Leonberger Kreiszeitung
Leonberg
Daedalous rocken - trotz 50 Zuschauern
Von Marius Venturini, veröffentlicht am 20.02.2011
Eines ist am vergangenen Samstag Abend rasch klar gewesen: Dieses Konzert findet im kleinen Kreis statt. Am Ende sind es rund 50 Zuschauer, die sich für Triple F und Daedalous in der Leonberger Steinturnhalle entscheiden. „Das ist gar nicht so schlecht für ein Auswärtsspiel“, sagt Robin Rosenberger, Gitarrist des Headliners. Denn die Fanbasis der Heimsheimer Progressive Rock/Metal-Band liegt eher weiter westlich, im Enzkreis. Doch den Bands ist es egal, ob vor der Bühne nun 50 oder 5000 Fans stehen. Sie hängen sich rein und unterhalten ihr Publikum prächtig.
Den Anfang machen Triple F aus Leonberg. Die vier Jungspunde nennen ihren Sound „Sentimetal“, und es sei gesagt: Sie machen ihre Aufgabe wirklich gut. Mit ihrer klasse Mixtur aus allen möglichen Rockrichtungen gelingt es ihnen sogar, mehr Leute vor die Bühne zu ziehen als später Daedalous. Triple F lassen in ihrem Set nichts aus. Denn abgesehen von der Musik, die mal an die Red Hot Chili Peppers, mal an 3 Doors Down erinnert, liefern sie eine Show, die auch auf einer großen Rock-Am-Ring-Bühne funktionieren könnte. Da werden zum Beispiel mehrmals am Abend die Kostüme gewechselt, es gibt Bass- und Schlagzeugsolo – während des 75-minütigen Auftritts lässt es sich die Combo auch nicht nehmen, Genrefremdes wie „My Heart Will Go On“ von Celine Dion oder Klassiker wie „Killing In The Name Of“ von Rage Against The Machine anzuspielen. Auch das nur mäßig bekannte Leonberg-Lied findet seinen Platz. Kurzum: Triple F rocken das Haus, und wer als Vorband einen Großteil der anwesenden Mädels dazu bringt, lautstark „Meine Nippel sind hart“ zu rufen, hat sowieso gewonnen.
Um Punkt 22 Uhr legen schließlich Daedalous los. „Schönen guten Abend“, schmettert Sänger Teddy ins Publikum. Was folgt, ist ein 100 Minuten langer Ritt durch etliche Genres – von Heavy Metal bis Progressive-Rock, vor allem aber durch alle Phasen und Facetten der Band. Munter kombinieren Daedalous zusammen, was gefällt und rockt: So erinnert beispielsweise „The Suffering“ an die Amis von Iced Earth, während „Voices“ eher arabesk daherkommt. Zumindest der Liedtitel „Nocturnal Possession“ könnte dem Venom-Fundus entsprungen sein, während das Stück selbst – bis auf den gekonnt eingeflochtenen Reggae-Teil – ein wenig von Riot beeinflusst scheint. Alles drin, eigentlich.
Daedalous machen ja auch eigentlich alles richtig, allein der Funke will nicht so recht aufs Publikum überspringen. Egal, die Band hat trotzdem Spaß und zieht alle Register, wie zum Beispiel bei „Oblivion“. Würden die Musiker von Falconer, Thin Lizzy und Manowar eine Band gründen, würde sie wohl genau so klingen. Das harte, fulminante „Sudden Strike“ geht hingegen eher in die Rage-Ecke. Und dass Daedalous es auch blues-rockig können, zeigt sich spätestens bei „The Office“. Den Abschluss des regulären Sets bildet das formidable „Bird Of Prey“ von der ersten EP aus dem Jahr 2001, das nicht nur im Spitzen-Refrain des Öfteren Italo-Metal-Assoziationen der Marke Labyrinth oder Domine weckt, nur mit angenehmerem, weil tieferem Gesang – das ist stark, das macht Laune.
Als Zugabe gibt es den Dreierpack „The One“, „Holiness“ und „Garden Of Divine“, und siehe da – nun wird im Publikum schließlich doch noch ordentlich mitgeklatscht. Fazit: zwei starke Gigs zweier Klasse-Bands in der Steinturnhalle. Einen Wermutstropfen gab es aber am Ende doch zu verzeichnen. Als Triple F-Drummer Fabi nach dem letzten Song seine Drumsticks voller Euphorie ins Publikum feuerte, traf er die Daedalous-Managerin und Veranstalterin Margot Rosenberger dermaßen unglücklich am Kopf, so dass diese ins Krankenhaus gebracht werden musste. Bei manchen Dingen heißt es also doch noch: üben, üben, üben.
Um Punkt 22 Uhr legen schließlich Daedalous los. „Schönen guten Abend“, schmettert Sänger Teddy ins Publikum. Was folgt, ist ein 100 Minuten langer Ritt durch etliche Genres – von Heavy Metal bis Progressive-Rock, vor allem aber durch alle Phasen und Facetten der Band. Munter kombinieren Daedalous zusammen, was gefällt und rockt: So erinnert beispielsweise „The Suffering“ an die Amis von Iced Earth, während „Voices“ eher arabesk daherkommt. Zumindest der Liedtitel „Nocturnal Possession“ könnte dem Venom-Fundus entsprungen sein, während das Stück selbst – bis auf den gekonnt eingeflochtenen Reggae-Teil – ein wenig von Riot beeinflusst scheint. Alles drin, eigentlich.
Daedalous machen ja auch eigentlich alles richtig, allein der Funke will nicht so recht aufs Publikum überspringen. Egal, die Band hat trotzdem Spaß und zieht alle Register, wie zum Beispiel bei „Oblivion“. Würden die Musiker von Falconer, Thin Lizzy und Manowar eine Band gründen, würde sie wohl genau so klingen. Das harte, fulminante „Sudden Strike“ geht hingegen eher in die Rage-Ecke. Und dass Daedalous es auch blues-rockig können, zeigt sich spätestens bei „The Office“. Den Abschluss des regulären Sets bildet das formidable „Bird Of Prey“ von der ersten EP aus dem Jahr 2001, das nicht nur im Spitzen-Refrain des Öfteren Italo-Metal-Assoziationen der Marke Labyrinth oder Domine weckt, nur mit angenehmerem, weil tieferem Gesang – das ist stark, das macht Laune.
Als Zugabe gibt es den Dreierpack „The One“, „Holiness“ und „Garden Of Divine“, und siehe da – nun wird im Publikum schließlich doch noch ordentlich mitgeklatscht. Fazit: zwei starke Gigs zweier Klasse-Bands in der Steinturnhalle. Einen Wermutstropfen gab es aber am Ende doch zu verzeichnen. Als Triple F-Drummer Fabi nach dem letzten Song seine Drumsticks voller Euphorie ins Publikum feuerte, traf er die Daedalous-Managerin und Veranstalterin Margot Rosenberger dermaßen unglücklich am Kopf, so dass diese ins Krankenhaus gebracht werden musste. Bei manchen Dingen heißt es also doch noch: üben, üben, üben.
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Veranstaltungen
Finden Sie
Heute können Sie aus 408 Veranstaltungsterminen auswählen
StZ digital
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten
Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.




