London Nights
Sympathische Schluffis
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 12.08.2010
Filmbeschreibung
Man sieht schon was er will, eine Art "Barcelona für ein Jahr" in der Schluffivariante, einen Film über das Flüggewerden in der Fremde, der zugleich die Verpeiltheit feiert. Aber der Spanier Alexis Dos Santos ist in seinem Spielfilm "London Nights" ein bisschen zu sehr darum bemüht, das Spontane zu designen, die Unsicherheit seiner Figuren auf Cool zu stylen, als dass er uns wirklich rühren könnte.
Axl kommt hier aus Madrid nach London, um seinen Vater zu suchen. London, das ist die angesagte Metropole, die Stadt, die man sich nicht leisten kann. Aber damit gibt sich Dos Santos nicht zufrieden, er entwirft nun die Gegenwelt der kleinen Künstler, der Offenherzigen und Lässigen, das Netzwerk der Schlafgelegenheiten.
"London Nights" bleibt schlauerweise nicht bei einer Figur, erzählt unter anderem noch von Vera, die aus Brüssel kommt und einen Typen trifft, mit dem sie sich auf eine vorsätzlich prekäre Beziehung einlässt. Sie geben einander keine echten Daten und Adressen, sie verabreden sich von Mal zu Mal an neuen Orten. Wehe, das klappt mal nicht. Das sind keine unsympathischen Leute, aber so wie Dos Santos sie inszeniert, wie er den Soundtrack mit Indiepop überfrachtet, wirken sie ein wenig wie Schaufensterpuppen für die nächste Slackermodenkollektion.
Axl kommt hier aus Madrid nach London, um seinen Vater zu suchen. London, das ist die angesagte Metropole, die Stadt, die man sich nicht leisten kann. Aber damit gibt sich Dos Santos nicht zufrieden, er entwirft nun die Gegenwelt der kleinen Künstler, der Offenherzigen und Lässigen, das Netzwerk der Schlafgelegenheiten.
"London Nights" bleibt schlauerweise nicht bei einer Figur, erzählt unter anderem noch von Vera, die aus Brüssel kommt und einen Typen trifft, mit dem sie sich auf eine vorsätzlich prekäre Beziehung einlässt. Sie geben einander keine echten Daten und Adressen, sie verabreden sich von Mal zu Mal an neuen Orten. Wehe, das klappt mal nicht. Das sind keine unsympathischen Leute, aber so wie Dos Santos sie inszeniert, wie er den Soundtrack mit Indiepop überfrachtet, wirken sie ein wenig wie Schaufensterpuppen für die nächste Slackermodenkollektion.
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