Schwarzwaldbahn kommt in Fahrt
Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 17.11.2010
Nie sind die Chancen besser gestanden, dass auf der alten württembergischen Schwarzwaldbahn wieder planmäßig Züge zwischen Calw und Weil der Stadt fahren. Mit großer Mehrheit hat der Calwer Kreistag nun beschlossen, mit dem Nachbarlandkreis Böblingen einen Zweckverband gründen zu wollen. Das Ziel ist die Reaktivierung der seit 1983 im Dornröschenschlaf liegenden Eisenbahnstrecke. Der Böblinger Kreistag wird nun vorberaten. Der Landrat Roland Bernhard will das Thema noch in diesem Jahr, in der letzten Kreistagssitzung am 20. Dezember, zur Entscheidung aufrufen.
"Wenn wir eine solche Bahn in kommunaler Trägerschaft planen, könnte das zu einem Erfolgsmodell wie bei der Schönbuchbahn oder der Ammertalbahn werden", sagt Bernhard, der mit Blick auf die Probleme beim Ausbau der Rankbachbahn zwischen Renningen und Böblingen lieber auf eine Trägerschaft des Landes verzichten will. Rein formal wäre für eine solche Verbindung nach Calw das Land zuständig, der Regionalverband Stuttgart ist aus dem Boot, weil Weil der Stadt die einzige Haltestelle der Strecke ist, die im Geltungsbereich des Verbandes liegt, der Rest außerhalb. Außerdem hätten die Landkreise bewiesen, dass sie den Betrieb solcher Nebenbahnen "effizient und innovativ" organisieren könnten. Wie berichtet, muss die einst stillgelegte Schönbuchbahn aus Erfolgsgründen nun nachträglich elektrifiziert werden. Wie bei der Bahn nach Calw hatten Gutachter rund 2500 Fahrgäste täglich prognostiziert, nun sind es 10 000.
Weil auf der Strecke nach Calw, anders als auf der Rankbachbahn, keine schweren Güterzüge rollen müssen und leichte Diesel-Triebwagen eine wirtschaftlichere Streckenrenovierung ermöglichen, sieht Bernhard weitere Pluspunkte. Mit etwa 70 Millionen Euro Investitionskosten rechnen die Planer. Aktuell werden Planungskosten von neun Millionen Euro im Verhältnis 20 zu 80 zwischen den beiden Kreisen verteilt. "Klar ist, dass die Calwer den Ball nun treten müssen", sagt der Fußballfan Bernhard. Für den einstigen Sindelfinger Ersten Bürgermeister und heutigen Amtskollegen Helmut Riegger ist das klar. "Ein Zweckverband würde uns für Verhandlungen in Stuttgart eine gute Position geben."
"Wenn wir eine solche Bahn in kommunaler Trägerschaft planen, könnte das zu einem Erfolgsmodell wie bei der Schönbuchbahn oder der Ammertalbahn werden", sagt Bernhard, der mit Blick auf die Probleme beim Ausbau der Rankbachbahn zwischen Renningen und Böblingen lieber auf eine Trägerschaft des Landes verzichten will. Rein formal wäre für eine solche Verbindung nach Calw das Land zuständig, der Regionalverband Stuttgart ist aus dem Boot, weil Weil der Stadt die einzige Haltestelle der Strecke ist, die im Geltungsbereich des Verbandes liegt, der Rest außerhalb. Außerdem hätten die Landkreise bewiesen, dass sie den Betrieb solcher Nebenbahnen "effizient und innovativ" organisieren könnten. Wie berichtet, muss die einst stillgelegte Schönbuchbahn aus Erfolgsgründen nun nachträglich elektrifiziert werden. Wie bei der Bahn nach Calw hatten Gutachter rund 2500 Fahrgäste täglich prognostiziert, nun sind es 10 000.
Weil auf der Strecke nach Calw, anders als auf der Rankbachbahn, keine schweren Güterzüge rollen müssen und leichte Diesel-Triebwagen eine wirtschaftlichere Streckenrenovierung ermöglichen, sieht Bernhard weitere Pluspunkte. Mit etwa 70 Millionen Euro Investitionskosten rechnen die Planer. Aktuell werden Planungskosten von neun Millionen Euro im Verhältnis 20 zu 80 zwischen den beiden Kreisen verteilt. "Klar ist, dass die Calwer den Ball nun treten müssen", sagt der Fußballfan Bernhard. Für den einstigen Sindelfinger Ersten Bürgermeister und heutigen Amtskollegen Helmut Riegger ist das klar. "Ein Zweckverband würde uns für Verhandlungen in Stuttgart eine gute Position geben."
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