Knight and Day
Zu alt für immer neue Fallen
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 22.07.2010
Filmbeschreibung
Es ist nicht ganz gefahrlos, Roy Miller kennenzulernen. June Havens (Cameron Diaz) zum Beispiel holt sich den smarten Lächelmaxe (Tom Cruise) bei einem Linienflug ins Leben. Sie sitzt mit ihm in einer Maschine, in der sonst nur noch ein paar bis zum Kieferkrampf ernst blickende Männer die leeren Reihen sprenkeln. Kaum geht June zur Toilette, stürzen sich alle anderen Passagiere auf Roy, der zügig Armknochen, Nasen und Genicke bricht. Als June zurückkommt und die aus den Sitzen kippenden Leichen nicht mehr zu übersehen sind, muss Roy zugeben, dass auch niemand Atmendes mehr im Cockpit sitzt. Er klettert aber beherzt selbst nach vorn und versucht, den Airliner in so wenig Teilen wie möglich zu Boden zu bringen.
Mit dieser Szene aus "Knight and Day" kennt man eigentlich schon das ganze Drehbuch des von James Mangold ("Copland", "Walk the Line", "3:10 to Yuma") inszenierten Versuchs, einen Kassenknüller zu landen. Roy und June geraten immer schneller in immer neue Fallen, Roy paukt sie beide heraus, June wünscht sich in Sicherheit und verfällt dem wandelnden Gefahrenherd immer mehr. Er sei ein guter Agent, böse Mächte seien hinter ihm her, erklärt Roy. Roy sei ein durchgeknallter Agent, erklären die Behörden, in deren Gewahrsam June immer wieder mal landet.
Hitchcocks Film "Der unsichtbare Dritte" sei ihr Vorbild gewesen, haben die Filmemacher bekannt, aber das ist nicht mehr als Werbegeklapper mit geläufigen Namen. Eher könnte man "Knight and Day" als moderne Übermotorisierungsvariante von Suspense-Komödien wie "Charade" (1963, mit Cary Grant und Audrey Hepburn) bezeichnen. Nur entfaltet die trotz dauernden Witzelns keinerlei Charme. Hier wollen zwei Stars einen Kassenhit in einem Genre erzwingen, für das sie nach heutigen Regeln zu alt sind. Mangold wirkt wie jemand, der zu große Möbel in befremdlichem Stil von einer Ecke eines Raumes in die andere wuchtet und doch kein wohnliches Arrangement findet. Cruise möchte jung und strahlend wirken, Diaz jünger und strahlender, sie stehen neben sich und begeistern sich an ihrer eigenen Verspieltheit. Aber sie begeistern uns nicht mit.
Mit dieser Szene aus "Knight and Day" kennt man eigentlich schon das ganze Drehbuch des von James Mangold ("Copland", "Walk the Line", "3:10 to Yuma") inszenierten Versuchs, einen Kassenknüller zu landen. Roy und June geraten immer schneller in immer neue Fallen, Roy paukt sie beide heraus, June wünscht sich in Sicherheit und verfällt dem wandelnden Gefahrenherd immer mehr. Er sei ein guter Agent, böse Mächte seien hinter ihm her, erklärt Roy. Roy sei ein durchgeknallter Agent, erklären die Behörden, in deren Gewahrsam June immer wieder mal landet.
Hitchcocks Film "Der unsichtbare Dritte" sei ihr Vorbild gewesen, haben die Filmemacher bekannt, aber das ist nicht mehr als Werbegeklapper mit geläufigen Namen. Eher könnte man "Knight and Day" als moderne Übermotorisierungsvariante von Suspense-Komödien wie "Charade" (1963, mit Cary Grant und Audrey Hepburn) bezeichnen. Nur entfaltet die trotz dauernden Witzelns keinerlei Charme. Hier wollen zwei Stars einen Kassenhit in einem Genre erzwingen, für das sie nach heutigen Regeln zu alt sind. Mangold wirkt wie jemand, der zu große Möbel in befremdlichem Stil von einer Ecke eines Raumes in die andere wuchtet und doch kein wohnliches Arrangement findet. Cruise möchte jung und strahlend wirken, Diaz jünger und strahlender, sie stehen neben sich und begeistern sich an ihrer eigenen Verspieltheit. Aber sie begeistern uns nicht mit.
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Highlights am 28.05.
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