Großes Finale von JesusHouse 2011 Ein Abend (fast) ohne Limits
Felix Christen/ Marleen Kort, veröffentlicht am 02.04.2011
An diesem Abend begrüßt Moderator Tim Niedernolte nicht nur rund 6100 junge Besucher in der Porsche-Arena und weit über 40‘000 Jugendliche in ganz Deutschland, sondern auch die Zuschauer im Ausland: in Österreich und der Schweiz, Polen, Tschechien und Rumänien und in der Slowakei. Auch Gehörlose werden aus der Arena mit einem großen, aber leisen Applaus begrüßt: In der Gebärdensprache klatscht man nicht, sondern schüttelt seine Hände.
“Wie vergebe ich meinen Eltern ihre Erziehungsfehler?“
Dann muss Matthias Clausen, Hauptredner bei JesusHouse, wieder auf den heißen Stuhl: Besucher konnten ihm in den vergangenen Tagen per SMS Fragen stellen, die er auf der Bühne beantwortet. Heute möchte ein junger Mann wissen: Wie vergebe ich meinen Eltern ihre Erziehungsfehler? Clausens Antwort: „Vergebung heißt nicht, dass ich beschönige, was gelaufen ist. Vergebung heißt, ich darf beim Namen nennen, was falsch gelaufen ist, aber ich sage dieser Person trotzdem, dass sie mir weiter wichtig ist.“
Bewegend: Nick Vujicic
Anschließend wird der Stargast des Abends frenetisch begrüßt: Motivationsredner Nick Vujicic. Der 28-jährige Australier wurde ohne Gliedmaßen geboren, doch trotz seines großen Handicaps lächelt er unverkrampft und strahlt Frohsinn aus. Er spricht von seinem „Leben ohne Limits“, das auf der Hoffnung beruhe, die Gott ihm gebe. Das war nicht immer so: In seiner Kindheit wurde der Australier verspottet, litt unter Depressionen und versuchte sich das Leben zu nehmen. Er erzählt, wie er als 13-Jähriger erkannte, dass es bei ihm selbst liege, welche Qualität sein Leben habe: An seinen körperlichen Grenzen zu verbittern oder von den Möglichkeiten motiviert zu werden. „Lieber ohne Arme und Beine als ohne Hoffnung“, ist Vujicics Motto. Wenn man alles habe außer Hoffnung, sei das keine Alternative zum umgekehrten Zustand, meint er. Das Leben sei für jeden ein Kampf, so Vujicic, aber mit Gebet und Gott könne man den Kampf bestehen. „In meinem Leben habe ich erkannt, dass nur Gott mir wirkliche Hoffnung gibt. Wir müssen verstehen, worin der wirkliche Wert unseres Lebens besteht. Es geht nicht darum, was wir tun können oder was wir nicht tun können.“
Seiltanz mal anders
Die sportliche Attraktion des Abends bieten Josua Schmid, 20, und Benjamin Schmid, 16: Auf der Slackline, einem gespannten Gurtband, machen sie diverse Salti und Stunts – was die Mädchen in den ersten Reihen zum Jubeln bringt. „Das ist ein Sport wie Skateboarding“, meint Benjamin nach der sportlichen Einlage. „Man geht raus mit seinen Freunden, hat einfach Spaß und lacht zusammen.“ Wer wie die beiden Cousins den US-amerikanischen Sport ausprobieren möchte, kann es mit einem einfachen Spanngurt aus dem Baumarkt probieren. Und dann „üben, üben, üben. Das ist schon mal die erste Devise“, erklärt der 20-jährige Josua. „Mit Laufen anfangen. Und dann kann man die ersten Tricks machen, zum Beispiel sich auf den Hintern plumpsen lassen, Bud-Bounce heißt der Trick. Schaut irgendwelche Videos an und versucht es nachzumachen“, ist sein Tipp.
