Feuerwehrhaus ja, Kleingewerbegebiet nein
Artikel aus der Nord-Rundschau vom 18.06.2010
Geht es nach dem Willen des Stammheimer Bezirksbeirates, dann wird das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr im Gewann In den Hochwiesen gebaut, nur einen Steinwurf von der Stammheimer Straße entfernt. Sowohl im Stadtplanungsamt als auch bei der Branddirektion befürwortet man diesen Standort, der unmittelbar vor der Gemarkungsgrenze nach Zuffenhausen liegt. Da die Stammheimer Wehr den benachbarten Stadtbezirk teilweise mitbetreut, sei das äußerst praktisch.
Abgerückt sind die Stadtplaner allerdings von ihrem Vorhaben, direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus auch ein Kleingewerbegebiet zu realisieren. Dort wären sowohl Gewerbebetriebe als auch Wohnungen vorgesehen gewesen. Doch daraus wird nichts. Zum einen wegen artgeschützter Tiere in angrenzenden Wiesen, zum anderen wegen der Anwohner. "Wir wollten dort kein reines Gewerbegebiet, sondern auch Wohnungen, aber der zu erwartende Verkehrslärm hätte sich mit dem Wohnen nicht vereinbaren lassen", erklärt Karl-Theo Maurer vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung. Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Grenzwerte selbst dann überschritten werden würden, wenn man eine Lärmschutzwand aufstellen würde. Und ein reines Gewerbegebiet wollten die Planer dort aus städtebaulicher Sicht nicht. "Das Kleingewerbegebiet ist gestorben. Wir hätten kaum Nutzer gefunden und der Ärger mit den Anwohnern wäre vorprogrammiert gewesen, das hätte keinen Sinn gemacht", erklärt Maurer.
Das werden die unmittelbaren Anwohner der Straße In den Hochwiesen mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Viele von ihnen haben sich zu einer Initiative gegen das Vorhaben zusammengeschlossen und bei einer ersten Anhörung zum Thema bereits vor Monaten ihre Kritik vorgebracht, vor allem hinsichtlich des zu erwartenden Lärms. Auch in der Sitzung des Bezirksbeirates am Dienstagabend waren zahlreiche betroffene Bürger anwesend, um ihre Standpunkte vorzubringen. "Die Diskussion war intensiv, ruhig und sachlich", beschreibt Maurer die Atmosphäre. Er hat schon anderes erlebt.
Während also das Kleingewerbegebiet nicht mehr realisiert werden soll, halten Stadt, Branddirektion und die Mehrheit am Stammheimer Ratstisch am geplanten Feuerwehrstandort fest. Die Gefahr, dass der mögliche Geräuschpegel der Feuerwehr zu einem Hinderungsgrund für den Neubau werden könnte, sieht Maurer nicht: "Es gibt ein Gutachten, das für die Feuerwehr spricht. Trotz der Spitzenwerte wäre sie zulässig." Und die Sirenen? "Die Feuerwehr fährt, wenn es sich vermeiden lässt, nicht mit Sirene raus, sondern nur mit Blaulicht. Und die paar Mal im Jahr, in denen sie es doch tun muss, muss man in Kauf nehmen." Alternativstandorte seien untersucht worden, kämen aber aus verkehrs- oder feuerwehrtechnischen Gründen nicht in Frage. Entweder liege der Standort strategisch ungünstig oder er sei nicht gut zu erreichen. Die kürzesten Einsatzzeiten sind immer zu verzeichnen, wenn die Feuerwehr in der Mitte des Einsatzgebiets angesiedelt ist. Bei den alternativen Standorten wären die Einsatzwege jedoch deutlich länger. Und die ebenfalls untersuchten, zentral gelegenen Bereiche innerhalb der Auffahrten zur B 10, so genannte Ohren, können wegen verkehrstechnischer Schwierigkeiten nicht genutzt werden. Das südliche Ohr liegt zudem bereits auf Zuffenhäuser Gemarkung.
Der Bezirksbeirat stimmte mit elf Jastimmen und einer Gegenstimme (SÖS/Linke) dafür, den Bau des Feuerwehrgerätehauses weiterzuverfolgen und das Planungsverfahren voranzutreiben. Die Grundstücke befinden sich in Privatbesitz. Wenn nach den Bezirksbeiräten auch die Stadträte dem Vorhaben zustimmen, wäre der nächste planerische Schritt der Auslegungsbeschluss. Dieser wird nach Einschätzung von Karl-Theo Maurer frühestens im Herbst dieses Jahres gefasst werden können. "Ende dieses Jahres ist ein sportliches Ziel."
