Renningen
Die Polizeibeamten werden 2014 umziehen
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Die Stadtbau Renningen und die Urbanbau-Gesellschaft für Immobilienmanagement stehen kurz davor, den Kaufvertrag für einen geplanten Polizeiposten in der südlichen Bahnhofsstraße zu unterzeichnen. „Ich gehe davon aus, dass es innerhalb der nächsten zwei Monate so weit sein wird“, berichtet der Urbanbau-Geschäftsführer Dieter Lange. Im Sommer sollen dann die Bauanträge auf den Schreibtischen der Renninger Verwaltung liegen, im September die Bagger rollen – indes nicht nur für den Polizeiposten, sondern gleich für drei große Gebäude, die die Renninger Stadtmitte gründlich umkrempeln werden. Urbanbau plant diese Gebäude, lässt sie bauen und vermarktet sie weiter. Mehrere Arztpraxen sollen darin ebenso ihren Platz finden wie ein Café und Bistro, 18 Wohnungen und fünf Geschäfte.
Die Polizei wird wohl im Erdgeschoss des südlichsten der drei Gebäude untergebracht werden, auf einer Fläche von rund 230 Quadratmetern. Voraussichtlich im Sommer 2014 können die Beamten in ihr neues Domizil einziehen. Die städtische Baugesellschaft Renningen wird den Posten dann an das Land weiter vermieten. „Die Polizeiarbeit zu organisieren und zu unterhalten, ist natürlich nicht Aufgabe der Stadt“, erläutert Peter Müller, der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtbau und zugleich erster Renninger Beigeordneter. „Eine gute Infrastruktur und die Daseinsvorsorge sind aber sehr wohl unsere Aufgabe“, ergänzt er. „In diesem Zusammenhang sehen wir auch den Kauf des Polizeipostens, zumal das Land ein verlässlicher Partner ist.“ Um die Rendite gehe es dabei nicht in erster Linie.
Welche Summen in den Kauf- und Mietverträgen ganz genau stehen werden, kann Peter Müller noch nicht sagen. Nur so viel: „Die Stadtbau wird wohl einen Betrag von etwa 480 000 bis 500 000 Euro in die Hand nehmen“,rechnet der Geschäftsführer vor.
Die fünf Polizisten im Renninger Posten freuen sich bereits auf den Umzug in nicht mehr allzuferner Zukunft. Ihre derzeitigen Räume gegenüber dem Rathaus sind zu eng und den Anforderungen an eine Polizeidienststelle nicht mehr gewachsen. Nur rund 70 Quadratmeter haben die Beamten zur Verfügung, es gibt keine Küche, keine Duschen, der Kühlschrank ist im warmen Technikraum untergebracht. Der Teppichboden ist in die Jahre gekommen. „Und auch der Platz für Aktenordner geht uns aus“, so die Polizeikommissarin und stellvertretende Postenleiterin Anita Kopriva.
Zudem gestalten sich Verhöre und Besprechungen problematisch. „Die Wände sind dünn, wer zum Beispiel im Warteraum sitzt, kann vieles mit anhören.“ Dadurch sei es schwierig, den Datenschutz zu gewährleisten, so die Kommissarin.
Für das Land Baden-Württemberg organisiert der Landesbetrieb Vermögen und Bau den Umzug und die Mietmodalitäten. Die Amtsleiterin Raphaela Sonnentag begleitet das Leiden der Renninger Beamten schon seit einigen Jahren – „die Probleme sind bekannt, wir haben schon eine ganze Weile eine Lösung gesucht“, sagt sie.
„Allerdings steht das Gebäude noch nicht, die Kaufverträge müssen noch unterzeichnet werden“, schränkt Sonnentag ein. Sie zählt die wichtigstens Anforderungen der Polizei für einen Posten auf: „Das Gebäude muss bürgernah liegen, barrierefrei sein, es muss Umkleideräume geben, Sicherheitsschleusen und Sicherheitsglas müssen eingebaut sein.“ Das alles wäre am Standort in der Renninger Bahnhofsstraße gegeben. „Wir sind optimistisch, dass es dort klappt, denn alle Beteiligten ziehen an einem Strang.“
Übrigens: eine Lösung gebe es mittlerweile auch für den maroden Gärtringer Polizeiposten, ergänzt Sonnentag. „Wir haben dort ebenfalls nach Mietobjekten gesucht, aber keines zu annehmbaren Konditionen gefunden.“ Nun werde das bestehende Gebäude von Grund auf saniert.
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