Black Death
Das Dorf der Verdammten
Rupert Koppold, veröffentlicht am 09.09.2010
Filmbeschreibung
Das Jahr 1348, die Pest ist über England gekommen. Der junge Mönch Osmond (Eddie Redmayne) soll den vom Bischof gesandten Ritter Ulric (Sean Bean) und seine Haudegen zu einem Dorf bringen, das angeblich seuchenfrei ist. Weil dessen Bewohner also nur mit satanischen Mächten im Bund sein können, führt der aus Söldnern, Schlächtern und Sadisten zusammengesetzte Trupp auch einen Folterwagen mit sich. So geht es durch eine fahle Landschaft, der mit den Farben auch die Hoffnung ausgetrieben wurde, durch zerfledderte Wälder, schließlich durch einen nebligen Sumpf. Und auf dieser Reise ins dunkle Mittelalter kommt es zu Begegnungen mit verstockten Hexenverbrennern, sich geißelnden Büßern oder einer brutalen Räuberbande.
Der mit Horrorfilmen bekannt gewordene Regisseur Christopher Smith wagt sich hier auf neues Terrain. Er zeigt eine von christlichem Fundamentalismus geprägte Gesellschaft im Krieg mit sich selbst. Als Osmond und Ulric das Dorf gefunden haben, versorgt die schöne Anführerin (Carice van Houten) Osmonds Wunden und erklärt dem jungen Mann, dass die Liebe zu einer Frau keine Sünde sei. Aber es wird hier dann doch nicht die moderne Umwertung der "Hexe" zur weisen Frau vollzogen, die Ankömmlinge treffen in diesem Dorf vielmehr ihr heidnisches, aber ebenso dogmatisches und grausames Spiegelbild. Nachdem sich die Fronten von Anfang an verwischt haben, sieht es nun eine Zeit lang so aus, als metzelte sich dieser Film zurück in den Schoß der Kirche - trotz allem und allem trotzend. Bis er dann zurückschwenkt zur alten Ambivalenz.
Wenn ein Mönch im "Namen der Rose" noch die Aufklärung ins Mittelalter leuchten ließ, so rutscht in "Black Death" ein zunächst zweifelnder Mönch am Ende in die Rolle eines Inquisitors. Und dieser oft krude Film, der weder den Genre- noch den Arthouse-Freunden gefallen wird, schildert das alles mit dem bösen Blick des Nihilisten, der in dieser Welt an gar nichts mehr glauben kann.
Der mit Horrorfilmen bekannt gewordene Regisseur Christopher Smith wagt sich hier auf neues Terrain. Er zeigt eine von christlichem Fundamentalismus geprägte Gesellschaft im Krieg mit sich selbst. Als Osmond und Ulric das Dorf gefunden haben, versorgt die schöne Anführerin (Carice van Houten) Osmonds Wunden und erklärt dem jungen Mann, dass die Liebe zu einer Frau keine Sünde sei. Aber es wird hier dann doch nicht die moderne Umwertung der "Hexe" zur weisen Frau vollzogen, die Ankömmlinge treffen in diesem Dorf vielmehr ihr heidnisches, aber ebenso dogmatisches und grausames Spiegelbild. Nachdem sich die Fronten von Anfang an verwischt haben, sieht es nun eine Zeit lang so aus, als metzelte sich dieser Film zurück in den Schoß der Kirche - trotz allem und allem trotzend. Bis er dann zurückschwenkt zur alten Ambivalenz.
Wenn ein Mönch im "Namen der Rose" noch die Aufklärung ins Mittelalter leuchten ließ, so rutscht in "Black Death" ein zunächst zweifelnder Mönch am Ende in die Rolle eines Inquisitors. Und dieser oft krude Film, der weder den Genre- noch den Arthouse-Freunden gefallen wird, schildert das alles mit dem bösen Blick des Nihilisten, der in dieser Welt an gar nichts mehr glauben kann.
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