Ghost Rider: Spirit of Vengeance 3D

Apokalyptisches Kasperltheater

Rupert Koppold, veröffentlicht am 23.02.2012
Filmbeschreibung
Der Ghost Rider Johnny Blaze (Nicolas Cage), der einen Satanspakt geschlossen hat, will im zweiten Teil dieser Comicadaption seinem Seelenfängerfluch entkommen und versteckt sich deshalb in einer Gegend, die der Film als "Osteuropa"” bezeichnet. Dort sieht es aus, als wären sinistres Mittelalter, verrottende Schwerindustrie und dräuende Endzeit aneinandergeraten, also etwa so wie im Niemandsland zwischen Zivilisation und Hölle. Als der Teufel einen Jungen rauben will, schwingt sich der Ghost Rider wieder auf sein Motorrad, mutiert zum brennenden Skelett und eilt feuerschweifsprühend zu Hilfe.

Nein, viel mehr an Story ist in diesem weitgehend ironiefreien Biker-Horror-Kindskopf-Movie nicht zu entdecken, nur noch ein paar Reste von "Hellboy", "Terminator" oder "Das Omen". Die Dialoge wurden mit der Motorsäge aus grobem Holz herausgezackt, den übrigen Soundtrack liefern Ketten, Granatwerfer und ein Schaufelradbagger, der Computer arbeitet im Dauerfeuermodus und die Schauspieler lassen die alte Kunst des Grimassenschneidens neu aufleben. Das Resultat ist apokalyptisches Kasperltheater.
 


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