Teil drei der viertägigen Veranstaltungsreihe Höhenflug und Tiefgang beim dritten JesusHouse-Abend
Marleen Kort, veröffentlicht am 01.04.2011
Die ersten Besucher trudeln gegen 18:30 Uhr in die Porsche-Arena ein. Eine Stunde später rufen die Veranstalter offiziell zum „Kuscheln“ auf: Es sind so viele Besucher, vorwiegend Teenager, zum dritten Abend von JesusHouse gekommen, dass es schon fast etwas eng wird vor der Bühne und auf den Tribünen. Während draußen die letzten Jugendlichen noch darauf hoffen, in die volle Arena gehen zu können, erwarten 6000 Besucher in der Halle den Start des Abendprogramms.
Comeback für den Flashmob, Tanzen in Gebärdensprache
Wie jeden Abend beginnt das Programm in der Porsche-Arena schon um 19:30 Uhr mit einem Warm-Up. Das ist heute wörtlich gemeint, denn den Besuchern wird gleich zweimal eingeheizt: Erst lernen die Jugendlichen den Flashmob-Tanz, der im Februar bereits in der Stuttgarter Innenstadt aufgeführt wurde (Video und Infos zum Flashmob). Katina Woschnitzok, 28, arrangierte die Choreografie zum Song „Welcome“ und bringt sie jetzt dem Publikum bei: klatschende Hände, einfache Drehungen und Stampfen – die meisten der jungen Besucher beherrschen die Bewegungen schon bald und machen begeistert mit. Auch beim Gracetown-Song „Du tust“. Die 16-jährige Gebärdensprachdolmetscherin Hannah Pflugfelder zeigt, wie sich der Liedtext ganz ohne Worte – stattdessen mit Handbewegungen und Mimik der deutschen Gebärdensprache – interpretieren und tanzen lässt.
Trialbiker Nils Riecker sorgt für Action
Dann wird es sportlich auf der Bühne: Der Trialbiker Nils Riecker gibt während des Zentralprogramms, das an rund 500 Orten in Deutschland und Europa übertragen wird, eine Stuntshow mit seinem Rad zum Besten. Trialbike ist ein Geschicklichkeitssport, bei dem mit einem sportlichen Zweirad ohne Sattel Hindernisse springend überwunden werden müssen. Der 16-jährige Schüler aus dem Westerwald entdeckte sein Talent und seine Leidenschaft für das Trialbiking bereits in der ersten Klasse. 2007 schaffte er es sogar auf den Rang des Deutschen Meisters. Neben seinen Erfolgen mit dem Trialbike ist ihm vor allem zweierlei wichtig: Gott und seine Freunde. Gern verbindet er beides, indem er seinen Freunden versucht, die Liebe Gottes zu vermitteln.
Vom Rande der Gesellschaft auf die JesusHouse-Bühne
Liebe, konkret die Liebe Gottes, ist das Thema dieses JesusHouse-Abends. Diese Liebe hat Bettina Ratering in ihrem Leben sehr deutlich erfahren, meint die Autorin ihres autobiografischen Buches „Ins Leben gesetzt". Im Gespräch mit Moderator Tim Niedernolte erzählt sie ihre traurige und zugleich ermutigende Lebensgeschichte. Ihre Mutter, eine Prostituierte auf der Reeperbahn, brachte sie mit nur 15 Jahren zur Welt. Ratering wuchs im Bordell auf, wo sie früh sexuelle Misshandlung erlitt. Aufgrund ihres Traumas konnte die gebürtige Hamburgerin bis zu ihrem siebten Lebensjahr nicht sprechen. Sie erzählt den JesusHouse-Besuchern, wie sie schließlich in eine Pflegefamilie kam, und wie in den folgenden Jahren Alkoholexzesse, Prostitution und Drogenkonsum ihr Leben beherrschten. „Mir fehlte es, einfach mal in den Arm genommen zu werden. Mir fehlte Liebe.“ Doch sie würde nicht heute Abend mit einem Lächeln auf den Lippen auf der JesusHouse-Bühne sitzen, wenn sich ihr Leben nicht um 180 Grad gewandelt hätte. Ausgerechnet ein junger Mann, den sie mit einer Glasscherbe attackierte, erzählte ihr von der Liebe Gottes, berichtet sie. Nach vielen Höhen und Tiefen, nach Zeiten des Glaubens und mehrerer Rückfälle, lebt sie mittlerweile mit einer eigenen Familie im Emsland und hilft Jugendlichen mit ähnlichen Problemen. Ihr Lächeln verrät: Hier ist ein Leben in Ordnung gekommen, „durch die Liebe, die ich durch Gott erfahren habe“, meint Ratering.
