Höhe von 13 000 Euro am Spielplatz Kaiserslauterer-/Landauer Straße. Dort wurde eine Kletter-Rutschen-Kombination aufgestellt. "Der Spielplatz hat dadurch eine gute Aufwertung bekommen", sagte Eckel. "Es wurde gleich darauf getobt." Am Weilemer Pfad wurden 24 000 Euro für eine Kletterkombination investiert. Vier weitere Projekte sind in diesem Jahr geplant. Zum einen soll an der Thaerstraße die Sandspielanlage für etwa 7200 Euro erneuert werden. An der Widdumhofstraße sollen etwa 5900 Euro investiert werden. "Dort haben wir ein sehr hübsches Spielhaus aufgestellt, es fehlt aber an einem Sandkasten und einem Sandbagger", sagte Eckel.

Im zweiten Halbjahr ist vorgesehen, am Spielplatz Mainzer Straße für 19 500 Euro ein Baumhaus und ein Sandspielgerät zu errichten. Ersteres hätten sich die Kinder vor Ort gewünscht. "Der Platz hat hohes Spielpotenzial, bedarf aber einer dringenden Überarbeitung", befand Angela Eckel. Im Vorjahr wurden dort dank einer Spende bereits zwei neue Geräte angebracht. Am Spielplatz an der Losäckerstraße soll eine Kletter-Rutschen-Kombination aufgestellt werden, die etwa 13 000 Euro kostet. "Wir haben dort viele zugezogene Familien", begründete Eckel das Vorhaben.

Bezirksbeirat Joachim Schwarz von Bündnis 90/Die Grünen wollte von den Referenten wissen, wie häufig der Spielplatz Gäublick gereinigt werde. "Da oben sieht"s entsetzlich aus. Hat man den Platz schon aufgeben?" Eckel erklärte, dass die Plätze, auf denen viel gespielt würde, häufiger gereinigt würden als die weniger genutzten. "Unser Betrieb geht einmal in der Woche durch und reinigt. Oft reicht das nicht aus. Zwei- bis dreimal werden nur die hochfrequentierten Plätze gereinigt, das ist aber die Ausnahme", sagte auch Hertfelder. Eckel hofft, dass auf dem Spielplatz Gäublick bald eine komplette Sanierung vorgenommen werden kann.

Außer den Maßnahmen, die die Mitarbeiter des Garten-, Forst- und Friedhofsamt für die Spielflächen in Weilimdorf vorsehen, stellte Eckel ein weiteres investives Projekt vor. Der Gemeinderat habe rund 40 000 Euro bewilligt, um die Aussichtsplattform neben dem Windrad auf dem Grünen Heiner zu erneuern. "Die Plattform ist attraktiv für alle Generationen", sagte sie. Derzeit sähe der Unterstand hingegen eher nach einem "feuchten Bahnhofswartehäusle" aus. Es gebe Überlegungen, die Überdachung transparent und mit Metall zu gestalten. Die Planungen liefen bereits, eine Umsetzung sei im kommenden Jahr realistisch.
 
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