Heinz Dürr Der Autor und die Debatte
Tim Schleider, veröffentlicht am 16.07.2010
Unternehmer:
Als Geschäftsführer baute Heinz Dürr, Jahrgang 1933, das Stuttgarter Familienunternehmen Otto Dürr Industrie Anlagen zur weltweit tätigen Dürr-Gruppe aus. 1980 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden der heftig kriselnden AEG-Telefunken AG berufen, 1991 kam er an die Spitze der Deutschen Bundesbahn. Unter seiner Leitung fand die Fusion mit der (DDR-)Reichsbahn zur Deutschen Bahn und deren Privatisierung als Aktiengesellschaft statt. In sein Engagement an dieser Position bis 1997 fällt nicht nur die Einführung des Konzeptes "Unternehmen Zukunft", der beliebten Bahn-Card und des Schönen-Wochenende-Tickets, sondern auch der Anstoß und die ersten Entscheidungen im Projekt "Stuttgart 21". Heute ist Dürr Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dürr-Gruppe und führt ein Büro in Berlin.Debatte:
Der Artikel "Die Stadt kennt ihre Moderne nicht" von Hannelore Schlaffer erschien am 2. Juli in der StZ. Die Stuttgarter Literaturwissenschaftlerin vertritt die These, hinter dem Projekt Stuttgart 21 stehe mitnichten eine neutrale Kosten-Nutzen-Abwägung, sondern letztlich reine Emotion: "Es geht nicht um einen Bahnhof, sondern um das Image der Stadt: Stuttgart will Weltstadt werden" - in Missachtung aller städtebaulichen Schätze und Traditionen, die es längst doch besitze.Kommentare (2)
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Letta,
25.07.2010
Welche Rangiermanöver meint der ehemalige Bahnchef?
Eine Anmerkung zur Aussage von Heinz Dürr:
"Durchgangsbahnhöfe haben den Vorteil, dass umständliche Rangiermanöver entfallen und der Zugverkehr beschleunigt wird."
Wann ist Herr Dürr das letzte mal Zug gefahren und welche Rangiermanöver meint er?
Bei den mir bekannten DB-Zügen muss schon seit langer keine Lok mehr
bei Ausfahrt aus einem Kopfbahnhof umrangiert werden, da die Züge an beiden Seiten eine Lok haben.
Das Problem könnte es aber auch ansonsten bei einem Durchgangsbahnhof geben, bei denen Richtungswechsel durchaus vorkommen können.
"Durchgangsbahnhöfe haben den Vorteil, dass umständliche Rangiermanöver entfallen und der Zugverkehr beschleunigt wird."
Wann ist Herr Dürr das letzte mal Zug gefahren und welche Rangiermanöver meint er?
Bei den mir bekannten DB-Zügen muss schon seit langer keine Lok mehr
bei Ausfahrt aus einem Kopfbahnhof umrangiert werden, da die Züge an beiden Seiten eine Lok haben.
Das Problem könnte es aber auch ansonsten bei einem Durchgangsbahnhof geben, bei denen Richtungswechsel durchaus vorkommen können.
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