Getestet: 1378 (km) Ein ödes Spiel
Oliver Klempert, veröffentlicht am 13.12.2010
Stuttgart - Das Urteil steht schon nach wenigen Minuten fest: "So viel Aufmerksamkeit hat das Spiel nicht verdient", schreibt ein Nutzer im Chat. In der Tat ist "1378 (km)" vor allem eins: öde. Pixelwesen, die Flüchtlinge darstellen, rennen wie von Sinnen über eine grüne Fläche mitten im Todesstreifen, Polizisten laufen hinterher und feuern aus Maschinenpistolen.
Die größte Herausforderung des Spiels ist die Installation, denn es gehört mehr dazu als ein einfacher Download von rund 280 Megabyte an Daten - schließlich handelt es sich um eine Modifikation des schon älteren Ego-Shooters "Half Life: Deathmatch". Modifikationen, Mods genannt, sind meist von Laien erzeugte Erweiterungen professioneller Spiele. Starten lässt sich das Spiel nur über "Steam", eine Verkaufsplattform von Computerspielen. Wer "1378 (km)" nur einmal ausprobieren möchte, muss dort einen Account einrichten und fünf Euro für "Half Life" zahlen, sofern er das Spiel nicht schon besitzt.
Ist "1378 (km)" aber installiert, kann man nicht viel falsch machen: Mit ein paar Tastenkombinationen rennt man als DDR-Flüchtling zunächst in einen Wald, dessen grafische Darstellung zehn Jahre alt zu sein scheint, und an einem ebenso lieblos virtuell nachgebauten Grenzzaun entlang. Immer wieder bellt ein Hund und fallen Schüsse - das soll Angst erzeugen. Im besagten Zaun selbst sucht man ein Loch, durch das man in den eigentlichen Grenzstreifen gerät. Nun gilt es, diesen schnell zu überqueren, um auf der anderen Seite in die Freiheit zu entkommen. Hat man sich hingegen für die Rolle eines Grenzers entschieden, rennt man hinter dem Flüchtling her, während man mit Mausklicks Schüsse aus der Maschinenpistole abgibt. Das Ganze kann ausschließlich als Multiplayer oder über ein lokales Netzwerk gespielt werden - also nur gegen andere echte Mitspieler.
Man bekommt den Eindruck, der Autor habe sich bei der Programmierung DDR-Flüchtlinge als gehirnlose Wesen vorgestellt, die mit den Grenzpolizisten im Todesstreifen "Fang mich!" gespielt haben. Dabei haben die echten Flüchtlinge versucht, in Ballons, Autos, Ultraleichtflugzeugen und Tunnel über die Grenze zu gelangen. Sie waren bei der Flucht erfinderisch, mutig, beharrlich und entschlossen. Nichts davon findet sich bei "1378 (km)".
Insgesamt hat die Installation des Spiels rund vier Stunden gedauert. Das Löschen gottlob nicht einmal fünf Sekunden.
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Die grafische Darstellung scheint zehn Jahre alt zu sein
Ist "1378 (km)" aber installiert, kann man nicht viel falsch machen: Mit ein paar Tastenkombinationen rennt man als DDR-Flüchtling zunächst in einen Wald, dessen grafische Darstellung zehn Jahre alt zu sein scheint, und an einem ebenso lieblos virtuell nachgebauten Grenzzaun entlang. Immer wieder bellt ein Hund und fallen Schüsse - das soll Angst erzeugen. Im besagten Zaun selbst sucht man ein Loch, durch das man in den eigentlichen Grenzstreifen gerät. Nun gilt es, diesen schnell zu überqueren, um auf der anderen Seite in die Freiheit zu entkommen. Hat man sich hingegen für die Rolle eines Grenzers entschieden, rennt man hinter dem Flüchtling her, während man mit Mausklicks Schüsse aus der Maschinenpistole abgibt. Das Ganze kann ausschließlich als Multiplayer oder über ein lokales Netzwerk gespielt werden - also nur gegen andere echte Mitspieler.
Man bekommt den Eindruck, der Autor habe sich bei der Programmierung DDR-Flüchtlinge als gehirnlose Wesen vorgestellt, die mit den Grenzpolizisten im Todesstreifen "Fang mich!" gespielt haben. Dabei haben die echten Flüchtlinge versucht, in Ballons, Autos, Ultraleichtflugzeugen und Tunnel über die Grenze zu gelangen. Sie waren bei der Flucht erfinderisch, mutig, beharrlich und entschlossen. Nichts davon findet sich bei "1378 (km)".
Insgesamt hat die Installation des Spiels rund vier Stunden gedauert. Das Löschen gottlob nicht einmal fünf Sekunden.
Kommentare (4)
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1378(km),
14.02.2011
Spiel starten
ich habe das spiel gedownloaded wie starte ich das spiel welche datei muss ich an klicken
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