Abfallverwertung Situation in Baden-Württemberg
Martin Schäfer, veröffentlicht am 16.12.2010
Siehe auch
Pilotprojekt
Bei steigenden Rohstoffpreise könnte sich der Rückbau samt Müllverwertung von Deponien deutschlandweit lohnen. In Hechingen im Zollernalbkreis und in Reiskirchen im hessischen Landkreis Gießen untersuchen Kommunen und die Universität Gießen das Wiederverwertungspotenzial des gesamten gelagerten Mülls der vergangenen Jahrzehnte.
Deponien
Längst vorbei sind Zeiten, in denen der Abfall unbehandelt und unsortiert auf der Deponie landete. Stoffliche und energetische Verwertung stehen heute im Vordergrund. Auf die Deponien gelangen heute nur noch entsprechend aufbereitete Rückstände. In Baden-Württemberg gibt es derzeit rund 27 Deponien und sechs Müllverbrennungsanlagen. 1972 waren es noch rund 5000 Müllkippen.
Abfallmenge
Im vergangenen Jahr produzierten die Haushalte und Betriebe etwa 39 Millionen Tonnen Müll. Der Löwenanteil davon, 83 Prozent, wurde wiederverwertet. Den größten Anteil daran hatten allerdings Böden, Steine sowie Bau- und Abbruchabfälle.
Haushaltsmüll
Etwa sechs Millionen Tonnen Abfall fielen im vergangenen Jahr in den Haushalten im Land an. 72 Prozent wurden stofflich wiederverwertet, der überwiegende Rest zur Stromgewinnung verbrannt.
Biomüll
Die Haushalte in Baden-Württemberg gaben 2009 pro Einwohner 42 Kilogramm Biomüll ab (Bundesschnitt: 51 Kilogramm). Aus den 925.000 Tonnen Bioabfall und Grünschnitt erzeugte die Abfallwirtschaft Biogas und Kompost. 130.000 Tonnen holziger Grünschnitt ging schließlich in die Verbrennung.
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