Hitzige Debatte über die neue Linie U12
Artikel aus der NECKAR vom 03.12.2010
Für den eher nüchtern denkenden Planer der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), Volker Christiani, sind die Fakten klar: Als seinerzeit die neue Linie U 12 geplant wurde und man deren Potenzial ermittelt habe, sei unterstellt worden, dass der neue Tiefbahnhof und mit ihm all die Veränderungen in der Trassenführung auch der Stadtbahn verwirklicht worden seien. Für die Wirtschaftlichkeit der U 12 sei entscheidend, dass die frei werdenden Bahnflächen, insbesondere das Gebiet A2, aufgesiedelt würden, sagte Christiani in der jüngsten Sitzung des Cannstatter Bezirksbeirates. Das mit der U 12 zusätzlich aktivierbare Fahrgastpotenzial würde deutlich geringer ausfallen.
Ohne Stuttgart 21 fehlte außerdem im A1-Areal der Anschlusstunnel in der Heilbronner Straße, da der Stadtbahntunnel nicht verlegt werden würde, sagte Christiani weiter. Weiterhin sei es höchst fraglich, ob eine Verbindung durch das A1-Areal und eine Haltestelle Budapester Platz überhaupt noch sinnvoll wären, wenn das A2-Areal Gleisfläche bliebe. Insgesamt jedenfalls müsste die Wirtschaftlichkeit der U 12 neu geprüft werden und mit hoher Wahrscheinlichkeit würde die Linie nicht mehr vom Bund und vom Land gefördert werden. Bei Kosten in Höhe von 190 Millionen Euro aber sei eine Finanzierung durch die SSB reine Illusion. Es sei somit äußerst ungewiss, was von der geplanten U 12 bliebe, wenn Stuttgart 21 nicht käme. Aber dies sei ja inzwischen, nach dem Ergebnis der Schlichtung, eine eher hypothetische Frage, sagte Christiani.
Im Bezirksbeirat wurde die Stellungnahme des SSB-Planers unterschiedlich aufgenommen. "Wir alle hier im Raum wollen die U 12", sagte Roland Schmid (CDU). Für die Christdemokraten stehe fest, dass die U 12 gefährdet sei, wenn Stuttgart 21 nicht realisiert werde. Ebenso äußerte sich Gerhard Veyhl (Freie Wähler). Peter Mielert (Grüne) indes unterstellte Volker Christiani, er habe mit seiner Stellungnahme bei den Bürgern Ängste schüren wollen. Mielert stellte zunächst eine Resolution in den Raum, in der die SSB und die Stadt dazu aufgefordert wurden, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, damit die U 12 in Richtung Hallschlag realisiert werden könne. Mielerts Begründung: Nachdem die Schlichtung ergeben habe, dass die frei werdenden Gleisflächen in eine Stiftung überführt und diese Flächen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung gestaltet werden, außerdem eine Frischluftschneise freigehalten werde, sei die bisherige Planung überholt. Davon sei auch die Bewertung der Wirtschaftlichkeit der U 12 betroffen.
Dies sahen die anderen Parteien im Bezirksbeirat indes gänzlich anders: Das seien doch alles Floskeln, warf Roland Schmid seinem Beiratskollegen Mielert vor. Die Planung sei vollständig, ein erster Teil der U 12 werde bereits gebaut und gehe in Betrieb. "Es gibt nichts mehr neu zu planen, das ist nur Miesmacherei." Stefan Conzelmann (SPD) wies darauf hin, dass man aus dem Text der Resolution auch herauslesen könne, dass die Grünen zumindest in Bad Cannstatt akzeptiert hätten, dass Stuttgart 21 kommt. Möglicherweise regte diese Lesart des Textes Peter Mielert dazu an, die Resolution zurückzuziehen.
Volker Christiani von der SSB wies unterdessen den Vorwurf zurück, dass man Ängste habe schüren wollen. Die SSB sei seit vielen Jahren der Überzeugung, dass Stuttgart 21 für den schienengebundenen Nahverkehr in Stuttgart deutliche Verbesserungen mit sich bringe.
