Sabotage-Akt am Pumpenschwengel
Artikel aus der Nord-Rundschau vom 10.07.2010
Bei seiner ersten Schandtat vor drei Wochen ging der Täter sowohl fachmännisch als auch arglistig zu Werke: Zwischen Nacht und du siehst mich nicht schlich er sich unerkannt auf den Wasserspielplatz am Wikingerweg. An der dort installierten Wasserpumpe löste er mit einer Rohrzange oder ähnlichem Werkzeug die Metallmutter vom Hebel. Dann entfernte er besagten Pumpenschwengel und nahm ihn mit. Allerdings nicht, ohne vorher die Mutter wieder auf die Fassung zu schrauben.
"Wir dachten im ersten Moment, die Pumpe sei nur vorübergehend kaputtgegangen und würde nur repariert", sagt Katja Maier, deren sechsjähriger Sohn sich regelmäßig auf dem Wasserspielplatz vergnügt. Im Wechsel mit etwa zwölf anderen Müttern kümmert sich Maier um eine große Spielzeugkiste, die auf dem Platz fest installiert ist und diverse Geräte wie Eimer, Schaufeln und anderes Zeug zum Sandeln und Buddeln enthält. Zweimal in der Woche wird die Kiste unter Aufsicht von einer der Mütter aufgeschlossen, so dass die Kinder den Wasserspielplatz noch besser nutzen können. Doch ohne Schwengel lässt sich schlecht Wasser pumpen, und ohne Wasser lässt sich schlecht Spielen. Zumindest auf einem Spielplatz der genau dafür ausgelegt ist. "Als die Pumpe dann nach einigen Tagen immer noch nicht wieder in Betrieb war, rief eine andere Mutter beim Gartenamt an. Dort wusste niemand etwas von einer Reparatur."
Das bestätigt Bernhard Kirchmaier, der beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt unter anderem für die Spielflächen in Stammheim zuständig ist. "Die Wasserpumpe am Wikingerweg wurde nach den Eisheiligen in Gang gesetzt, kaputt war sie seitdem nicht. Womöglich hat jemand den Schwengel abgeschraubt, der sich von den Pumpgeräuschen gestört fühlt." Erhärtet wird der Verdacht Kirchmaiers durch die Tatsache, dass kurz nachdem der fehlende Schwengel ersetzt wurde, der Täter wieder zugeschlagen hat. "Am Mittwoch vor einer Woche waren die Handwerker auf dem Spielplatz in Stammheim im Einsatz. Doch keine zwei Tage später war auch der zweite Schwengel wieder verschwunden", sagt Katja Maier. "Wir haben in den Büschen gesucht, aber nichts gefunden." Wieder sei die Metallmutter auf das Gewinde geschraubt gewesen. "Wenn das Jugendliche gewesen wären, hätten sie den Schwengel irgendwo liegen lassen und bestimmt nicht die Mutter wieder aufgeschraubt." Maier geht davon aus, dass es sich um einen Anwohner handelt, Beschwerden über die spielenden Kinder seien ihr nicht zu Ohren gekommen. "Ich bin erstaunt darüber und kann nicht verstehen, wie jemand so etwas machen kann."
Ähnlich sieht es auch Helmut Kumpf-Kemmler vom Spielmobil Mobifant, das die Spielkiste bestückt hat. "Da sabotiert jemand das Wasserspiel", sagt er. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Jugendliche waren - die laufen nicht mit Werkzeug umher." Viel näher liege für ihn, dass sich jemand von den Kindern gestört fühle: "Da setzt jemand sein Anliegen mit Faustrecht durch." Das sei nicht nur bedauerlich, weil es kein Wasser gebe, es sei vor allem auch ein schlechtes Beispiel für die Kinder. Der Schwerpunkt des Spielplatzes am Wikingerweg liege nun mal im Bereich Wasserspiel. Die Konzeption dafür habe man mit großer Beteiligung der Anwohner erstellt. "Wir haben keine negative Resonanz vor Ort erfahren - im Gegenteil", sagt Kumpf-Kemmler.
Bernhard Kirchmaier will den zweiten fehlenden Pumpenschwengel durch einen neuen ersetzen lassen. "Dass das nötig ist, ist ärgerlich und ein Kostenfaktor, außerdem kommt unser Amt in Verruf, wenn die Leute denken, wir hätten den Schwengel abmontiert oder die Pumpe sei kaputt und wir würden sie nicht schnell genug reparieren. Vor allem aber tut es mir leid für die Kinder, die dort hinkommen, um mit Wasser zu spielen und es nicht können." Auf diesen dritten Schwengel will es Kirchmaier noch einmal ankommen lassen. "Wenn der wieder geklaut wird, werden wir uns etwas einfallen lassen, dass man den Schwengel nicht so leicht abbekommt . . ."
