Femme fatale
Hochglanzkatalog mit Film-noir-Motiven
RKo, veröffentlicht am 27.03.2003
Filmbeschreibung
Während sich die eine "Femme fatale" (Rebecca Romijn-Stamos) vor dem großen Coup in luxuriösen Farbbildern auf dem großen Hotelbett räkelt und fernsieht, ist die andere in Gestalt von Barbara Stanwyck auf dem kleinen Bildschirm schon dabei, auf einen Mann zu schießen. Der Kino-Manierist Brian de Palma zitiert hier Billy Wilders Film-noir-Klassiker "Frau ohne Gewissen", er will seinen Film also sofort in ein Genre einordnen. Und wenn er nun den Raub eines schlangenförmigen Schmuckstücks ausgerechnet während einer Premiere im Filmpalast von Cannes ablaufen lässt, in dem "Femme fatale" letztes Jahr tatsächlich Premiere feierte, dann soll man das wohl als Hommage an das Kino insgesamt verstehen und auch als selbstironisches Spiel der Spiegelungen.
Wenn man sich aber nicht täuschen lässt von der oberflächlichen Eleganz und Hochglanzoptik des Coups, entdeckt man, wie de Palma hier Raffinesse nur vortäuscht, wie er dreist herumschludert, wie er etwa glauben machen will, es sei Teil eines ausgeklügelten Plans, ungesehen hinter dem Rücken eines Wachmanns vorbeizuhuschen. Auch nach einem Zeitsprung ins Paris des Jahres 2008, wo die intrigante Frau einen naiven Helfer (Antonio Banderas) rekrutiert, sammelt de Palma weiter Motive für eine Art Film-noir-Katalog und jagt dabei seine Story so mutwillig durch die Mechanik eines plumpen Plots, dass am Ende nur noch Schrott herauskommt. Oder etwas, das so aussieht, als hätten die Macher der "Nackte-Kanone-Filme" eine Parodie auf das Kino des Brian de Palma gedreht.
Wenn man sich aber nicht täuschen lässt von der oberflächlichen Eleganz und Hochglanzoptik des Coups, entdeckt man, wie de Palma hier Raffinesse nur vortäuscht, wie er dreist herumschludert, wie er etwa glauben machen will, es sei Teil eines ausgeklügelten Plans, ungesehen hinter dem Rücken eines Wachmanns vorbeizuhuschen. Auch nach einem Zeitsprung ins Paris des Jahres 2008, wo die intrigante Frau einen naiven Helfer (Antonio Banderas) rekrutiert, sammelt de Palma weiter Motive für eine Art Film-noir-Katalog und jagt dabei seine Story so mutwillig durch die Mechanik eines plumpen Plots, dass am Ende nur noch Schrott herauskommt. Oder etwas, das so aussieht, als hätten die Macher der "Nackte-Kanone-Filme" eine Parodie auf das Kino des Brian de Palma gedreht.
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