Nicht zu erfüllen ist laut Christiani die Forderung aus Mühlhausen, die von Cannstatt unterstützt wird, auch mit der U 12 die U 14 weiter von Mühlhausen nach Bad Cannstatt fahren zu lassen. Nach der bisherigen Planung müssen die Mühlhausener künftig am Max-Eyth-See umsteigen, um nach Bad Cannstatt zu fahren. Es gebe in Mühlhausen nicht genügend Platz für eine Endhaltestelle, die sowohl die Bahnen der U 12 als auch der U 14 aufnehmen könne, sagte Volker Christiani.
Ohne Stuttgart 21 fehlte außerdem im A1-Areal der Anschlusstunnel in der Heilbronner Straße, da der Stadtbahntunnel nicht verlegt werden würde, sagte Christiani weiter. Weiterhin sei es höchst fraglich, ob eine Verbindung durch das A1-Areal und eine Haltestelle Budapester Platz überhaupt noch sinnvoll wären, wenn das A2-Areal Gleisfläche bliebe. Insgesamt jedenfalls müsste die Wirtschaftlichkeit der U 12 neu geprüft werden und mit hoher Wahrscheinlichkeit würde die Linie nicht mehr vom Bund und vom Land gefördert werden. Bei Kosten in Höhe von 190 Millionen Euro aber sei eine Finanzierung durch die SSB reine Illusion. Es sei somit äußerst ungewiss, was von der geplanten U 12 bliebe, wenn Stuttgart 21 nicht käme. Aber dies sei ja inzwischen, nach dem Ergebnis der Schlichtung, eine eher hypothetische Frage, sagte Christiani.
Im Bezirksbeirat wurde die Stellungnahme des SSB-Planers unterschiedlich aufgenommen. "Wir alle hier im Raum wollen die U 12", sagte Roland Schmid (CDU). Für die Christdemokraten stehe fest, dass die U 12 gefährdet sei, wenn Stuttgart 21 nicht realisiert werde. Ebenso äußerte sich Gerhard Veyhl (Freie Wähler). Peter Mielert (Grüne) indes unterstellte Volker Christiani, er habe mit seiner Stellungnahme bei den Bürgern Ängste schüren wollen. Mielert stellte zunächst eine Resolution in den Raum, in der die SSB und die Stadt dazu aufgefordert wurden, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, damit die U 12 in Richtung Hallschlag realisiert werden könne. Mielerts Begründung: Nachdem die Schlichtung ergeben habe, dass die frei werdenden Gleisflächen in eine Stiftung überführt und diese Flächen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung gestaltet werden, außerdem eine Frischluftschneise freigehalten werde, sei die bisherige Planung überholt. Davon sei auch die Bewertung der Wirtschaftlichkeit der U 12 betroffen.
Dies sahen die anderen Parteien im Bezirksbeirat indes gänzlich anders: Das seien doch alles Floskeln, warf Roland Schmid seinem Beiratskollegen Mielert vor. Die Planung sei vollständig, ein erster Teil der U 12 werde bereits gebaut und gehe in Betrieb. "Es gibt nichts mehr neu zu planen, das ist nur Miesmacherei." Stefan Conzelmann (SPD) wies darauf hin, dass man aus dem Text der Resolution auch herauslesen könne, dass die Grünen zumindest in Bad Cannstatt akzeptiert hätten, dass Stuttgart 21 kommt. Möglicherweise regte diese Lesart des Textes Peter Mielert dazu an, die Resolution zurückzuziehen.
Volker Christiani von der SSB wies unterdessen den Vorwurf zurück, dass man Ängste habe schüren wollen. Die SSB sei seit vielen Jahren der Überzeugung, dass Stuttgart 21 für den schienengebundenen Nahverkehr in Stuttgart deutliche Verbesserungen mit sich bringe.
Nicht zu erfüllen ist laut Christiani die Forderung aus Mühlhausen, die von Cannstatt unterstützt wird, auch mit der U 12 die U 14 weiter von Mühlhausen nach Bad Cannstatt fahren zu lassen. Nach der bisherigen Planung müssen die Mühlhausener künftig am Max-Eyth-See umsteigen, um nach Bad Cannstatt zu fahren. Es gebe in Mühlhausen nicht genügend Platz für eine Endhaltestelle, die sowohl die Bahnen der U 12 als auch der U 14 aufnehmen könne, sagte Volker Christiani.
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