Die größte Schuldenfalle ist das Handy
Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 18.08.2010
Kann ein Theaterstück Kinder und Jugendliche davon abhalten, Schulden zu machen? Es kann zumindest einen Anstoß geben, sich über das Problem Gedanken zu machen, findet Martin Massa, der Fachbereichsleiter im Geschäftsbereich Soziales. So lädt das Landratsamt regelmäßig Theatertruppen ein, die an Schulen mit Stücken zu diesem Thema auftreten. Noch besser wären jedoch Projekte, die sich wie ein roter Faden durch die Schullaufbahn eines Heranwachsenden ziehen, sagt Massa. Denn längst sind es nicht mehr nur die Erwachsenen, die mit Schulden zu kämpfen haben.
Gabriele Knieps und Karl-Heinz Konnerth von der Kompetenzagentur in Waiblingen können das bestätigen. Sie sind dort als Fallmanager für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren zuständig, die mehrfach benachteiligt sind - zum Beispiel, weil sie keinen Schulabschluss und keine Berufsperspektive haben und mit schwierigen Lebensumständen fertig werden müssen. "Wir haben eine Lotsenfunktion", sagt Konnerth, der gemeinsam mit Knieps 40 junge Menschen intensiv betreut. Knapp die Hälfte davon hat Schulden. Die durchschnittliche Verschuldung liegt bei rund 5000 Euro, aber der Sozialpädagoge Konnerth betreut auch einen Jugendlichen, bei dem sich 14 000 Euro Schulden angehäuft haben.
Das Handy gilt als die größte Schuldenfalle. Nicht nur das Telefonieren, sondern auch das Versenden von SMS und das Herunterladen von Klingeltönen treiben die Rechnungen in die Höhe. Wenn der Anbieter das Handy wegen nicht bezahlter Rechnungen abschaltet, ist es für die Jugendlichen meist kein Problem, anderswo einen zweiten oder einen dritten Vertrag abzuschließen und mehr und mehr Schulden anzuhäufen. "Oft denken Jugendliche nur von A nach B", ist die Erfahrung der beiden Fallmanager: "Wenn etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt, gerät der Plan dann völlig durcheinander." Gerade die Übergangsphase von der Schule in den Beruf ist heikel. Mit dem ersten Lehrgeld wird so manches angeschafft, was eigentlich nicht drin ist. Viele Auszubildende ziehen von zuhause aus und unterschätzen die Kosten, die ein Haushalt mit sich bringt, so dass es auch zu Miet- und Stromschulden kommt. Dass es eine Schuldnerberatung gibt, wüssten nur die wenigsten. Und diese hätten oft die Befürchtung, dass die Beratung Geld kostet. Die Angst immerhin können Konnerth und Knieps ihren Klienten nehmen - im Zweifelsfall begleiten sie diese auch zum Gespräch.
Noch in der Planungsphase ist ein Projekt, welches der Landkreis anbieten möchte: Eine Modellklasse soll sich dabei intensiv mit dem Thema Schuldenprävention auseinander setzen, das sich wie ein roter Faden durch alle Fächer ziehen soll.
Gabriele Knieps und Karl-Heinz Konnerth von der Kompetenzagentur in Waiblingen können das bestätigen. Sie sind dort als Fallmanager für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren zuständig, die mehrfach benachteiligt sind - zum Beispiel, weil sie keinen Schulabschluss und keine Berufsperspektive haben und mit schwierigen Lebensumständen fertig werden müssen. "Wir haben eine Lotsenfunktion", sagt Konnerth, der gemeinsam mit Knieps 40 junge Menschen intensiv betreut. Knapp die Hälfte davon hat Schulden. Die durchschnittliche Verschuldung liegt bei rund 5000 Euro, aber der Sozialpädagoge Konnerth betreut auch einen Jugendlichen, bei dem sich 14 000 Euro Schulden angehäuft haben.
Das Handy gilt als die größte Schuldenfalle. Nicht nur das Telefonieren, sondern auch das Versenden von SMS und das Herunterladen von Klingeltönen treiben die Rechnungen in die Höhe. Wenn der Anbieter das Handy wegen nicht bezahlter Rechnungen abschaltet, ist es für die Jugendlichen meist kein Problem, anderswo einen zweiten oder einen dritten Vertrag abzuschließen und mehr und mehr Schulden anzuhäufen. "Oft denken Jugendliche nur von A nach B", ist die Erfahrung der beiden Fallmanager: "Wenn etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt, gerät der Plan dann völlig durcheinander." Gerade die Übergangsphase von der Schule in den Beruf ist heikel. Mit dem ersten Lehrgeld wird so manches angeschafft, was eigentlich nicht drin ist. Viele Auszubildende ziehen von zuhause aus und unterschätzen die Kosten, die ein Haushalt mit sich bringt, so dass es auch zu Miet- und Stromschulden kommt. Dass es eine Schuldnerberatung gibt, wüssten nur die wenigsten. Und diese hätten oft die Befürchtung, dass die Beratung Geld kostet. Die Angst immerhin können Konnerth und Knieps ihren Klienten nehmen - im Zweifelsfall begleiten sie diese auch zum Gespräch.
Noch in der Planungsphase ist ein Projekt, welches der Landkreis anbieten möchte: Eine Modellklasse soll sich dabei intensiv mit dem Thema Schuldenprävention auseinander setzen, das sich wie ein roter Faden durch alle Fächer ziehen soll.
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