Ansprache zum Thema „Hoffnung“
„Was ist der Unterschied zwischen Optimist und Pessimist?“, möchte JesusHouse-Redner Matthias Clausen direkt am Anfang seiner Ansprache wissen. „Der Optimist sagt: ‚Das Glas ist halb voll.‘ Der Pessimist sagt: ‚Das Glas ist halb leer.‘ Es gibt auch Leute, die sagen: ‚Das Glas ist voll leer.‘ Das hab ich noch nie verstanden.“ Der Familienvater aus Greifswald hat die Lacher auf seiner Seite. Wie an den Abenden zuvor, bindet er eine große Portion Humor und Selbstironie in seine Ansprache ein, ohne an Glaubhaftigkeit und Ernsthaftigkeit zu verlieren. „Wenn wir hier bei Jesus House von Hoffnung reden, dann meinen wir etwas anderes, als einfach nur Optimismus. Optimismus sagt nämlich: ‚Ach komm, das wird schon wieder!‘
Aber was hilft mir eigentlich wirklich, wer hilft mir wirklich?“ Clausen spricht davon, dass „wir eine Hoffnung brauchen, die stark genug für das ganze Leben und für das Ende des Lebens ist“. Er schildert, wie die Bibel von den verzweifelten Jüngern Jesu berichtet, und wie sie durch die Auferstehung Jesu eine neue Dimension der Hoffnung erfuhren. Ein großes Stück Theologie für die Zuhörer. Viele hören aufmerksam zu und versuchen zu verstehen. Währenddessen singt Gracetown zum letzten Mal: „Er hat auf dich gewartet“.
Ende gut – alles gut? Für die Veranstalter nimmt JesusHouse ein sehr gutes Ende: Insgesamt 19.000 Besucher waren an den vier Veranstaltungsabenden in der Arena.
Und jetzt?
„JesusHouse geht weiter“, meint Moderator Tim Niedernolte abschließend, „in deinen Gedanken, mit deinen Freunden. Such' dir eine Jugendgruppe oder Leute, mit denen du zusammen weitermachen kannst.“ Damit JesusHouse in der Stadt und an Schulen weitergeht, möchten die sogenannten Stadtbeweger der Evangelischen Allianz weiter zum Nachdenken, Mitreden und Verändern anregen. Weitere Informationen gibt es unter www.stadtbeweger.de.
Alle Artikel anzeigen
“Wie vergebe ich meinen Eltern ihre Erziehungsfehler?“
Dann muss Matthias Clausen, Hauptredner bei JesusHouse, wieder auf den heißen Stuhl: Besucher konnten ihm in den vergangenen Tagen per SMS Fragen stellen, die er auf der Bühne beantwortet. Heute möchte ein junger Mann wissen: Wie vergebe ich meinen Eltern ihre Erziehungsfehler? Clausens Antwort: „Vergebung heißt nicht, dass ich beschönige, was gelaufen ist. Vergebung heißt, ich darf beim Namen nennen, was falsch gelaufen ist, aber ich sage dieser Person trotzdem, dass sie mir weiter wichtig ist.“
Bewegend: Nick Vujicic
Anschließend wird der Stargast des Abends frenetisch begrüßt: Motivationsredner Nick Vujicic. Der 28-jährige Australier wurde ohne Gliedmaßen geboren, doch trotz seines großen Handicaps lächelt er unverkrampft und strahlt Frohsinn aus. Er spricht von seinem „Leben ohne Limits“, das auf der Hoffnung beruhe, die Gott ihm gebe. Das war nicht immer so: In seiner Kindheit wurde der Australier verspottet, litt unter Depressionen und versuchte sich das Leben zu nehmen. Er erzählt, wie er als 13-Jähriger erkannte, dass es bei ihm selbst liege, welche Qualität sein Leben habe: An seinen körperlichen Grenzen zu verbittern oder von den Möglichkeiten motiviert zu werden. „Lieber ohne Arme und Beine als ohne Hoffnung“, ist Vujicics Motto. Wenn man alles habe außer Hoffnung, sei das keine Alternative zum umgekehrten Zustand, meint er. Das Leben sei für jeden ein Kampf, so Vujicic, aber mit Gebet und Gott könne man den Kampf bestehen. „In meinem Leben habe ich erkannt, dass nur Gott mir wirkliche Hoffnung gibt. Wir müssen verstehen, worin der wirkliche Wert unseres Lebens besteht. Es geht nicht darum, was wir tun können oder was wir nicht tun können.“
