Smartpens im Test Das Ende der Zettelwirtschaft
Steffen Haubner, veröffentlicht am 22.12.2010
Stuttgart - Bei einem Kugelschreiber ist man froh, wenn er im Ernstfall nicht seinen Dienst versagt. Weit höheren Ansprüchen genügt der
Das Geheimnis des Stifts ist eine in der Spitze eingebaute Infrarotkamera. Damit diese erkennt, wo auf dem Papier sie sich gerade befindet, benötigt sie spezielle Blocks mit aufgedruckten Punktmarkierungen. Diese sind in diversen Formaten erhältlich, aber leider nicht ganz billig. Rund zehn Euro muss man für ein gebundenes Notizbuch mit 100 Seiten ausgeben. Mit einem handelsüblichen Drucker kann man sich Smartpen-Papier immerhin auch selbst anfertigen. Am Ende jeder Seite gibt es ein Menü zum Abrufen der wichtigsten Stiftfunktionen. Unter anderem lässt sich eine Sprachaufnahme starten, die dem geschriebenen Text zugeordnet wird. Tippt man später mit dem Smartpen auf die entsprechende Stelle im geschriebenen Text, spielt er automatisch die dazu passende Aufnahme ab. Diese Kombination von Stift und Diktiergerät könnte sich zum Beispiel nützlich erweisen, wenn man sich bei Vorträgen Notizen macht. Man tippt ein Stichwort auf dem Zettel an und hört die Passage noch einmal.
Etwas mühsam gestaltet sich der Einstieg in die Smartpen-Welt. Bevor die Handhabung in Fleisch und Blut übergeht, muss man schon eine Weile üben. Immerhin gibt es dabei einiges zu entdecken. Der Smartpen fungiert beispielsweise auch als Taschenrechner. Das Aufzeichnen von Schrift und Sprache funktioniert verblüffend gut. Wem die mitgelieferten Funktionen nicht reichen, kann über die Seite des Herstellers weitere Anwendungen herunterladen. Diese kostenpflichtigen Apps reichen von genial bis versponnen. Zur ersten Kategorie gehört etwa der Übersetzer, der geschriebene Worte in nahezu jede erdenkliche Sprache überträgt und als Sprachausgabe wiedergibt. Eher spaßig als wirklich sinnvoll ist das virtuelle Klavier, dessen Tasten man auf das Papier malt und dann antippt.
Ein ganz anders Konzept liegt dem
Auf den eingebauten und per SD-Karte erweiterbaren Speicher passen laut Hersteller knapp 1000 Seiten. Sprachaufzeichnungen sind allerdings nicht möglich. Dafür ist der Stift wesentlich schmaler und liegt besser in der Hand als der recht klobige Smartpen. Das digitale Klemmbrett hat den Vorteil, dass es leicht und handlich und damit einfacher zu transportieren ist als ein Notebook oder ein Tablet-PC. Außerdem schreibt man wie gewohnt auf jeder Art von Papier. Die Notizen werden selbst dann noch zuverlässig erkannt, wenn man auf einem Block schreibt.
Ein Knackpunkt beider Systeme ist die Weiterverarbeitung der erzeugten Daten. Um die handschriftlichen Notizen in ein digitales, mit Textverarbeitungsprogrammen kompatibles Format umzuwandeln, muss für beide eine zusätzliche Texterkennungssoftware namens My-Script erworben werden. Die Konvertierung in digitalen Text funktioniert akzeptabel - vorausgesetzt, man bemüht sich um ein einigermaßen leserliches Schriftbild.
Die Bewertung: Vier Sterne (überzeugend)
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"Echo Smartpen"
der Firma Livescribe. Ein interner Speicher merkt sich Handschriftliches aller Art - von der kurzen Notiz bis hin zur Zeichnung. Per USB-Kabel wird das Geschriebene später auf den Computer übertragen. So hat man von seinen Notizen eine Sicherheitskopie - und zwar eine digitale, die man vervielfältigen und archivieren kann. Wer sich viel notiert, kennt das Problem, Aufzeichnungen zu bestimmten Themen später wiederzufinden. Hier hilft die in der PC-Software enthaltene Volltextsuche - ein weiterer Vorteil gegenüber der analogen Zettelwirtschaft.Weitere Artikel
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Benutzung erfordert Übung
Etwas mühsam gestaltet sich der Einstieg in die Smartpen-Welt. Bevor die Handhabung in Fleisch und Blut übergeht, muss man schon eine Weile üben. Immerhin gibt es dabei einiges zu entdecken. Der Smartpen fungiert beispielsweise auch als Taschenrechner. Das Aufzeichnen von Schrift und Sprache funktioniert verblüffend gut. Wem die mitgelieferten Funktionen nicht reichen, kann über die Seite des Herstellers weitere Anwendungen herunterladen. Diese kostenpflichtigen Apps reichen von genial bis versponnen. Zur ersten Kategorie gehört etwa der Übersetzer, der geschriebene Worte in nahezu jede erdenkliche Sprache überträgt und als Sprachausgabe wiedergibt. Eher spaßig als wirklich sinnvoll ist das virtuelle Klavier, dessen Tasten man auf das Papier malt und dann antippt.
Ein ganz anders Konzept liegt dem
"Digi-Memo"
des Unternehmens Blu Innovation zugrunde. Das System besteht aus einem elektronischen Klemmbrett und einem Spezialstift. Geschrieben wird auf handelsüblichem Papier, was gegenüber dem Smartpen einiges an Kosten spart. Außerdem kostet er mit 150 Euro rund 100 Euro weniger als der Smartpen. Das Digi-Memo zeichnet automatisch alles auf, was darauf geschrieben oder gezeichnet wird. Bedient wird das Gerät über eine Tastenleiste am linken Rand. Nach dem Wechsel der Papierseite muss man dem System per Tastdruck mitteilen, dass man auch in den digitalen Aufzeichnungen eine neue Seite beginnen möchte.Leicht und handlich
Auf den eingebauten und per SD-Karte erweiterbaren Speicher passen laut Hersteller knapp 1000 Seiten. Sprachaufzeichnungen sind allerdings nicht möglich. Dafür ist der Stift wesentlich schmaler und liegt besser in der Hand als der recht klobige Smartpen. Das digitale Klemmbrett hat den Vorteil, dass es leicht und handlich und damit einfacher zu transportieren ist als ein Notebook oder ein Tablet-PC. Außerdem schreibt man wie gewohnt auf jeder Art von Papier. Die Notizen werden selbst dann noch zuverlässig erkannt, wenn man auf einem Block schreibt.
Ein Knackpunkt beider Systeme ist die Weiterverarbeitung der erzeugten Daten. Um die handschriftlichen Notizen in ein digitales, mit Textverarbeitungsprogrammen kompatibles Format umzuwandeln, muss für beide eine zusätzliche Texterkennungssoftware namens My-Script erworben werden. Die Konvertierung in digitalen Text funktioniert akzeptabel - vorausgesetzt, man bemüht sich um ein einigermaßen leserliches Schriftbild.
Die Bewertung: Vier Sterne (überzeugend)
Kommentare (1)
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koebbi,
04.01.2011
LOL
Selten so was nutzloses gesehen! Wenn das nicht floppt fress ich nen besen ...
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