Ansprache zum Thema „Liebe“
Auf die Liebe Gottes geht Matthias Clausen anschließend in seiner Predigt ein. Er spricht von bedingungsloser Liebe und sagt: „Das ist eine Liebe ohne Wenn. Gott findet nicht alles gut, was wir tun. Aber er findet uns unendlich wertvoll.“ Clausen spricht weiter davon, dass Gott dem Menschen seine Liebe nicht aufdränge, sondern sie lediglich anbiete. „Und ich glaube, in Jesus kommt Gott in diese Welt und an Jesus kannst du sehen, wie Gott ist. Und an Jesus siehst du eine Liebe ohne Wenn in Aktion.“
Mit Clausens Worten endet das offizielle Programm des dritten JesusHouse-Abends. Viele bleiben noch eine Weile sitzen und unterhalten sich mit Mitarbeitern. Die meisten strömen aus der Halle – und werden vielleicht morgen, am Samstagabend, auch wieder die Porsche-Arena füllen.
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Trialbiker Nils Riecker sorgt für Action
Dann wird es sportlich auf der Bühne: Der Trialbiker Nils Riecker gibt während des Zentralprogramms, das an rund 500 Orten in Deutschland und Europa übertragen wird, eine Stuntshow mit seinem Rad zum Besten. Trialbike ist ein Geschicklichkeitssport, bei dem mit einem sportlichen Zweirad ohne Sattel Hindernisse springend überwunden werden müssen. Der 16-jährige Schüler aus dem Westerwald entdeckte sein Talent und seine Leidenschaft für das Trialbiking bereits in der ersten Klasse. 2007 schaffte er es sogar auf den Rang des Deutschen Meisters. Neben seinen Erfolgen mit dem Trialbike ist ihm vor allem zweierlei wichtig: Gott und seine Freunde. Gern verbindet er beides, indem er seinen Freunden versucht, die Liebe Gottes zu vermitteln.
Vom Rande der Gesellschaft auf die JesusHouse-Bühne
Liebe, konkret die Liebe Gottes, ist das Thema dieses JesusHouse-Abends. Diese Liebe hat Bettina Ratering in ihrem Leben sehr deutlich erfahren, meint die Autorin ihres autobiografischen Buches „Ins Leben gesetzt". Im Gespräch mit Moderator Tim Niedernolte erzählt sie ihre traurige und zugleich ermutigende Lebensgeschichte. Ihre Mutter, eine Prostituierte auf der Reeperbahn, brachte sie mit nur 15 Jahren zur Welt. Ratering wuchs im Bordell auf, wo sie früh sexuelle Misshandlung erlitt. Aufgrund ihres Traumas konnte die gebürtige Hamburgerin bis zu ihrem siebten Lebensjahr nicht sprechen. Sie erzählt den JesusHouse-Besuchern, wie sie schließlich in eine Pflegefamilie kam, und wie in den folgenden Jahren Alkoholexzesse, Prostitution und Drogenkonsum ihr Leben beherrschten. „Mir fehlte es, einfach mal in den Arm genommen zu werden. Mir fehlte Liebe.“ Doch sie würde nicht heute Abend mit einem Lächeln auf den Lippen auf der JesusHouse-Bühne sitzen, wenn sich ihr Leben nicht um 180 Grad gewandelt hätte. Ausgerechnet ein junger Mann, den sie mit einer Glasscherbe attackierte, erzählte ihr von der Liebe Gottes, berichtet sie. Nach vielen Höhen und Tiefen, nach Zeiten des Glaubens und mehrerer Rückfälle, lebt sie mittlerweile mit einer eigenen Familie im Emsland und hilft Jugendlichen mit ähnlichen Problemen. Ihr Lächeln verrät: Hier ist ein Leben in Ordnung gekommen, „durch die Liebe, die ich durch Gott erfahren habe“, meint Ratering.
Ansprache zum Thema „Liebe“
Auf die Liebe Gottes geht Matthias Clausen anschließend in seiner Predigt ein. Er spricht von bedingungsloser Liebe und sagt: „Das ist eine Liebe ohne Wenn. Gott findet nicht alles gut, was wir tun. Aber er findet uns unendlich wertvoll.“ Clausen spricht weiter davon, dass Gott dem Menschen seine Liebe nicht aufdränge, sondern sie lediglich anbiete. „Und ich glaube, in Jesus kommt Gott in diese Welt und an Jesus kannst du sehen, wie Gott ist. Und an Jesus siehst du eine Liebe ohne Wenn in Aktion.“
Mit Clausens Worten endet das offizielle Programm des dritten JesusHouse-Abends. Viele bleiben noch eine Weile sitzen und unterhalten sich mit Mitarbeitern. Die meisten strömen aus der Halle – und werden vielleicht morgen, am Samstagabend, auch wieder die Porsche-Arena füllen.
Großes Finale von JesusHouse 2011 Ein Abend (fast) ohne Limits
Rückblick Es ist soweit: JesusHouse hat begonnen
Der zweite JesusHouse-Abend Klappe die Zweite!
Bildergalerie Riesenstimmung am Eröffnungsabend
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