Seiltanz mal anders
Die sportliche Attraktion des Abends bieten Josua Schmid, 20, und Benjamin Schmid, 16: Auf der Slackline, einem gespannten Gurtband, machen sie diverse Salti und Stunts – was die Mädchen in den ersten Reihen zum Jubeln bringt. „Das ist ein Sport wie Skateboarding“, meint Benjamin nach der sportlichen Einlage. „Man geht raus mit seinen Freunden, hat einfach Spaß und lacht zusammen.“ Wer wie die beiden Cousins den US-amerikanischen Sport ausprobieren möchte, kann es mit einem einfachen Spanngurt aus dem Baumarkt probieren. Und dann „üben, üben, üben. Das ist schon mal die erste Devise“, erklärt der 20-jährige Josua. „Mit Laufen anfangen. Und dann kann man die ersten Tricks machen, zum Beispiel sich auf den Hintern plumpsen lassen, Bud-Bounce heißt der Trick. Schaut irgendwelche Videos an und versucht es nachzumachen“, ist sein Tipp.
Ansprache zum Thema „Hoffnung“
„Was ist der Unterschied zwischen Optimist und Pessimist?“, möchte JesusHouse-Redner Matthias Clausen direkt am Anfang seiner Ansprache wissen. „Der Optimist sagt: ‚Das Glas ist halb voll.‘ Der Pessimist sagt: ‚Das Glas ist halb leer.‘ Es gibt auch Leute, die sagen: ‚Das Glas ist voll leer.‘ Das hab ich noch nie verstanden.“ Der Familienvater aus Greifswald hat die Lacher auf seiner Seite. Wie an den Abenden zuvor, bindet er eine große Portion Humor und Selbstironie in seine Ansprache ein, ohne an Glaubhaftigkeit und Ernsthaftigkeit zu verlieren. „Wenn wir hier bei Jesus House von Hoffnung reden, dann meinen wir etwas anderes, als einfach nur Optimismus. Optimismus sagt nämlich: ‚Ach komm, das wird schon wieder!‘
Aber was hilft mir eigentlich wirklich, wer hilft mir wirklich?“ Clausen spricht davon, dass „wir eine Hoffnung brauchen, die stark genug für das ganze Leben und für das Ende des Lebens ist“. Er schildert, wie die Bibel von den verzweifelten Jüngern Jesu berichtet, und wie sie durch die Auferstehung Jesu eine neue Dimension der Hoffnung erfuhren. Ein großes Stück Theologie für die Zuhörer. Viele hören aufmerksam zu und versuchen zu verstehen. Währenddessen singt Gracetown zum letzten Mal: „Er hat auf dich gewartet“.
Ende gut – alles gut? Für die Veranstalter nimmt JesusHouse ein sehr gutes Ende: Insgesamt 19.000 Besucher waren an den vier Veranstaltungsabenden in der Arena.
Und jetzt?
„JesusHouse geht weiter“, meint Moderator Tim Niedernolte abschließend, „in deinen Gedanken, mit deinen Freunden. Such' dir eine Jugendgruppe oder Leute, mit denen du zusammen weitermachen kannst.“ Damit JesusHouse in der Stadt und an Schulen weitergeht, möchten die sogenannten Stadtbeweger der Evangelischen Allianz weiter zum Nachdenken, Mitreden und Verändern anregen. Weitere Informationen gibt es unter www.stadtbeweger.de.
Teil drei der viertägigen Veranstaltungsreihe Höhenflug und Tiefgang beim dritten JesusHouse-Abend
Rückblick Es ist soweit: JesusHouse hat begonnen
Der zweite JesusHouse-Abend Klappe die Zweite!
Bildergalerie Riesenstimmung am Eröffnungsabend
Alle Artikel anzeigen



