Leonberg
"Das ist eine Bombe für Leonberg"
veröffentlicht am 24.09.2010
Käme es zu einem Insolvenzverfahren, könnte diese Suche kompliziert werden. Rudi Häussler hatte das zwei Hektar große Filetstück in der Stadtmitte bereits von der Wüstenrot&WürttembergischeAG gekauft - es gehörte ihm. Falls es Teil einer Insolvenzmasse werden sollte, könnte die Stadt durchaus in die Mühlen von Finanzdienstleistern geraten. Es könnte auch sein, dass in den Verträgen Rücktrittsklauseln oder Ähnliches stehen. Inge Horn: "Dazu kann ich nichts sagen. Ich weiß nicht, was in den Verträgen steht." Von der W&W AG war gestern niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Horn will indes Ruhe bewahren: "Wir wissen im Moment ja noch überhaupt nicht, ob unser Projekt betroffen ist." Man werde gleich am Montag Kontakt mit Häussler aufnehmen und am Abend die Fraktionschefs im Ältestenrat sprechen.
In jedem Fall steht eines mit dieser Nachricht fest: Es geht beim Umbau Stadtmitte nicht weiter wie geplant. Im Oktober hätte der Bebauungsplan im Planungsausschuss vorgestellt werden sollen - das ist nun wohl hinfällig. Die Fraktionschefs der im Leonberger Gemeinderat vertretenen Fraktionen waren gestern von der Nachricht dementsprechend geschockt. "Mir fehlen die Worte. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", reagierte Alwin Grupp, Fraktionschef der CDU. Noch in der vergangenen Woche sei Häusslers neuer Finanzchef Andreas Oberem in Leonberg gewesen, um nach dem Weggang von Cemal Isin über das Stadtumbauprojekt zu sprechen. "Es hatte sich nichts angedeutet", sagte Grupp, der aber einräumt, sich durchaus Gedanken gemacht zu haben nach Isins Weggang: "Das hat schon zu Spekulationen geführt."
Bernd Murschel, Gabl-Fraktionschef im Gemeinderat sagte: "Das ist eine Bombe für Leonberg. Vor einer Minute dachte ich noch, Häussler sei ein kompetenter Partner. Ich bin schon etwas sprachlos." Er mache sich durchaus Gedanken um die Insolvenzmasse, falls es so weit kommen sollte. "Ich hoffe, die Verträge sind entsprechend, sonst wir total gelackmeiert." Die Arbeit bis zu diesem Punkt sei "mühselig" gewesen - jetzt müsse man unter Umständen wieder von vorne anfangen. "Das ist eine Jahrhundertchance für Leonberg, daran muss man immer denken", betonte Muschel.
"Wir haben schon sehr viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt. Dass jetzt alles ins Stocken gerät, ist bedauerlich", sagte auch der Fraktionschef der Freien Wähler, Axel Röckle. Er glaubt nicht, dass man "so etwas" hätte ahnen können. Man habe zu Häussler gestanden, die Ziele gemeinsam erarbeitet.
"Das ist ein Schlag ins Kontor", entfuhr es dem überraschten SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Stolle. "Das macht viele Dinge problematisch." Allerdings gelte es zu sehen, was sich im Hause Häussler tue. "Wir haben schon oft erlebt, das sich insolvente Firmen neu aufstellen und ihre Projekte in einer neuen Konstellation angehen", zeigt sich Stolle optimistisch. Fraglich sei, was mit dem Gelände passiere, wenn es Häussler nicht halten könne, müsse auch mit Optionen gerechnet werden, die man nicht in der Hand habe, befürchtet der SPD-Fraktionschef. "Es ist ohne Zweifel das richtige Konzept für den Stadtumbau, hoffentlich müssen wir es nicht in die Tonne treten", sagte Stolle.
"Ein starkes Stück", kommentierte der FDP-Fraktionsvorsitzende Dieter Maurmaier. "Wenn es Häussler nicht machen kann, steigt vielleicht jemand anders ein, der es nicht schlechter macht", ist Maurmaier allerdings durchaus optimistisch. Es bestehe keine Eile. "Lieber etwas Vernünftiges, als Murks auf die Schnelle." Es sei natürlich schade wenn das Projekt nun einen Rückschlag erlebe, so der FDP-Fraktionschef. Aber es sei auch eine Chance, in aller Ruhe wieder nachzudenken. "Wir werden auch das überstehen", ist Maurmaier überzeugt, "und hoffen auf einen potenten Investor." Siehe auch Wirtschaft Seite 15
Bernd Murschel, Gabl-Fraktionschef im Gemeinderat sagte: "Das ist eine Bombe für Leonberg. Vor einer Minute dachte ich noch, Häussler sei ein kompetenter Partner. Ich bin schon etwas sprachlos." Er mache sich durchaus Gedanken um die Insolvenzmasse, falls es so weit kommen sollte. "Ich hoffe, die Verträge sind entsprechend, sonst wir total gelackmeiert." Die Arbeit bis zu diesem Punkt sei "mühselig" gewesen - jetzt müsse man unter Umständen wieder von vorne anfangen. "Das ist eine Jahrhundertchance für Leonberg, daran muss man immer denken", betonte Muschel.
"Wir haben schon sehr viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt. Dass jetzt alles ins Stocken gerät, ist bedauerlich", sagte auch der Fraktionschef der Freien Wähler, Axel Röckle. Er glaubt nicht, dass man "so etwas" hätte ahnen können. Man habe zu Häussler gestanden, die Ziele gemeinsam erarbeitet.
"Das ist ein Schlag ins Kontor", entfuhr es dem überraschten SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Stolle. "Das macht viele Dinge problematisch." Allerdings gelte es zu sehen, was sich im Hause Häussler tue. "Wir haben schon oft erlebt, das sich insolvente Firmen neu aufstellen und ihre Projekte in einer neuen Konstellation angehen", zeigt sich Stolle optimistisch. Fraglich sei, was mit dem Gelände passiere, wenn es Häussler nicht halten könne, müsse auch mit Optionen gerechnet werden, die man nicht in der Hand habe, befürchtet der SPD-Fraktionschef. "Es ist ohne Zweifel das richtige Konzept für den Stadtumbau, hoffentlich müssen wir es nicht in die Tonne treten", sagte Stolle.
"Ein starkes Stück", kommentierte der FDP-Fraktionsvorsitzende Dieter Maurmaier. "Wenn es Häussler nicht machen kann, steigt vielleicht jemand anders ein, der es nicht schlechter macht", ist Maurmaier allerdings durchaus optimistisch. Es bestehe keine Eile. "Lieber etwas Vernünftiges, als Murks auf die Schnelle." Es sei natürlich schade wenn das Projekt nun einen Rückschlag erlebe, so der FDP-Fraktionschef. Aber es sei auch eine Chance, in aller Ruhe wieder nachzudenken. "Wir werden auch das überstehen", ist Maurmaier überzeugt, "und hoffen auf einen potenten Investor." Siehe auch Wirtschaft Seite 15
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