Die Gegner des neuen Standorts für das Feuerwehrhaus bekommen im Verlauf des Verfahrens - im Rahmen einer öffentlichen Anhörung - weitere Gelegenheit, ihre Verbesserungsvorschläge, Einwendungen und Kritik vorzubringen.
Abgerückt sind die Stadtplaner allerdings von ihrem Vorhaben, direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus auch ein Kleingewerbegebiet zu realisieren. Dort wären sowohl Gewerbebetriebe als auch Wohnungen vorgesehen gewesen. Doch daraus wird nichts. Zum einen wegen artgeschützter Tiere in angrenzenden Wiesen, zum anderen wegen der Anwohner. "Wir wollten dort kein reines Gewerbegebiet, sondern auch Wohnungen, aber der zu erwartende Verkehrslärm hätte sich mit dem Wohnen nicht vereinbaren lassen", erklärt Karl-Theo Maurer vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung. Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Grenzwerte selbst dann überschritten werden würden, wenn man eine Lärmschutzwand aufstellen würde. Und ein reines Gewerbegebiet wollten die Planer dort aus städtebaulicher Sicht nicht. "Das Kleingewerbegebiet ist gestorben. Wir hätten kaum Nutzer gefunden und der Ärger mit den Anwohnern wäre vorprogrammiert gewesen, das hätte keinen Sinn gemacht", erklärt Maurer.
Das werden die unmittelbaren Anwohner der Straße In den Hochwiesen mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Viele von ihnen haben sich zu einer Initiative gegen das Vorhaben zusammengeschlossen und bei einer ersten Anhörung zum Thema bereits vor Monaten ihre Kritik vorgebracht, vor allem hinsichtlich des zu erwartenden Lärms. Auch in der Sitzung des Bezirksbeirates am Dienstagabend waren zahlreiche betroffene Bürger anwesend, um ihre Standpunkte vorzubringen. "Die Diskussion war intensiv, ruhig und sachlich", beschreibt Maurer die Atmosphäre. Er hat schon anderes erlebt.
Während also das Kleingewerbegebiet nicht mehr realisiert werden soll, halten Stadt, Branddirektion und die Mehrheit am Stammheimer Ratstisch am geplanten Feuerwehrstandort fest. Die Gefahr, dass der mögliche Geräuschpegel der Feuerwehr zu einem Hinderungsgrund für den Neubau werden könnte, sieht Maurer nicht: "Es gibt ein Gutachten, das für die Feuerwehr spricht. Trotz der Spitzenwerte wäre sie zulässig." Und die Sirenen? "Die Feuerwehr fährt, wenn es sich vermeiden lässt, nicht mit Sirene raus, sondern nur mit Blaulicht. Und die paar Mal im Jahr, in denen sie es doch tun muss, muss man in Kauf nehmen." Alternativstandorte seien untersucht worden, kämen aber aus verkehrs- oder feuerwehrtechnischen Gründen nicht in Frage. Entweder liege der Standort strategisch ungünstig oder er sei nicht gut zu erreichen. Die kürzesten Einsatzzeiten sind immer zu verzeichnen, wenn die Feuerwehr in der Mitte des Einsatzgebiets angesiedelt ist. Bei den alternativen Standorten wären die Einsatzwege jedoch deutlich länger. Und die ebenfalls untersuchten, zentral gelegenen Bereiche innerhalb der Auffahrten zur B 10, so genannte Ohren, können wegen verkehrstechnischer Schwierigkeiten nicht genutzt werden. Das südliche Ohr liegt zudem bereits auf Zuffenhäuser Gemarkung.
Der Bezirksbeirat stimmte mit elf Jastimmen und einer Gegenstimme (SÖS/Linke) dafür, den Bau des Feuerwehrgerätehauses weiterzuverfolgen und das Planungsverfahren voranzutreiben. Die Grundstücke befinden sich in Privatbesitz. Wenn nach den Bezirksbeiräten auch die Stadträte dem Vorhaben zustimmen, wäre der nächste planerische Schritt der Auslegungsbeschluss. Dieser wird nach Einschätzung von Karl-Theo Maurer frühestens im Herbst dieses Jahres gefasst werden können. "Ende dieses Jahres ist ein sportliches Ziel."
Die Gegner des neuen Standorts für das Feuerwehrhaus bekommen im Verlauf des Verfahrens - im Rahmen einer öffentlichen Anhörung - weitere Gelegenheit, ihre Verbesserungsvorschläge, Einwendungen und Kritik vorzubringen.
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