Deutschland fegt England 4:1 vom Platz Triumph des Tempofußballs
Marko Schumacher, veröffentlicht am 27.06.2010
Bloemfontein - Frank Lampard hat nur noch den Kopf geschüttelt, immer wieder. Er konnte es einfach nicht fassen. Dieser Schuss aus der 38. Minute, der an das legendäre Wembley-Tor vom Weltmeisterschaftsfinale 1966 erinnerte, und der sich 44 Jahre später für England doch ganz anders auswirkte. Denn es war deutlich zu sehen, dass der Ball von der Latte hinter der deutschen Torlinie landete. Nur: der Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay ließ in Bloemfontein weiterspielen.
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Statt 2:2 rannten die Engländer weiter einem Rückstand hinterher - und ins Verderben. Die deutsche Nationalmannschaft gewann verdient mit 4:1 (2:1) und zog damit in das Viertelfinale der WM ein. Dort trifft die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Samstag auf Argentinien.
Das 32. Aufeinandertreffen zwischen dem deutschen und dem englischen Team brauchte nicht lange, um seinem Ruf als Klassiker gerecht zu werden; um das zu bieten, wonach sich die Fans sehnen: Tore und einen Verlauf, über den noch lange gesprochen werden wird. Denn die deutsche Mannschaft zeigte diesmal nicht nur im Ansatz, welches Potenzial in ihr steckt. Sie bot eine bemerkenswerte Vorstellung.
Dabei waren die 90 Minuten gegen den Erzrivalen wie eine Zusammenfassung all ihrer Stärken: des Tempos, der technischen und spielerischen Möglichkeiten, der Begeisterung, der Überzeugung, es in diesem Endrundenturnier weit bringen zu können. Doch die Begegnung offenbarte auch die Schwächen: den Mangel an Erfahrung, die Unsicherheiten in der Abwehr und die Abhängigkeit von ein paar wenigen Akteuren, die dem DFB-Spiel Struktur verleihen (Bastian Schweinsteiger), Halt geben (Arne Friedrich) und individuelle Extras liefern (Thomas Müller, Mesut Özil).
Beim Führungstor durch Miroslav Klose (20.) demonstrierte die Elf von Joachim Löw, mit welch großem Willen sie in das Spiel gegangen war. Der Münchner schüttelte nach einem weiten Abstoß des Torhüters Manuel Neuer den Verteidiger Matthew Upson ab wie eine lästige Fliege und bugsierte den Ball ins Netz. Das 2:0 durch Lukas Podolski (32.) war dann der perfekte Abschluss eines Musterangriffs, wie ihn der Bundestrainer gerne am taktischen Reißbrett entwirft: Balleroberung, sofortiges Umschalten, schnelle Kombination - und ein entschlossener Abschluss.
Der entscheidende Mann in dieser Szene hieß Thomas Müller. Überhaupt war es der 20-jährige Bayern-Profi, der mit seiner unbekümmerten Art die Offensivaktionen der DFB-Auswahl prägte. Müller rannte und spielte immer wieder dorthin, wo es der englischen Defensive wehtat. "Thomas Müller hat im gegnerischen Strafraum eine hohe Qualität und ist sehr kaltschnäuzig vor dem Tor", sagte Löw. Gemeinsam mit Mesut Özil personifiziert der zweifache Torschütze aus München die neue deutsche Spielfreude, die auf die Klasse und Erfahrung eines Frank Lampard, Steven Gerrard oder auch Wayne Rooney prallte.
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Statt 2:2 rannten die Engländer weiter einem Rückstand hinterher - und ins Verderben. Die deutsche Nationalmannschaft gewann verdient mit 4:1 (2:1) und zog damit in das Viertelfinale der WM ein. Dort trifft die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Samstag auf Argentinien.
Das 32. Aufeinandertreffen zwischen dem deutschen und dem englischen Team brauchte nicht lange, um seinem Ruf als Klassiker gerecht zu werden; um das zu bieten, wonach sich die Fans sehnen: Tore und einen Verlauf, über den noch lange gesprochen werden wird. Denn die deutsche Mannschaft zeigte diesmal nicht nur im Ansatz, welches Potenzial in ihr steckt. Sie bot eine bemerkenswerte Vorstellung.
Dabei waren die 90 Minuten gegen den Erzrivalen wie eine Zusammenfassung all ihrer Stärken: des Tempos, der technischen und spielerischen Möglichkeiten, der Begeisterung, der Überzeugung, es in diesem Endrundenturnier weit bringen zu können. Doch die Begegnung offenbarte auch die Schwächen: den Mangel an Erfahrung, die Unsicherheiten in der Abwehr und die Abhängigkeit von ein paar wenigen Akteuren, die dem DFB-Spiel Struktur verleihen (Bastian Schweinsteiger), Halt geben (Arne Friedrich) und individuelle Extras liefern (Thomas Müller, Mesut Özil).
Beim Führungstor durch Miroslav Klose (20.) demonstrierte die Elf von Joachim Löw, mit welch großem Willen sie in das Spiel gegangen war. Der Münchner schüttelte nach einem weiten Abstoß des Torhüters Manuel Neuer den Verteidiger Matthew Upson ab wie eine lästige Fliege und bugsierte den Ball ins Netz. Das 2:0 durch Lukas Podolski (32.) war dann der perfekte Abschluss eines Musterangriffs, wie ihn der Bundestrainer gerne am taktischen Reißbrett entwirft: Balleroberung, sofortiges Umschalten, schnelle Kombination - und ein entschlossener Abschluss.
Der entscheidende Mann in dieser Szene hieß Thomas Müller. Überhaupt war es der 20-jährige Bayern-Profi, der mit seiner unbekümmerten Art die Offensivaktionen der DFB-Auswahl prägte. Müller rannte und spielte immer wieder dorthin, wo es der englischen Defensive wehtat. "Thomas Müller hat im gegnerischen Strafraum eine hohe Qualität und ist sehr kaltschnäuzig vor dem Tor", sagte Löw. Gemeinsam mit Mesut Özil personifiziert der zweifache Torschütze aus München die neue deutsche Spielfreude, die auf die Klasse und Erfahrung eines Frank Lampard, Steven Gerrard oder auch Wayne Rooney prallte.
Kommentare (4)
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Der Ralle,
28.06.2010
Deutschland - England
Wirklich im Ernst :
England wir danken Euch für diese Hammerspiele ! Gegen Euch zu spielen bringt dem Zuschauer immer wieder Freude ! Es war ein Superspiel von beiden Seiten (bis zur 60, Minute), es gab die Revanche für Wembley ( die wir Euch ab heute nicht mehr vorwerfen) auf einem sehr fairen Niveau !!!
Irgendwann reißt unsere Serie, dann gewinnt Ihr (mag dies noch Zeit haben).
Wenn wir verloren hätten, hätte ich Euch die Daumen gedrückt !!!
Mit sportlichem Gruß
Der Ralle
England wir danken Euch für diese Hammerspiele ! Gegen Euch zu spielen bringt dem Zuschauer immer wieder Freude ! Es war ein Superspiel von beiden Seiten (bis zur 60, Minute), es gab die Revanche für Wembley ( die wir Euch ab heute nicht mehr vorwerfen) auf einem sehr fairen Niveau !!!
Irgendwann reißt unsere Serie, dann gewinnt Ihr (mag dies noch Zeit haben).
Wenn wir verloren hätten, hätte ich Euch die Daumen gedrückt !!!
Mit sportlichem Gruß
Der Ralle
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