"Wir dachten im ersten Moment, die Pumpe sei nur vorübergehend kaputtgegangen und würde nur repariert", sagt Katja Maier, deren sechsjähriger Sohn sich regelmäßig auf dem Wasserspielplatz vergnügt. Im Wechsel mit etwa zwölf anderen Müttern kümmert sich Maier um eine große Spielzeugkiste, die auf dem Platz fest installiert ist und diverse Geräte wie Eimer, Schaufeln und anderes Zeug zum Sandeln und Buddeln enthält. Zweimal in der Woche wird die Kiste unter Aufsicht von einer der Mütter aufgeschlossen, so dass die Kinder den Wasserspielplatz noch besser nutzen können. Doch ohne Schwengel lässt sich schlecht Wasser pumpen, und ohne Wasser lässt sich schlecht Spielen. Zumindest auf einem Spielplatz der genau dafür ausgelegt ist. "Als die Pumpe dann nach einigen Tagen immer noch nicht wieder in Betrieb war, rief eine andere Mutter beim Gartenamt an. Dort wusste niemand etwas von einer Reparatur."
Das bestätigt Bernhard Kirchmaier, der beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt unter anderem für die Spielflächen in Stammheim zuständig ist. "Die Wasserpumpe am Wikingerweg wurde nach den Eisheiligen in Gang gesetzt, kaputt war sie seitdem nicht. Womöglich hat jemand den Schwengel abgeschraubt, der sich von den Pumpgeräuschen gestört fühlt." Erhärtet wird der Verdacht Kirchmaiers durch die Tatsache, dass kurz nachdem der fehlende Schwengel ersetzt wurde, der Täter wieder zugeschlagen hat. "Am Mittwoch vor einer Woche waren die Handwerker auf dem Spielplatz in Stammheim im Einsatz. Doch keine zwei Tage später war auch der zweite Schwengel wieder verschwunden", sagt Katja Maier. "Wir haben in den Büschen gesucht, aber nichts gefunden." Wieder sei die Metallmutter auf das Gewinde geschraubt gewesen. "Wenn das Jugendliche gewesen wären, hätten sie den Schwengel irgendwo liegen lassen und bestimmt nicht die Mutter wieder aufgeschraubt." Maier geht davon aus, dass es sich um einen Anwohner handelt, Beschwerden über die spielenden Kinder seien ihr nicht zu Ohren gekommen. "Ich bin erstaunt darüber und kann nicht verstehen, wie jemand so etwas machen kann."
Ähnlich sieht es auch Helmut Kumpf-Kemmler vom Spielmobil Mobifant, das die Spielkiste bestückt hat. "Da sabotiert jemand das Wasserspiel", sagt er. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Jugendliche waren - die laufen nicht mit Werkzeug umher." Viel näher liege für ihn, dass sich jemand von den Kindern gestört fühle: "Da setzt jemand sein Anliegen mit Faustrecht durch." Das sei nicht nur bedauerlich, weil es kein Wasser gebe, es sei vor allem auch ein schlechtes Beispiel für die Kinder. Der Schwerpunkt des Spielplatzes am Wikingerweg liege nun mal im Bereich Wasserspiel. Die Konzeption dafür habe man mit großer Beteiligung der Anwohner erstellt. "Wir haben keine negative Resonanz vor Ort erfahren - im Gegenteil", sagt Kumpf-Kemmler.
Bernhard Kirchmaier will den zweiten fehlenden Pumpenschwengel durch einen neuen ersetzen lassen. "Dass das nötig ist, ist ärgerlich und ein Kostenfaktor, außerdem kommt unser Amt in Verruf, wenn die Leute denken, wir hätten den Schwengel abmontiert oder die Pumpe sei kaputt und wir würden sie nicht schnell genug reparieren. Vor allem aber tut es mir leid für die Kinder, die dort hinkommen, um mit Wasser zu spielen und es nicht können." Auf diesen dritten Schwengel will es Kirchmaier noch einmal ankommen lassen. "Wenn der wieder geklaut wird, werden wir uns etwas einfallen lassen, dass man den Schwengel nicht so leicht abbekommt . . ."
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