"S21 mehr als nur Bahnhofsneubau"
Artikel aus der Marbacher Zeitung vom 24.11.2011
Steinheim Am vergangenen Freitag hat die CDU Steinheim eine Informationsveranstaltung zum Bahnprojekt Stuttgart 21 veranstaltet. Gastredner war der Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger, der als Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages die Vorteile von Stuttgart 21 darstellte.
Vor 35 Jahren habe man erstmals damit begonnen, über eine neue Verbindung zwischen Ulm und Stuttgart nachzudenken. Einer Bahnstrecke, die 1850 gebaut wurde und auf der sich moderne, bis zu 300 Stundenkilometer schnelle ICE-Züge auf der Geislinger Steige nur mit Tempo 70 fortbewegen können. Seitdem sei das Projekt von allen zuständigen Parlamenten mit großer Mehrheit bewilligt worden. 2010 wurde mit dem Bau begonnen. Im Herbst folgte die Schlichtung mit Heiner Geißler und der anschließende Stresstest. Alle daraus entstandenen Forderungen seien seitdem weitestgehend umgesetzt worden - zum Beispiel seien die frei werdenden Grundstücke in Stuttgart in eine Stiftung überführt worden, um Spekulationen zu vermeiden.
Trotzdem möchte die neue Landesregierung nun die Legitimation vom Volk bekommen, eine rechtswidrige Kündigung des Bahnprojektes vonseiten des Landes zu prüfen. Dies, so Bilger, sei - wenn überhaupt - nur unter Inkaufnahme sehr hoher Schadenersatzzahlungen möglich. Alle Experten gingen von möglichen Forderungen in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro aus. Das Bahnprojekt Stuttgart 21 sei mehr als nur ein Bahnhofsneubau, betonte Stephan Willem, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Steinheim. Baden-Württemberg werde von dem Lückenschluss der Bahnstrecke Paris - Strasburg - Stuttgart - Wien - Budapest profitieren. In der Region Stuttgart entstehe zusätzlich ein hochmoderner, komfortabler und umweltfreundlicher Regionalzugverkehr, von dem auch die Steinheimer profitieren würden. So erreiche man von Ludwigsburg aus Esslingen 19 Minuten schneller, nach Ulm spart man 50 Minuten, nach Tübingen 18 Minuten und zum Flughafen und zur Messe 27 Minuten - und alles, ohne umsteigen zu müssen. S 21 biete aber auch Stuttgart eine einmalige Chance zur Entwicklung. Die Stadt bekomme die Chance, 100 Hektar Innenstadtfläche neu gestalten zu können. Stephan Willem, Vorsitzender CDU Steinheim
Vor 35 Jahren habe man erstmals damit begonnen, über eine neue Verbindung zwischen Ulm und Stuttgart nachzudenken. Einer Bahnstrecke, die 1850 gebaut wurde und auf der sich moderne, bis zu 300 Stundenkilometer schnelle ICE-Züge auf der Geislinger Steige nur mit Tempo 70 fortbewegen können. Seitdem sei das Projekt von allen zuständigen Parlamenten mit großer Mehrheit bewilligt worden. 2010 wurde mit dem Bau begonnen. Im Herbst folgte die Schlichtung mit Heiner Geißler und der anschließende Stresstest. Alle daraus entstandenen Forderungen seien seitdem weitestgehend umgesetzt worden - zum Beispiel seien die frei werdenden Grundstücke in Stuttgart in eine Stiftung überführt worden, um Spekulationen zu vermeiden.
Trotzdem möchte die neue Landesregierung nun die Legitimation vom Volk bekommen, eine rechtswidrige Kündigung des Bahnprojektes vonseiten des Landes zu prüfen. Dies, so Bilger, sei - wenn überhaupt - nur unter Inkaufnahme sehr hoher Schadenersatzzahlungen möglich. Alle Experten gingen von möglichen Forderungen in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro aus. Das Bahnprojekt Stuttgart 21 sei mehr als nur ein Bahnhofsneubau, betonte Stephan Willem, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Steinheim. Baden-Württemberg werde von dem Lückenschluss der Bahnstrecke Paris - Strasburg - Stuttgart - Wien - Budapest profitieren. In der Region Stuttgart entstehe zusätzlich ein hochmoderner, komfortabler und umweltfreundlicher Regionalzugverkehr, von dem auch die Steinheimer profitieren würden. So erreiche man von Ludwigsburg aus Esslingen 19 Minuten schneller, nach Ulm spart man 50 Minuten, nach Tübingen 18 Minuten und zum Flughafen und zur Messe 27 Minuten - und alles, ohne umsteigen zu müssen. S 21 biete aber auch Stuttgart eine einmalige Chance zur Entwicklung. Die Stadt bekomme die Chance, 100 Hektar Innenstadtfläche neu gestalten zu können. Stephan Willem, Vorsitzender CDU Steinheim
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