Eine Hinweistafel gegen weiteren Ärger
Artikel aus der Filder-Zeitung vom 29.05.2010
Ein Schild steht seit gut einer Woche an der Straße "In den Birken" und damit in der Nähe des Feldweges, der von Plattenhardt zur Bildungs- und Tagungsstätte Bernhäuser Forst führt. "Kein Durchfahrt", ist darauf zu lesen. Der Verfasser hat auf die Schnelle einen Buchstaben vergessen. "Baustelle Rommel, Anfahrt über Stetten", heißt es auf der Tafel weiter.
Cornelius Grupp, Technischer Leiter der Tagungsstätte, hat den Schriftzug verfasst und die Tafel aufgestellt. "Wir wollen nicht, dass die Situation weiter eskaliert", sagt er. Es solle verhindert werden, dass weitere Lastwagenfahrer, geleitet durch ihr Navigationsgerät, auf den Privatweg fahren und wenig später den Rückwärtsgang einlegen müssen. Es habe schließlich schon genug Ärger gegeben.
Der Hintergrund: Schwere Steine versperren das schmale Sträßchen einige hundert Meter weiter. Grundstückseigentümer hatten die Findlinge platziert, um Lärm, Dreck und Staub im Landschaftsschutzgebiet und natürlich auch auf ihrer Terrasse zu vermeiden. Sie wollen verhindern, dass der Privatweg zur öffentlichen Durchfahrtsstraße wird. Das hatte für Wirbel gesorgt (wir berichteten). Stadträte hatten in einer Sitzung gesagt, dass es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sei. Die Anwohner bestreiten dies. Geärgert haben sie sich aber sehr wohl - über die Brummifahrer, die mit ihren teilweise schweren Fahrzeugen über ihre Grundstücke gerollt sind.
Die Tagungsstätte des Evangelischen Jugendwerkes wird für 7,7 Millionen Euro umgebaut. Sie erhält neue Säle und eine neue Küche. Die Rohbauarbeiten beginnen am Montag, klärt Grupp auf. Transporter, Sattelschlepper und schwere Anhänger sollen von Plattenhardt kommend über den Privatweg abgekürzt haben. Das haben Anwohner beobachtet. Architekt Michael Keller, zuständig für die Baustelle, sagt: "In unserem Auftrag ist dort niemand durchgefahren." Jens Theobaldt, Pressesprecher der Stadt, sagt: "Die Erschließung des Bernhäuser Forstes läuft über Stetten." Der Feldweg tauche in der Baugenehmigung nicht auf. Das könne er auch gar nicht, schließlich handele es sich dabei um einen Privatweg und die Durchfahrt sei dort schon immer verboten gewesen. Eine Ausnahmegenehmigung wurde nicht erteilt.
Keller verweist auf die zweite große Baustelle in Plattenhardt. Die Deutsche Metrohm erweitert in der Straße "In den Birken" ihr Gebäude um ein neues Schulungszentrum. Im Sommer 2009 sollen Lastwagen von dieser Baustelle kommend über den Feldweg in Richtung Stetten gerollt sein. Hans-Jürgen Knabe, Geschäftsführer der Firma bestreitet dies nicht. "Es gab schriftliche Anweisungen, auf dem Weg weder zu fahren, noch zu wenden", sagt er. Es sei aber leider so, dass es Fahrer gibt, die sich an solche Anweisungen nicht halten. Anwohner haben sich bei ihm damals nicht beschwert, sagt er. Sie seien später erst auf ihn zugegangen.
Grundstückeigentümer haben Knabe über ihre Aktion mit den Steinen informiert. Der Geschäftsführer hat seine Zustimmung dazu gegeben. "Aber nur bezüglich der Steine, die sie auf ihren eigenen Grund legen wollten", betont er. Von einem Eigentümer war zu erfahren, dass die Anwohner den Lärm und Staub damals notgedrungen akzeptiert haben. Heute aber wollen sie dies nicht mehr ertragen.
Cornelius Grupp, Technischer Leiter der Tagungsstätte, hat den Schriftzug verfasst und die Tafel aufgestellt. "Wir wollen nicht, dass die Situation weiter eskaliert", sagt er. Es solle verhindert werden, dass weitere Lastwagenfahrer, geleitet durch ihr Navigationsgerät, auf den Privatweg fahren und wenig später den Rückwärtsgang einlegen müssen. Es habe schließlich schon genug Ärger gegeben.
Der Hintergrund: Schwere Steine versperren das schmale Sträßchen einige hundert Meter weiter. Grundstückseigentümer hatten die Findlinge platziert, um Lärm, Dreck und Staub im Landschaftsschutzgebiet und natürlich auch auf ihrer Terrasse zu vermeiden. Sie wollen verhindern, dass der Privatweg zur öffentlichen Durchfahrtsstraße wird. Das hatte für Wirbel gesorgt (wir berichteten). Stadträte hatten in einer Sitzung gesagt, dass es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sei. Die Anwohner bestreiten dies. Geärgert haben sie sich aber sehr wohl - über die Brummifahrer, die mit ihren teilweise schweren Fahrzeugen über ihre Grundstücke gerollt sind.
Die Tagungsstätte des Evangelischen Jugendwerkes wird für 7,7 Millionen Euro umgebaut. Sie erhält neue Säle und eine neue Küche. Die Rohbauarbeiten beginnen am Montag, klärt Grupp auf. Transporter, Sattelschlepper und schwere Anhänger sollen von Plattenhardt kommend über den Privatweg abgekürzt haben. Das haben Anwohner beobachtet. Architekt Michael Keller, zuständig für die Baustelle, sagt: "In unserem Auftrag ist dort niemand durchgefahren." Jens Theobaldt, Pressesprecher der Stadt, sagt: "Die Erschließung des Bernhäuser Forstes läuft über Stetten." Der Feldweg tauche in der Baugenehmigung nicht auf. Das könne er auch gar nicht, schließlich handele es sich dabei um einen Privatweg und die Durchfahrt sei dort schon immer verboten gewesen. Eine Ausnahmegenehmigung wurde nicht erteilt.
Keller verweist auf die zweite große Baustelle in Plattenhardt. Die Deutsche Metrohm erweitert in der Straße "In den Birken" ihr Gebäude um ein neues Schulungszentrum. Im Sommer 2009 sollen Lastwagen von dieser Baustelle kommend über den Feldweg in Richtung Stetten gerollt sein. Hans-Jürgen Knabe, Geschäftsführer der Firma bestreitet dies nicht. "Es gab schriftliche Anweisungen, auf dem Weg weder zu fahren, noch zu wenden", sagt er. Es sei aber leider so, dass es Fahrer gibt, die sich an solche Anweisungen nicht halten. Anwohner haben sich bei ihm damals nicht beschwert, sagt er. Sie seien später erst auf ihn zugegangen.
Grundstückeigentümer haben Knabe über ihre Aktion mit den Steinen informiert. Der Geschäftsführer hat seine Zustimmung dazu gegeben. "Aber nur bezüglich der Steine, die sie auf ihren eigenen Grund legen wollten", betont er. Von einem Eigentümer war zu erfahren, dass die Anwohner den Lärm und Staub damals notgedrungen akzeptiert haben. Heute aber wollen sie dies nicht mehr ertragen.
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