Leonberger Kreiszeitung
Leonberg
"Das ganze Thema wurde schlecht kommuniziert"
veröffentlicht am 17.01.2011
Fast. "Das Problem ist nicht die Lösung, die jetzt gefunden wurde", sagt der Warmbronner Medienwirtschaftler und Inhaber einer Firma für Web-Projekte, Markus Unterberger, "es wurde aber sehr schlecht kommuniziert." Viele Bürger können nicht verstehen, warum der Zugang lediglich über einen einzigen Internetanbieter möglich sein soll. Bei der Informationsveranstaltung Ende vergangenen Jahres wurde gar von einer Monopolbildung gesprochen.
"Wir haben alles ordnungsgemäß europaweit ausgeschrieben", verteidigt der Leonberger Wirtschaftsförderer Michael Maier das Vorgehen bei dem Projekt. Und tatsächlich war es einzig und allein die NeckarCom, die Interesse zeigte. "Das ist eben eine rein betriebswirtschaftliche Angelegenheit", so Maier. Den anderen Anbietern war ein Engagement unter dem Strich offenbar zu unrentabel.
Maier war es auch, der für die Bezuschussung des Projekts sorgte - unter anderem mit Mitteln aus dem Bundeskonjunkturpaket II und dem Programm des Landes zur Förderung eines schnellen Internetzugangs im ländlichen Raum. So bleiben von 470000 Euro nur Kosten von 90000 Euro an der Stadt hängen. Der Vorteil: Die neue Breitbandtrasse bleibt so in Leonberger Besitz. Die NeckarCom ist lediglich der Mieter - und der Betreiber.
Wo liegt in Warmbronn denn nun aber genau das Problem? Vor allem durch den Begriff "Open Access" (englisch für offenen Zugriff) fühlten sich einige Bürger irre geleitet. Eigentlich bezeichnet der Ausdruck die Tatsache, dass man über die neuen Leitungen auch mit anderen DSL-Anbietern im Internet surfen kann. Dies ist aber nicht der Fall. "Es hätte früher mitgeteilt werden müssen, dass ein Anbieterwechsel zwingend nötig ist, wenn man schnelles Internet haben möchte", so der Warmbronner Unternehmer Unterberger. Eine schlechte Nachricht für Leute, die beispielsweise erst kürzlich einen neuen Zweijahresvertrag bei der Telekom abgeschlossen haben. Sie hätten nun bei einem Wechsel erhebliche Mehrkosten zu verzeichnen.
"Es ist aber theoretisch nicht ausgeschlossen, dass sich andere Provider über die NeckarCom in das Breitbandnetz einmieten", so Michael Maier. Markus Underberger hält das jedoch für unwahrscheinlich. Denn die einzelnen Anbieter setzen fast immer auf eigene Technik. "Wenn irgendetwas kaputtgeht und nicht mehr funktioniert, könnten sie so nicht ihre eigenen Monteure zur Reparatur losschicken, sondern sie müssten erst mit dem Netzbetreiber Kontakt aufnehmen", sagt er.
Eine zweite-eher theoretische-Möglichkeit wäre, dass Anbieter in eine eigene Leitung investieren. Es liegen noch zwei Leerrohre in der Erde. "Das wird aber wahrscheinlich auch nicht passieren, weil jetzt sowieso fast jeder zur NeckarCom wechselt", so Unterberger. Die Versorgung der "Übrigen" würde sich für einen weiteren Anbieter nicht lohnen.
Die gute Nachricht ist, dass die Warmbronner bald sogar schneller surfen können als ihre Leonberger Nachbarn. 35 Megabit pro Sekunde stehen dank der neuen Leitungen dann zur Verfügung. "Im Prinzip müssen wir dankbar sein, dass wir angemessen versorgt sind", so Unterberger, "denn Schnelligkeit beim Surfen findet natürlich trotz allem jeder toll."
Kontakt Warmbronner, die Fragen haben, können sich unter 0800/632527266 kostenlos direkt an die NeckarCom wenden.
Maier war es auch, der für die Bezuschussung des Projekts sorgte - unter anderem mit Mitteln aus dem Bundeskonjunkturpaket II und dem Programm des Landes zur Förderung eines schnellen Internetzugangs im ländlichen Raum. So bleiben von 470000 Euro nur Kosten von 90000 Euro an der Stadt hängen. Der Vorteil: Die neue Breitbandtrasse bleibt so in Leonberger Besitz. Die NeckarCom ist lediglich der Mieter - und der Betreiber.
Wo liegt in Warmbronn denn nun aber genau das Problem? Vor allem durch den Begriff "Open Access" (englisch für offenen Zugriff) fühlten sich einige Bürger irre geleitet. Eigentlich bezeichnet der Ausdruck die Tatsache, dass man über die neuen Leitungen auch mit anderen DSL-Anbietern im Internet surfen kann. Dies ist aber nicht der Fall. "Es hätte früher mitgeteilt werden müssen, dass ein Anbieterwechsel zwingend nötig ist, wenn man schnelles Internet haben möchte", so der Warmbronner Unternehmer Unterberger. Eine schlechte Nachricht für Leute, die beispielsweise erst kürzlich einen neuen Zweijahresvertrag bei der Telekom abgeschlossen haben. Sie hätten nun bei einem Wechsel erhebliche Mehrkosten zu verzeichnen.
"Es ist aber theoretisch nicht ausgeschlossen, dass sich andere Provider über die NeckarCom in das Breitbandnetz einmieten", so Michael Maier. Markus Underberger hält das jedoch für unwahrscheinlich. Denn die einzelnen Anbieter setzen fast immer auf eigene Technik. "Wenn irgendetwas kaputtgeht und nicht mehr funktioniert, könnten sie so nicht ihre eigenen Monteure zur Reparatur losschicken, sondern sie müssten erst mit dem Netzbetreiber Kontakt aufnehmen", sagt er.
Eine zweite-eher theoretische-Möglichkeit wäre, dass Anbieter in eine eigene Leitung investieren. Es liegen noch zwei Leerrohre in der Erde. "Das wird aber wahrscheinlich auch nicht passieren, weil jetzt sowieso fast jeder zur NeckarCom wechselt", so Unterberger. Die Versorgung der "Übrigen" würde sich für einen weiteren Anbieter nicht lohnen.
Die gute Nachricht ist, dass die Warmbronner bald sogar schneller surfen können als ihre Leonberger Nachbarn. 35 Megabit pro Sekunde stehen dank der neuen Leitungen dann zur Verfügung. "Im Prinzip müssen wir dankbar sein, dass wir angemessen versorgt sind", so Unterberger, "denn Schnelligkeit beim Surfen findet natürlich trotz allem jeder toll."
Kontakt Warmbronner, die Fragen haben, können sich unter 0800/632527266 kostenlos direkt an die NeckarCom wenden.
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Veranstaltungen
Finden Sie
Heute können Sie aus 158 Veranstaltungsterminen auswählen
StZ digital
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten
Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.




