Die wilde Farm
Setz dich durch, das ist natürlich
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 09.09.2010
Filmbeschreibung
Der Bauer muss ins Krankenhaus. Damit sind die Tiere im Film "Die wilde Farm" auf sich allein gestellt, in einer zunächst bilderbuchartigen Hofwelt: ein paar Gänse, Enten, Schweine, ein Hund, ein Pferd, ein Kätzchen. Eine Weile trödelt dieser sein Geschehen durchinszenierende, aber wie eine Dokumentation aufgeschminkte Wir-lernen-die-Tiere-kennen-Film denn auch gemütlich dahin wie ein erster Landausflug für Stadtkinder.
Die Regisseure Dominique Garing und Fredérique Goupil wollen dann aber zeigen, wie in den Haustieren flugs eine vom Regiment des Menschen unterdrückte Wildheit erwacht. Das wird kein Update von George Orwells "Farm der Tiere", aber auch keine Realfilmvariante von "Shaun das Schaf", sondern eine Feier des Darwinismus. Immer wieder weist die Kommentarstimme auf den Ressourcenkampf hin. Und die Macht der Regisseure führt dazu, dass die Tiere einander gewiss in die Quere kommen, dass die Maus vor den Katzenpfoten landet. Die Filmemacher manipulieren viel, damit es kracht: so muss der Hofhengst seine Koppel verlassen, um sich mit dem Nachbargaul anzulegen. Das Behagen am Dauerkrieg der Tiere scheint die Vorbereitung der Kleinen auf die Ellbogengesellschaft zu bezwecken: setz dich durch, das ist nur natürlich.
Die Regisseure Dominique Garing und Fredérique Goupil wollen dann aber zeigen, wie in den Haustieren flugs eine vom Regiment des Menschen unterdrückte Wildheit erwacht. Das wird kein Update von George Orwells "Farm der Tiere", aber auch keine Realfilmvariante von "Shaun das Schaf", sondern eine Feier des Darwinismus. Immer wieder weist die Kommentarstimme auf den Ressourcenkampf hin. Und die Macht der Regisseure führt dazu, dass die Tiere einander gewiss in die Quere kommen, dass die Maus vor den Katzenpfoten landet. Die Filmemacher manipulieren viel, damit es kracht: so muss der Hofhengst seine Koppel verlassen, um sich mit dem Nachbargaul anzulegen. Das Behagen am Dauerkrieg der Tiere scheint die Vorbereitung der Kleinen auf die Ellbogengesellschaft zu bezwecken: setz dich durch, das ist nur natürlich.
Mehr StZ Filmkritiken
I want to run - Das härteste Rennen der Welt 64 Tage lang dem Glück nachlaufen
Ein ruhiges Leben Blutspur in der Provinz
The Yellow Sea Letzte Zockerchance
Janosch - Komm, wir finden einen Schatz! 3D So schön könnte das Leben sein
Moonrise Kingdom Die ernsten Spiele der Kindheit
Die Farbe des Ozeans Grenzgebiete
Kill Me Please Die Verwöhnten und der Tod
Die Kunst zu lieben Sex ist anstrengend
Lachsfischen im Jemen Dr. Jones und die Liebe
Marley Der Star aus Jamaika
Our Idiot Brother Wer Gras an die Polizei verkauft
Alle Artikel anzeigen
Anzeigen
Was möchten Sie unternehmen?
Wann möchten Sie etwas unternehmen?

Monat

| Heute | Morgen | Akt. Woche |
| MO | DI | MI | DO | FR | SA | SO |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
Highlights am 25.05.
Stunde der Kirchenmusik: cantus de tempore Tübingen, Studierende der Schlagzeugklasse Klaus Dreher & Felix Thiedemann (Violoncello) - Evang. Stiftskirche
Premiere: Die anderen und ich - Kulturkabinett KKT
Legendäre Meisterwerke. Kulturgeschichte(n) aus Württemberg - Landesmuseum Württemberg
StZ digital
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten
Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.




