StreetDance 3D

Schüchterne Tattoos

Rupert Koppold, veröffentlicht am 02.06.2010
Filmbeschreibung
Dramaturgisch alles sehr übersichtlich hier: kurz vor der britischen Meisterschaft wird eine Londoner Street-Dance-Gruppe von ihrem Chef im Stich gelassen, und als das sehr blonde Mädchen Carly (Nichola Burly) übernimmt, muss es sich, um einen Probenraum zu erhalten, mit Ballettschülern arrangieren. Nun folgen die üblichen Standardsituationen, also Eifersüchteleien, Sichzusammenraufen, Wettbewerbgewinnen. Ausgeführt werden sie von reklamebunt zusammengemischten Protagonisten, denen alles Individuelle abgeschmolzen wurde. Wobei Gegensatzpaare wie Arm und Reich nur dazu da sind, überwunden zu werden.

Trotzdem staunt man, dass dieser Film, dessen Heldin sich doch aus dem Prekariat hervortanzt, so sauber und aufgeräumt aussieht wie die "High School Musical"-Serie. Nur selten wagt sich ein schüchternes kleines Tattoo ins Blickfeld der Kamera. Aber wie schon beim US-Vorbild könnte gerade das Übertünchen aller Realitäten zum Kassenerfolg führen. Beim Kitschfinale in sterilem Weiß kommt es wie erwartet zur Fusion der Tanzstile. Da ist "Street Dance 3D" dann ganz bei sich - nämlich ganz weit weg von den echten Streets of London.
 


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